Die Infrastrukturminister Polens und Deutschlands unterzeichneten am Montag in Warschau ein Schlüsselabkommen zur Modernisierung der grenzüberschreitenden Bahninfrastruktur. Das Dokument sieht eine Verkürzung der Fahrzeiten, eine Erhöhung der Anzahl von Personen- und Güterverbindungen sowie eine Zusammenarbeit beim Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken vor. Die Initiative umfasst auch strategische Investitionen zivil-militärischer Art im Rahmen des transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN-T, was die Sicherheit und die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder stärken soll.
Strategische Modernisierung von Strecken
Das Abkommen sieht die Modernisierung der Strecken Warschau-Berlin und Krakau-Breslau vor, um die Fahrzeit für Passagiere maximal zu verkürzen.
Investitionen mit doppeltem Verwendungszweck
Die Infrastruktur wird für die Verlegung von Truppen und den Transport schwerer militärischer Ausrüstung im Rahmen von EU-Projekten mit doppeltem Verwendungszweck angepasst.
Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsstrecken
Deutsche Experten werden Polen beim Aufbau und der technischen Koordination eines Hochgeschwindigkeitsnetzes unterstützen, das beide Länder verbindet.
Zusammenarbeit innerhalb der EU
Die Minister Polens und Deutschlands kündigten gemeinsame Lobbyarbeit für die Finanzierung des TEN-T-Netzes aus dem EU-Haushalt an.
Am Montag, 16. Februar 2026, besiegelten der polnische Infrastrukturminister Dariusz Klimczak und der deutsche Verkehrsminister Patrick Schnieder die Zusammenarbeit, die das Gesicht des Schienenverkehrs zwischen Polen und Deutschland verändern soll. Das in Warschau unterzeichnete Abkommen bildet die Grundlage für eine langfristige Strategie zur Entwicklung von Verbindungen, deren Ziel eine radikale Verkürzung der Reisezeiten auf wichtigen Strecken ist. Das Dokument konzentriert sich auf die Modernisierung bestehender Strecken wie Warschau–Berlin und Krakau–Breslau sowie auf die Planung neuer Korridore für Hochgeschwindigkeitsstrecken. Die Zusammenarbeit hat auch eine europäische Dimension und umfasst die Koordinierung von Maßnahmen im Rahmen des EU-Netzes TEN-T. Die polnisch-deutschen Bahnpläne knüpfen an langjährige Bemühungen um die Integration der Verkehrssysteme beider Länder an, die noch vor dem Beitritt Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004 begannen.Ein wesentliches Element der Vereinbarung sind Investitionen vom Typ Dual Use. Das bedeutet, dass die neue Infrastruktur so gestaltet wird, dass sie eine schnelle militärische Mobilität ermöglicht, was in der aktuellen geopolitischen Lage für die Sicherheit der Ostflanke der NATO von vorrangiger Bedeutung ist. Patrick Schnieder betonte, dass die Bahn zu einer der Säulen der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen werden müsse, was sich wiederum in mehr Komfort für die Fahrgäste und einen effizienteren Gütertransport zwischen den größten Industriezentren beider Staaten niederschlagen werde. „Dieses Abkommen betrifft neue Investitionen, die Modernisierung bestehender Strecken, aber auch die Zusammenarbeit in zivilen und militärischen Bereichen.” — Dariusz KlimczakIn den letzten zwei Jahrzehnten ist der Güterverkehr zwischen Polen und Deutschland fast dreimal so stark gewachsen, was die derzeitige Grenzinfrastruktur unzureichend macht.Die Parteien erklärten sich bereit, einen detaillierten Aktionsplan zu erstellen, der den Zeitplan für die Arbeiten in den kommenden Jahren festlegt. Dieser umfasst nicht nur technische Aspekte, sondern auch die Koordinierung des Fahrzeugparks und die Digitalisierung der Verkehrsmanagementsysteme. 250 km/h — ist die geplante Geschwindigkeit auf den neuen HochgeschwindigkeitsstreckenZiele der Modernisierung der Verbindungen: Anzahl internationaler Verbindungen: Begrenzte Kapazität → Erhöhte Zugfrequenz; Zweck der Infrastruktur: Hauptsächlich zivil → Integriert zivil-militärisch; Reisezeit nach Berlin: Aktueller Standard → Verkürzung durch HochgeschwindigkeitsnetzLiberale Medien betonen die umweltfreundliche Dimension von Bahninvestitionen und die Vertiefung der Beziehungen zur Europäischen Union als Alternative zum Straßenverkehr. | Konservative Medien legen Wert auf den militärischen Aspekt von Dual Use und die Notwendigkeit, die Souveränität bei der Planung von TEN-T-Investitionen zu wahren.
Mentioned People
- Dariusz Klimczak — Polnischer Infrastrukturminister, Unterzeichner des Abkommens über die Zusammenarbeit im Bahnbereich.
- Patrick Schnieder — Deutscher Verkehrsminister von der CDU, verantwortlich für die Entwicklung grenzüberschreitender Infrastruktur.