Seit Sonntag, dem 2. März 2026, gelten in Frankreich höhere tägliche Gebühren für Krankenhausaufenthalte und für Besuche in der Notaufnahme. Der Tagessatz für einen Krankenhausaufenthalt (forfait hospitalier) stieg von 20 auf 23 Euro, die Gebühr für die Notaufnahme (forfait urgence) von 18 auf 20 Euro. Diese Erhöhungen wurden von der staatlichen Krankenkasse Assurance Maladie angekündigt, um die Finanzierung des öffentlichen Gesundheitswesens zu stärken. Experten prognostizieren, dass die Kostensteigerung höchstwahrscheinlich auf die Patienten durch höhere Beiträge für private Zusatzversicherungen (mutuelle) umgelegt wird. Die Entscheidung zielt darauf ab, den steigenden Betriebskosten der Krankenhäuser entgegenzuwirken, weckt jedoch Bedenken über eine zusätzliche finanzielle Belastung für Patienten.

Neue Gebühren ab dem 2. März

Die tägliche Gebühr für einen Krankenhausaufenthalt (forfait hospitalier) wurde von 20 auf 23 Euro erhöht. Die Gebühr für einen Besuch in der Notaufnahme (forfait urgence) stieg von 18 auf 20 Euro. Die Änderungen traten am Sonntag, dem 2. März 2026, in Kraft.

Prognostizierter Beitragsanstieg

Vertreter des Sektors der privaten Krankenversicherungen (mutuelle) warnen davor, dass die Erhöhung der Krankenhauskosten auf die Patienten durch höhere Beiträge umgelegt wird. Dies betrifft insbesondere die Deckung von Zuzahlungen, die von Privatärzten über die vom Staat erstattete Gebühr hinaus erhoben werden.

Ziel: Finanzierung der Krankenhäuser

Die Erhöhungen zielen darauf ab, die Finanzierung des öffentlichen Gesundheitswesens angesichts steigender Betriebskosten der Krankenhäuser, unter anderem durch Inflation und Energiepreise, zu stärken. Die Mittel sind für die Aufrechterhaltung der Qualität und Verfügbarkeit der medizinischen Versorgung notwendig.

Mechanismus der Krankenhausgebühr

Die tägliche Gebühr für einen Krankenhausaufenthalt wird vom Patienten für jeden Tag im Krankenhaus, sowohl öffentlich als auch privat, erhoben. Nach Ablauf von 30 Tagen ist ihre Höhe jedoch auf 20 Euro pro Tag begrenzt. Die Gebühr für die Notaufnahme ist unabhängig vom Umfang der durchgeführten Untersuchungen fest.

In Frankreich sind Erhöhungen zweier zentraler Gebühren im Gesundheitswesen in Kraft getreten. Seit Sonntag, dem 2. März 2026, gilt ein höherer Tagessatz für Krankenhausaufenthalte und für Besuche in der Notaufnahme. Forfait hospitalier, die Tagesgebühr für einen Krankenhausaufenthalt, wurde von 20 auf 23 Euro erhöht. Parallel stieg auch die Gebühr für einen Besuch in der Notaufnahme – das forfait urgence kostet jetzt 20 Euro statt bisher 18 Euro. Die Änderungen wurden von der staatlichen Krankenkasse Assurance Maladie angekündigt. Der Mechanismus der Krankenhausgebühr sieht vor, dass nach 30 Tagen Krankenhausaufenthalt ihre Höhe auf 20 Euro pro Tag begrenzt wird, was einen gewissen Schutz für Patienten mit langfristigem Pflegebedarf darstellt. Die Erhöhungen sind eine direkte Reaktion auf die steigenden Betriebskosten des französischen Gesundheitswesens. Öffentliche und private Krankenhäuser sehen sich mit Inflationsdruck, höheren Energiekosten und einem allgemeinen Anstieg der Betriebsausgaben konfrontiert. Wie Quellen angeben, sollen die zusätzlichen Mittel aus den Gebühren für die Finanzierung und Modernisierung medizinischer Einrichtungen verwendet werden, um die Qualität und Verfügbarkeit der Versorgung für alle Bürger aufrechtzuerhalten. Das französische Gesundheitssystem, basierend auf dem Bismarck-Modell, wird hauptsächlich durch Sozialbeiträge und Steuern finanziert. Patienten nutzen die allgemeine Krankenversicherung (Sécurité sociale), die einen Großteil der Behandlungskosten deckt, aber oft ist auch eine Zusatzversicherung (mutuelle) sowie ein Eigenanteil (ticket modérateur) erforderlich. Gebühren wie das forfait stellen einen weiteren Kostenpunkt dar, der direkt vom Patienten getragen wird. Experten und Vertreter des Versicherungssektors weisen jedoch auf die weiterreichenden Konsequenzen dieser Entscheidung hin. Vor allem betonen sie, dass der Anstieg der Krankenhauskosten sich langfristig auf die Geldbeutel der Patienten auswirken wird. Französische private Krankenkassen, sogenannte mutuelle, signalisieren, dass sie gezwungen sein werden, die zusätzlichen Belastungen auf ihre Mitglieder umzulegen. Das bedeutet einen vorhersehbaren Anstieg der Beiträge in naher Zukunft. Wie ein Sprecher eines Krankenkassenverbands, zitiert von BFMTV, erklärt: „„Ces coûts seront répercutés sur les patients”” — Sprecher eines Krankenkassenverbands. Dieser Mechanismus betrifft insbesondere die Deckung der sogenannten honoraires dépassements, also Zuzahlungen, die von einem Teil der Ärzte und Privatkliniken über die vom Staat erstattete Gebühr hinaus erhoben werden. Die Entscheidung der Assurance Maladie fügt sich in einen breiteren Trend der Anpassung der Gesundheitsfinanzierung an aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen ein. Ähnliche Gebührenanpassungen gab es in der Vergangenheit, zum Beispiel im Jahr 2023. Die Behörden betonen, dass diese Maßnahmen für die Stabilität des Systems notwendig sind, sie könnten jedoch den finanziellen Druck auf Haushalte in einer Zeit erhöhen, in der viele Franzosen bereits die Auswirkungen hoher Lebenshaltungskosten spüren.