Der deutsche Chemie- und Pharmariese Bayer hat einen Vorschlag für einen bundesweiten Vergleich in den Vereinigten Staaten im Wert von 7,25 Milliarden US-Dollar angekündigt. Die Vereinbarung zielt darauf ab, Tausende laufende und künftige Gerichtsverfahren über das Herbizid Roundup endgültig zu beenden. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, dass der im Produkt enthaltene Wirkstoff Glyphosat Krebs verursacht, was der Konzern systematisch bestreitet. Parallel dazu hat die Regierung von Donald Trump die Glyphosat-Produktion als prioritär für die Ernährungssicherheit des Landes eingestuft.
Milliardenschwerer Vergleichsvorschlag
Der Konzern Bayer bietet 7,25 Milliarden US-Dollar an, um die Streitigkeiten über die Karzinogenität des Präparats Roundup in den USA zu beenden.
Unterstützung aus dem Weißen Haus
Präsident Donald Trump hat Glyphosat als entscheidend für die Ernährungssicherheit anerkannt, indem er das Gesetz Defense Production Act nutzte.
Volatilität des Aktienkurses
Der Aktienkurs von Bayer AG stieg nach der Ankündigung des Vergleichs um 8%, um am nächsten Tag aufgrund von Anleger-Skepsis um 9% zu fallen.
Perspektive von 21 Jahren
Der neue Vergleich sieht Entschädigungszahlungen vor, die über zwei Jahrzehnte verteilt werden, um dem Unternehmen finanzielle Stabilität zu gewährleisten.
Der deutsche Konzern Bayer hat einen bahnbrechenden Vergleichsvorschlag vorgelegt, der die kostspieligen Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten ein für alle Mal beenden soll. Die Tochtergesellschaft Monsanto hat erklärt, innerhalb der nächsten 21 Jahre bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar auszuzahlen. Diese Mittel sollen an Personen fließen, die behaupten, infolge des Kontakts mit dem populären Unkrautvernichtungsmittel Roundup an Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt zu sein. Obwohl Bayer konsequent behauptet, das Produkt sei sicher und Glyphosat sei nicht krebserregend, hat das Ausmaß der Ansprüche von etwa 65.000 Personen die Unternehmensführung gezwungen, nach einer systematischen Lösung zu suchen. Investoren an der Börse in Frankfurt reagierten zunächst enthusiastisch und trieben den Kurs um 8% in die Höhe, um am nächsten Tag Pessimismus zu verfallen und einen Rückgang von über 9% zu verursachen. Die Probleme des Konzerns Bayer begannen 2018 mit der Übernahme des US-Unternehmens Monsanto für 63 Milliarden US-Dollar. Diese Transaktion wird von vielen Experten als eine der schlechtesten Geschäftsentscheidungen in der deutschen Geschichte angesehen, da sofort eine Lawine von Klagen bezüglich der Produktsicherheit des übernommenen Unternehmens folgte.Die Strategie von Vorstandsvorsitzendem Bill Anderson sieht nicht nur eine finanzielle Einigung, sondern auch politische Unterstützung vor. Wie Branchenquellen berichten, hat Präsident Donald Trump eine Verordnung unterzeichnet, die die Produktion von Glyphosat sowie den Phosphatabbau in den Defense Production Act einbezieht. Das bedeutet, dass diese Substanz als unerlässlich für die amerikanische Ernährungssicherheit anerkannt wurde. Ein solcher Schritt soll die Lieferketten schützen und die Marktposition des Unternehmens angesichts eines ungünstigen rechtlichen Umfelds stärken. Experten weisen jedoch darauf hin, dass der vorgeschlagene Sammelvergleich noch gerichtlich genehmigt werden muss, was in der Vergangenheit problematisch war. 7.25 mld — US-Dollar wird der Gesamtbetrag der Entschädigungen betragen Die Situation bleibt dynamisch, da der Oberste Gerichtshof der USA sich darauf vorbereitet, einen Schlüsselstreit über die Zuständigkeit der EPA Umweltschutzbehörde bei der Kennzeichnung von Produkten mit Warnhinweisen auf Karzinogenität zu prüfen. Falls das Gericht entscheidet, dass Bundesrecht über Landesrecht bei der Produktkennzeichnung steht, könnte Bayer ein mächtiges Instrument zur Abwehr künftiger Ansprüche gewinnen. Dennoch wird der aktuelle Vergleichsvorschlag als Versuch des Konzerns angesehen, finanzielle Stabilität wiederzuerlangen, nachdem er seit der Übernahme von Monsanto bereits über 10 Milliarden US-Dollar für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten ausgegeben hat. „Unser Ziel ist es, strategische Klarheit zu schaffen und die Unsicherheit zu beenden, die seit Jahren auf der Bewertung unseres Unternehmens und seiner künftigen Entwicklung lastet.” — Bill Anderson Vergleichskosten von Bayer im Glyphosat-Fall: Frühere Vereinbarungen: etwa 10 Mrd. USD → + 7,25 Mrd. USD; Dauer der Auszahlungen: 4 Jahre → 21 Jahre; Status von Glyphosat in den USA: Regulierte Substanz → Strategische Verteidigungsressource Medien konzentrieren sich auf die Schädlichkeit von Glyphosat und das langfristige Leiden der Opfer und sehen den Vergleich als verspätete Gerechtigkeit und Ausweichmanöver des Konzerns. | Es wird die Bedeutung der Ernährungssicherheit der USA sowie die Rolle von Bayer und Glyphosat bei der Aufrechterhaltung niedriger Preise für landwirtschaftliche Produkte betont.
Mentioned People
- Bill Anderson — Vorstandsvorsitzender des Konzerns Bayer, bestrebt, die rechtliche Krise nach der Übernahme von Monsanto zu lösen.
- Donald Trump — Präsident der USA, der eine Verordnung über die strategische Bedeutung der Glyphosat-Produktion unterzeichnet hat.