Der Deutsche Wetterdienst hat die Bilanz des Winters 2025/2026 veröffentlicht, die ein wettermäßig gespaltenes Land zeigt. Während Berlin und die nördlichen Bundesländer mit den größten Schneefällen seit 14 Jahren zu kämpfen hatten, erlebten die zentralen und südlichen Regionen eine außergewöhnlich milde und trockene Witterung. Trotz lokaler heftiger Schneefälle wurde der Winter auf gesamtdeutscher Skala als zu trocken und wärmer als der langjährige Durchschnitt eingestuft und endete mit frühlingshaften Temperaturen.

Schneerekorde im Norden

Berlin und Hamburg verzeichneten die größten Schneefälle seit 2012 sowie heftige Wintereinbrüche.

Gesamtes Niederschlagsdefizit

Auf gesamtstaatlicher Ebene war der Winter zu trocken, trotz lokaler Wetterextreme in den nördlichen Bundesländern.

Milder Saisonausklang

Das Ende des Februars brachte frühlingshafte Temperaturen und viel Sonnenschein in den meisten Regionen Deutschlands.

Dieser Winter in Deutschland wird als eine Periode äußerst unterschiedlicher Wetterphänomene in die Geschichte eingehen. Laut Daten, die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) veröffentlicht wurden, war diese Saison durch eine ungewöhnliche Verteilung von Niederschlägen und Temperaturen gekennzeichnet. Die größte Aufmerksamkeit erregte die deutsche Hauptstadt, wo rekordverdächtige Schneefälle verzeichnet wurden. In Berlin und Brandenburg war der Winter der schneereichste seit 2012, und einige Quellen deuten sogar auf die höchsten Werte seit 14 Jahren hin. Gleichzeitig erwies sich ausgerechnet Brandenburg statistisch als die kälteste Region in der gesamten nationalen Auswertung. Deutschland beobachtet seit Jahren einen Trend zu kürzeren Frostperioden, den Klimatologen mit den fortschreitenden Klimaveränderungen in Mitteleuropa in Verbindung bringen.Während der Norden des Landes, einschließlich Hamburg und Schleswig-Holstein, mit weißem Pulverschnee und den daraus resultierenden Infrastrukturproblemen wie einer Plage von Schlaglöchern zu kämpfen hatte, erlebte der Rest des Landes völlig anderes Wetter. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen war der Winter außergewöhnlich mild und sonnig. Die Wetterdienste weisen auf ein Paradoxon hin: Trotz lokaler Schneestürme ist die Gesamtniederschlagsbilanz für ganz Deutschland negativ. Der Winter erwies sich als zu trocken, was Landwirte und Förster im Hinblick auf die kommende Vegetationsperiode beunruhigt. Besonders in Thüringen und Sachsen wurde ein Feuchtigkeitsdefizit bei gleichzeitig hoher Sonneneinstrahlung verzeichnet. Die letzten Februartage brachten eine rasche Erwärmung, die dem Saisonende einen geradezu frühlingshaften Charakter verlieh. In Bundesländern wie dem Saarland oder Rheinland-Pfalz verabschiedete sich der Winter mit Sonnenschein und Temperaturen, die deutlich von der Norm für diesen Monat abwichen. Meteorologen betonen, dass, obwohl die extremen Schneephänomene im Norden wie eine Rückkehr zu früheren Wintern erscheinen mögen, die globalen Trends der Temperaturerhöhung unerbittlich sind und in den diesjährigen Statistiken deutlich sichtbar sind. Die Wettervielfalt zwischen den Bundesländern war in diesem Jahr so groß, dass man kaum von einem einzigen Wintertyp für das gesamte deutsche Territorium sprechen kann.