Das US-Südkommando (SOUTHCOM) führte am Montag einen weiteren kinetischen Angriff auf ein Wasserfahrzeug in der Karibik durch. Bei dem Schlag wurden drei Männer getötet, die der Zusammenarbeit mit Drogenkartellen beschuldigt werden. Dies ist Teil der breit angelegten Kampagne „Operation Southern Spear“, die von der Administration von Donald Trump initiiert wurde. Die Zahl der Opfer dieser Maßnahmen ist seit September 2025 auf mindestens 150 gestiegen, was zunehmende Kontroversen auf internationaler Bühne hervorruft.

Weiterer Angriff in der Karibik

Das US-Militär zerstörte ein Boot mutmaßlicher Schmuggler und tötete dabei drei Männer. Es fehlen direkte Beweise für eine Drogenladung.

Steigende Zahl der Todesopfer

Im Rahmen der Operation Southern Spear sind seit September 2025 insgesamt mindestens 150 Menschen ums Leben gekommen.

Prozess gegen Duterte in Den Haag

Vor dem IStGH begannen die Anhörungen gegen den ehemaligen Präsidenten der Philippinen, dem Massenmorde im Drogenkrieg vorgeworfen werden.

Spannungen zwischen Mexiko und Musk

Präsidentin Sheinbaum erwägt eine Klage gegen den Milliardär wegen Vorwürfen der Verbindung zu Kartellen.

Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten setzen ihre intensive Offensive gegen kriminelle Organisationen auf den Wasserwegen Zentralamerikas fort. Der jüngste Angriff am Montag zielte auf ein kleines Boot, das nach Geheimdienstinformationen am Transport illegaler Substanzen beteiligt gewesen sein soll. Das US-Kommando veröffentlichte in sozialen Medien Aufnahmen der Aktion, auf denen eine heftige Explosion des Fahrzeugs zu sehen ist. Nach offiziellen Mitteilungen des Pentagon gehörte die angegriffene Gruppe zu „ausgewiesenen Terrororganisationen“, obwohl Medien auf das Fehlen konkreter Beweise für Drogen an Bord unmittelbar nach dem Schlag hinweisen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Strategie zur Bekämpfung von Narkoterrorismus, die das Weiße Haus als „echten Krieg“ bezeichnet. Statistiken zeigen ein beispielloses Ausmaß der Gewaltanwendung – seit Anfang September wurden über 40 Schläge durchgeführt, bei denen bereits mehr als 150 Menschen ihr Leben verloren haben. Kritiker der Operation, einschließlich Menschenrechtsorganisationen, stellen die Rechtmäßigkeit außergerichtlicher Hinrichtungen in internationalen Gewässern in Frage. Unterdessen erwägt die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum rechtliche Schritte gegen Elon Musk, der ohne Beweise ihre Verbindungen zu Kartellen suggerierte, was die Spannungen zwischen Washington und Mexiko weiter verschärft. Seit den 1970er Jahren, als Präsident Richard Nixon den Krieg gegen Drogen (War on Drugs) erklärte, wenden die USA verschiedene militärische und polizeiliche Methoden an, um das Angebot an Rauschmitteln aus Lateinamerika zu reduzieren.Gleichzeitig begannen in Den Haag vor dem Internationalen Strafgerichtshof die Anhörungen im Fall des ehemaligen Präsidenten der Philippinen. Rodrigo Duterte wird Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit seiner eigenen blutigen Anti-Drogen-Kampagne vorgeworfen. Staatsanwälte behaupten, Duterte habe persönlich Tausende von Morden autorisiert, was einen wichtigen Bezugspunkt für die aktuellen Debatten über die Zulässigkeit radikaler Methoden im Kampf gegen die organisierte Kriminalität darstellt. „I ask the ICC to hurry up a bit. Let them come here and start the investigation tomorrow! This case has been dragging on for too long.” (Ich bitte den IStGH, sich ein bisschen zu beeilen. Sie sollen morgen hierherkommen und mit der Untersuchung beginnen! Dieser Fall zieht sich schon viel zu lange hin.) — Rodrigo Duterte

Mentioned People

  • Claudia Sheinbaum — Präsidentin von Mexiko, kündigte eine Prüfung rechtlicher Schritte gegen Elon Musk an.
  • Rodrigo Duterte — Ehemaliger Präsident der Philippinen, vor dem IStGH wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
  • Elon Musk — Eigentümer der Plattform X, wegen Verleumdung der mexikanischen Präsidentin angeklagt.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Administration Militäroperationen in der Karibik durchführt.