Ein Bericht zum irischen Mietwohnungsmarkt offenbart eine historische Angebotskrise. Laut dem Portal Daft.ie ist die Zahl der landesweit verfügbaren Mietwohnungen auf unter 1800 gesunken – der niedrigste Stand seit zwei Jahrzehnten. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Monatsmiete für eine Zweizimmerwohnung auf 2086 Euro, und die Mietpreise erhöhten sich im Jahr 2025 um 4,4 %. Besonders in großen Städten außerhalb Dublins wurden rasante Preisanstiege verzeichnet.
Historisch niedriges Wohnungsangebot
Die Zahl der in ganz Irland verfügbaren Mietwohnungen ist auf unter 1800 gesunken – der niedrigste Stand seit 20 Jahren.
Mietpreisanstieg um 4,4 %
Die durchschnittlichen Marktmieten stiegen 2025 um 4,4 %, und der durchschnittliche Preis für eine Zweizimmerwohnung beträgt derzeit 2086 Euro pro Monat.
Marktungleichgewicht nach der Pandemie
Die aktuellen Mieten liegen 34 % höher als vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie, was das Ausmaß des Ungleichgewichts auf dem Wohnungsmarkt zeigt.
Der irische Mietwohnungsmarkt befindet sich in einer tiefen Krise, die durch ein historisch niedriges Angebot und anhaltenden Preisdruck gekennzeichnet ist. Laut dem neuesten Bericht des Portals Daft.ie standen am 1. Februar 2026 landesweit weniger als 1800 Wohnungen zur Miete zur Verfügung. Diese Zahl stellt den niedrigsten Angebotsstand seit mindestens zwei Jahrzehnten dar und spiegelt direkt den chronischen Mangel an Mietwohnungen wider. Der irische Wohnungsmarkt hat in den letzten Jahrzehnten dramatische Schwankungen erlebt. Die Zeit des sogenannten „Keltischen Tigers“ an der Jahrtausendwende war geprägt von einem Bauboom und Spekulationen, die in der tiefen Finanzkrise 2008 endeten. Nach Jahren des langsamen Wiederaufbaus begann der Markt erneut zu überhitzen, angetrieben unter anderem durch internationale Investmentfonds und ein begrenztes Landangebot.Im Jahr 2025 stiegen die durchschnittlichen Marktmieten um 4,4 % und setzten damit den Aufwärtstrend nach einem Anstieg von 3,6 % im Vorjahr fort. Obwohl diese Dynamik niedriger ist als der Spitzenwert von 12,3 % aus dem Jahr 2023, bleiben die Preise auf extrem hohem Niveau. Die durchschnittliche Monatsmiete für eine Zweizimmerwohnung im Land beträgt derzeit 2086 Euro. Das schnellste Wachstum wird in den vier größten Städten außerhalb der Hauptstadt beobachtet. In Galway stiegen die Mieten um 11,4 %, in Cork um 7,5 %. „The supply of homes to rent in February hits by far its lowest level in 20 years.” (Das Angebot an Mietwohnungen im Februar erreicht bei weitem den niedrigsten Stand seit 20 Jahren.) — Mietmarktbericht von Daft.ie Diese Daten zeigen, dass die aktuellen Marktmieten 34 % höher sind als vor der COVID-19-Pandemie. Langfristig betrachtet ist der Anstieg noch drastischer – die Preise liegen 68 % höher als während des Höhepunkts des „Keltischen Tigers“ und 79 % höher als vor zehn Jahren.Jahreswachstum der Marktmieten in Irland: 2023: 12.3, 2024: 3.6, 2025: 4.4 Als mögliche Ursache für den Angebotseinbruch nennen einige Analysten neue staatliche Mietvorschriften, die demnächst in Kraft treten sollen. Die neuen Vorschriften erlauben es Vermietern, die Mieten nach Auszug eines vorherigen Mieters auf das Marktniveau „zurückzusetzen“ – was nach Ansicht einiger Beobachter Eigentümer davon abhalten könnte, ihre Immobilien in der aktuellen unsicheren regulatorischen Umgebung anzubieten. Die Angebotskrise wird zudem durch das breitere Problem des Wohnungsmangels in Irland verschärft, das mit Verzögerungen im Bauwesen sowie hohen Material- und Arbeitskosten zusammenhängt.Durchschnittliche Monatsmiete für eine Zweizimmerwohnung: Miete in Galway: unbekannt (vor einem Jahr) → +11.4%; Miete in Cork: unbekannt (vor einem Jahr) → +7.5%; Durchschnittsmiete landesweit: unbekannt (vor einem Jahr) → 2086 €