Der europäische Luftfahrtgigant Airbus verzeichnete einen Rekordgewinn von 5,2 Milliarden Euro für das Jahr 2025, was einem Anstieg von 23 Prozent entspricht. Gleichzeitig erhöhte der spanische Energiekonzern Repsol die Dividende nach einem Gewinn von 1,9 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu diesen Erfolgen meldete die Renault-Gruppe einen Verlust von über 10,9 Milliarden Euro, der direkt auf die Restrukturierung der Kapitalbeziehungen und die drastische Abwertung der Beteiligungen am japanischen Nissan zurückzuführen ist.
Rekordergebnisse der Airbus-Gruppe
Der Luftfahrtkonzern erzielte einen Nettogewinn von 5,22 Milliarden Euro, was ein um 23% besseres Ergebnis als im Vorjahr ist, dank der hohen Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen und Verteidigungsprodukten.
Buchhalterischer Einbruch der Ergebnisse von Renault
Der französische Hersteller verzeichnete einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro, verursacht durch eine Änderung der Bilanzierungsmethodik der Beteiligungen an Nissan, obwohl die operative Marge der Gruppe auf einem soliden Niveau von 6,3% blieb.
Repsol teilt Gewinn großzügig
Das spanische Energieunternehmen erhöht die Dividende auf über 1 Euro nach einem Nettogewinn von 1,899 Milliarden Euro, trotz niedrigerer Marktpreise für Gas und Erdöl.
Ehrgeizige Pläne für die Produktion von Elektrofahrzeugen
Renault plant, die Produktion der neuen Generation kompakter Elektrofahrzeuge in das Werk in Palencia im Jahr 2028 zu verlagern, was ein strategischer Schritt außerhalb Frankreichs ist.
Der europäische Industriesektor präsentierte am Donnerstag extrem unterschiedliche Finanzergebnisse für das Jahr 2025. Der unbestrittene Wachstumsführer war Airbus, der einen historischen Nettogewinn von 5,22 Milliarden Euro erzielte. Dieses Ergebnis liegt 23% höher als im Vorjahr, trotz systematischer Probleme in der Lieferkette, insbesondere bei Verzögerungen in der Triebwerksproduktion. Der Umsatz des Konzerns stieg um 6% auf 73,4 Milliarden Euro, was das Management dazu veranlasste, ein ehrgeiziges Ziel für die Auslieferung einer Rekordzahl von 870 Verkehrsflugzeugen im Jahr 2026 festzulegen. Ein starker Wachstumstreiber war auch der Verteidigungssektor, der eine 11-prozentige Steigerung der Geschäftsdynamik verzeichnete. Der Wettbewerb zwischen Airbus und Boeing dauert seit den 1970er Jahren an, als das europäische Konsortium die amerikanische Dominanz auf dem Luftfahrtmarkt herausforderte. Derzeit festigt Airbus seine Führungsposition, indem es die technischen und imagebezogenen Probleme seines Hauptkonkurrenten aus Übersee nutzt. Völlig andere Stimmungen herrschen bei der Renault-Gruppe. Der französische Automobilhersteller schloss das Jahr 2025 mit einem gigantischen Nettoverlust von 10,93 Milliarden Euro ab. Es ist jedoch anzumerken, dass dieses Ergebnis hauptsächlich buchhalterischer Natur ist und auf Wertberichtigungen im Zusammenhang mit den Beteiligungen an Nissan zurückzuführen ist. Die operative Tätigkeit von Renault selbst blieb profitabel und erzielte eine Marge von 3,6 Milliarden Euro, was den CEO, François Provost, optimistisch in die Zukunft blicken lässt. Das Unternehmen plant unter anderem die Produktion von kompakten Elektroautos im spanischen Palencia bis 2028. 10.9 mld € — betrug der Verlust von Renault durch Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Nissan Im Energiesektor triumphiert Repsol. Das spanische Unternehmen erzielte einen Gewinn von 1,899 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 8% entspricht. Dieser Erfolg wurde trotz eines Rückgangs des Brent-Rohölpreises um 14,5% erzielt. Das Unternehmen wagte einen mutigen Schritt in Richtung der Aktionäre und plant die Ausschüttung einer Dividende von über 1 Euro pro Aktie sowie die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms im Wert von 350 Millionen Euro in der ersten Hälfte des Jahres 2026. Diese Ergebnisse werden durch die Stabilisierung der Operationen in Venezuela und die Entwicklung des Segments für erneuerbare Energien gestützt. „Das Jahr 2025 war für uns historisch, wir haben Widerstandsfähigkeit in einem komplexen und sich schnell verändernden operativen Umfeld bewiesen.” — Guillaume Faury Nettogewinn ausgewählter Giganten für das Jahr 2025: Airbus: 5.22, Repsol: 1.89, Renault: -10.93, Rio Tinto: 10.0 Beachtenswert sind auch der Luxusgüter- und Bergbausektor. Das Unternehmen Puig, Eigentümer bekannter Parfümmarken, erzielte einen Rekordumsatz von über 5 Milliarden Euro, während der Rohstoffgigant Rio Tinto einen Gewinnrückgang von 1,6 Milliarden Dollar verzeichnete. Letzteres Ergebnis ist eine Folge der wirtschaftlichen Verlangsamung in China, die sich auf die globale Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen auswirkt. Vergleich der Verfassung der Giganten (2024 vs. 2025): Gewinn von Airbus: 4,23 Mrd. € → 5,22 Mrd. €; Gewinn von Repsol: 1,75 Mrd. € → 1,90 Mrd. €; Ergebnis von Renault: 0,75 Mrd. € (Gewinn) → -10,93 Mrd. € (Verlust)
Liberale Medien betonen die Innovationskraft und Erfolge von Airbus sowie die Energiewende von Repsol als Vorbilder für die moderne EU-Wirtschaft. | Konservative Redaktionen konzentrieren sich auf die Kosten der Restrukturierung von Renault und die Risiken einer Schwächung der Zusammenarbeit mit traditionellen Partnern.
Mentioned People
- François Provost — CEO der Renault-Gruppe, der die Ergebnisse des Unternehmens als solide in einem schwierigen Marktumfeld bewertet.
- Guillaume Faury — CEO von Airbus, der das Jahr 2025 als historisch für sein Unternehmen bezeichnete.
- Josu Jon Imaz — CEO von Repsol, dessen Vergütung um fast 17 Prozent gestiegen ist.