Aurelia Aymé, eine Frau, die sich als Therapeutin und Meisterin buddhistischer Meditation ausgab, wurde in Straßburg festgenommen und inhaftiert. Ihr werden die finanzielle Ausbeutung mehrerer Personen durch die Schaffung einer psychologischen Abhängigkeit mit sektiererischem Charakter vorgeworfen. Zusammen mit ihrem Ehemann, einem Krankenpfleger, werden sie der Geldwäsche, illegaler Arbeit und Betrugsdelikten beschuldigt. Auf ihren Konten wurden 300.000 Euro gesperrt. Die Ermittlungen wurden im September 2024 nach drei Beschwerden eingeleitet.
Festnahme und Anklage
Aurelia Aymé und ihr Ehemann wurden am 12. Februar festgenommen. Die Frau wurde inhaftiert, während der Mann einer gerichtlichen Überwachung unterstellt wurde, mit einem Kontaktverbot zu den Opfern und einem Verbot der Ausübung sogenannter Energietherapien. Die Anklagepunkte umfassen den Missbrauch psychischer Abhängigkeit im sektiererischen Kontext, Geldwäsche und Schwarzarbeit.
Sektiererische Praktiken und Opfer
Die Verdächtige, die als „gourelle” (weibliche Form von Guru) bezeichnet wird, soll vorgegeben haben, übernatürliche Kräfte zu besitzen, und nannte sich „Lichtfängerin”. Sie soll Klienten in einen Zustand psychischer Versklavung gebracht und sie finanziell ruiniert haben. Die Staatsanwaltschaft betont, dass ein Teil ihrer Legende erfunden war und die Frau keine formale therapeutische Ausbildung besitzt.
Ermittlungen und gesicherte Mittel
Die Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei in Straßburg und der Interministeriellen Ermittlungsgruppe (GIR) geführt wurden, begannen im September 2024 nach drei ersten Beschwerden. Die Aktivitäten umfassten die Jahre 2017 bis 2025 in der Region Straßburg und Rhône. Die Staatsanwaltschaft sicherte 300.000 Euro auf den Bankkonten des Paares.
Die französische Staatsanwaltschaft in Straßburg informierte über die Festnahme und Anklageerhebung gegen eine Frau und ihren Ehemann, die verdächtigt werden, eine sektiererische Struktur zur Psychomanipulation zum Zweck der Bereicherung geschaffen zu haben. Die Hauptverdächtige, Aurelia Aymé, gab sich als Therapeutin und Meisterin buddhistischer Meditation aus und bezeichnete sich auch als „Lichtfängerin”. Die Beschuldigten werden des Betrugs, der Geldwäsche und illegaler Arbeit beschuldigt. Nach Angaben der Ermittler hatte ihre Tätigkeit seit Dezember 2017 einen sektiererischen Charakter und bestand darin, die Opfer in einen Zustand psychischer Abhängigkeit (psychische Versklavung) zu versetzen, was zu ihrem finanziellen Ruin führte. Die Ermittlungen begannen im September 2024 nach drei eingegangenen Beschwerden. Die Ermittlungsmaßnahmen wurden der örtlichen Kriminalpolizei und der spezialisierten Interministeriellen Ermittlungsgruppe (GIR) übertragen. Im Zuge des Verfahrens wurde das Paar am 12. Februar 2026 formell angeklagt. Aurelia Aymé wurde inhaftiert, während ihr Ehemann, von Beruf Krankenpfleger, präventive Maßnahmen in Form einer gerichtlichen Überwachung erhielt. Auf richterliche Anordnung wurde ihm der Kontakt zu den Opfern sowie die Ausübung von Praktiken im Zusammenhang mit sogenannter Energietherapie verboten. Die Staatsanwältin Clarisse Taron betonte in einer Mitteilung, dass die Praktiken der Beschuldigten es ihnen ermöglichten, sich auf Kosten ihrer Klienten zu bereichern, von denen einige ruiniert wurden. Frankreich verfügt über eine der weltweit am weitesten entwickelten rechtlichen und polizeilichen Strukturen zur Bekämpfung von Sekten. Das About-Picard-Gesetz von 2001 führte im Strafgesetzbuch das Vergehen des „Missbrauchs eines Zustands der Schwäche” im sektiererischen Kontext ein. Der Staat führt auch eine offizielle Liste von Organisationen, die als Sekten eingestuft werden, und MIVILUDES ist eine staatliche Behörde, die deren Aktivitäten überwacht. Verstärkte Maßnahmen folgten nach einer Welle von Selbstmorden in der Sekte Sonnentempel in den 1990er Jahren.Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass auf den Bankkonten des Paares 300.000 Euro gesperrt wurden, was als Sicherheitsleistung für potenzielle Schadensersatzansprüche dienen soll. Aurelia Aymé führte ihre Tätigkeit hauptsächlich über eine Website durch und bot kostenpflichtige Sitzungen für „sensorische Kommunikation”, Marsellischen Tarot und „Zentrumstherapie” an. Die Staatsanwaltschaft in Straßburg stellte ausdrücklich fest, dass ein Teil der von ihr präsentierten Legende, einschließlich angeblicher übernatürlicher Kräfte, erfunden war und die Verdächtige keine formalen therapeutischen Qualifikationen besaß. Medienberichten zufolge bezeichnete sie sich selbst mit dem Begriff „gourelle”, der weiblichen Form des Wortes Guru.
Mentioned People
- Aurelia Aymé — Hauptverdächtige, die sich als Therapeutin und Meditationsmeisterin ausgab, bezeichnet als "gourelle"
- Clarisse Taron — Staatsanwältin in Straßburg, die die Mitteilung zu dem Fall herausgab