Willie Colón, der legendäre Posaunist, Sänger und einer der Architekten der New Yorker Salsa, starb am Samstag, dem 21. Februar 2026. Der als „El Malo“ bekannte Musiker wurde 75 Jahre alt. Sein Manager und seine Familie bestätigten seinen Tod in den sozialen Medien. Colón war eine Schlüsselfigur des Labels Fania Records und arbeitete mit Stars wie Rubén Blades und Héctor Lavoe zusammen, womit er das Gesicht der lateinamerikanischen Musik für immer veränderte.

Tod einer Salsa-Ikone

Willie Colón starb im Alter von 75 Jahren in der Region New York nach einer langjährigen Musikkarriere.

Künstlerisches Erbe

Als Mitgestalter der Erfolge von Fania Records revolutionierte er den Sound der Salsa, indem er sie mit Jazz verband.

Legendäre Zusammenarbeit

Sein mit Rubén Blades aufgenommenes Album „Siembra“ gilt als Meilenstein der lateinamerikanischen Musik.

Die Welt der lateinamerikanischen Musik trauert um Willie Colón, der am Samstagmorgen im Alter von 75 Jahren verstarb. Der Künstler starb in der Region New York nach einem Kampf mit gesundheitlichen Komplikationen, obwohl die genaue Todesursache und der Ort in der Mitteilung nicht offiziell präzisiert wurden. Die Nachricht vom Tod des Meisters wurde von seinem Manager Pietro Carlos und einem Eintrag auf dem offiziellen Profil des Musikers, der seinen engsten Angehörigen zugeschrieben wird, bestätigt. Colón, im New Yorker Stadtteil Bronx in eine Familie puerto-ricanischer Einwanderer geboren, war eine zentrale Figur der Nuyorican-Bewegung und einer der einflussreichsten Innovatoren des Genres. Colóns Karriere dauerte über ein halbes Jahrhundert und war von außergewöhnlichem Mut zum Experimentieren geprägt. Als Bandleader und Posaunist führte er Jazz-, Rock- sowie afrikanische und brasilianische Rhythmen in die Salsa ein. Sein Image als „böser Junge“ („El Malo“) wurde in den achtziger Jahren zu einer Ikone der Popkultur. Ein Wendepunkt war die Zusammenarbeit mit Rubén Blades, mit dem er 1978 das Album „Siembra“ veröffentlichte. Diese Platte, die den Titel „Pedro Navaja“ enthält, bleibt eine der meistverkauften Veröffentlichungen in der Geschichte des Genres. Colón wurde auch als Produzent und Arrangeur geschätzt und verlieh Aufnahmen von Ikonen wie Héctor Lavoe oder Celia Cruz einen einzigartigen Klang. Salsa als Genre kristallisierte sich in den lateinamerikanischen Vierteln New Yorks in der Mitte der 1960er Jahre heraus und bildete einen kulturellen Schmelztiegel, in dem traditionelle kubanische Rhythmen wie Son oder Mambo auf die moderne Energie der amerikanischen Großstadt trafen.„It is through music that I talk with my ancestors and pass hope to those who will come after us.” (Durch die Musik spreche ich mit meinen Vorfahren und gebe Hoffnung an diejenigen weiter, die nach uns kommen werden.) — Willie Colón Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Willie Colón ein aktiver sozialer und politischer Aktivist, der sich für die Belange der lateinamerikanischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten einsetzte. Für sein Lebenswerk erhielt er unter anderem den renommierten Latin Grammy Lifetime Achievement Award. Obwohl er allgemein mit Hits wie „Idilio“ oder „Gitana“ in Verbindung gebracht wird, ist zu bedenken, dass er in diesen Fällen vor allem als genialer Interpret und Produzent auftrat und ihnen einen unsterblichen Schliff verlieh, während die Kompositionen von anderen Künstlern stammten. Sein Tod schließt ein Kapitel in der Geschichte der Musik, die er einst selbst definiert hatte. 40 — Alben veröffentlichte Willie Colón im Laufe seiner Karriere Das Label Fania Records, mit dem Colón verbunden war, wird aufgrund seiner Schlüsselrolle bei der Kommerzialisierung und globalen Promotion der Salsa in den 1970er Jahren oft als „lateinamerikanisches Motown“ bezeichnet.„It is with profound sadness that we announce the passing of our beloved husband, father, and renowned musician, Willie Colón.” (Mit tiefer Trauer geben wir den Tod unseres geliebten Ehemanns, Vaters und renommierten Musikers Willie Colón bekannt.) — Die Familie von Willie Colón Wichtigste Persönlichkeiten des goldenen Zeitalters der Salsa (Fania Records): Willie Colón: Posaunen-Pionier, Héctor Lavoe: Legendäre Stimme, Rubén Blades: Intellektueller der Salsa, Celia Cruz: Königin der Salsa, Johnny Pacheco: Gründer von Fania

Mentioned People

  • Willie Colón — Verstorbener legendärer Musiker, Posaunist und Bandleader im Bereich Salsa.
  • Rubén Blades — Zusammenarbeitspartner von Colón, mit dem er das kultige Album Siembra schuf.
  • Héctor Lavoe — Hauptsänger in Colóns früherer Band, Legende der Salsa.
  • Pietro Carlos — Langjähriger Manager des Künstlers, der die Nachricht von seinem Tod bestätigte.