Die bayerischen Behörden beabsichtigen, die im vergangenen Jahr geschlossene historische Haftanstalt in Neuburg an der Donau zu verkaufen. Die Anlage, deren Teile sogar aus dem 16. Jahrhundert stammen, war nicht mehr kostendeckend zu betreiben. Der offizielle Verkauf wird in den kommenden Wochen beginnen, und das staatliche Unternehmen "Immobilien Freistaat Bayern" hat bereits Interesse von potenziellen Käufern bestätigt.
Schließung aus wirtschaftlichen Gründen
Das Gefängnis wurde 2025 nach einer Analyse geschlossen, die zeigte, dass sein weiterer Betrieb im Rahmen eines modernen Systems nicht zweckmäßig und unwirtschaftlich ist.
Historische Architektur zum Verkauf
Der Komplex besteht aus drei historischen Gebäuden, darunter einer ehemaligen Hofreitschule aus dem Jahr 1577, in der Gefangene Spielzeug herstellten.
Offizielles Verfahren in den kommenden Wochen
Der staatliche Immobilienverwalter informierte, dass das formelle Verkaufsverfahren in den nächsten Wochen beginnen wird.
Jahrhundertealte Geschichte des Standorts
Der Ort hat eine reiche Geschichte, die bis in die Renaissance zurückreicht und mit der Dynastie der Wittelsbacher verbunden ist, und diente in den letzten Jahrhunderten als Strafanstalt.
Die Behörden des Freistaats Bayern haben den Verkauf des historischen Gefängniskomplexes in der Stadt Neuburg an der Donau beschlossen. Die Anlage, offiziell bekannt als Justizvollzugsanstalt (JVA) Neuburg, wurde im vergangenen Jahr nach einer Analyse des Justizministeriums geschlossen. Die Entscheidung wurde mit wirtschaftlichen Gründen und der Anpassung an moderne Haftstandards begründet.
Die Gebäude auf dem Gefängnisgelände haben eine jahrhundertealte Geschichte. Das älteste davon, die ehemalige Hofreitschule, stammt aus dem Jahr 1577 und wurde unter der Herrschaft der Wittelsbacher, der dynastischen Herrscher Bayerns, errichtet. Über die Jahrhunderte wechselte der Komplex seine Funktionen, um schließlich in der Neuzeit als Strafanstalt zu dienen. Wie das staatliche Unternehmen Immobilien Freistaat Bayern mitteilte, wird das formelle Verkaufsverfahren in den nächsten Wochen beginnen. Nach an die Medien übermittelten Informationen haben sich bereits erste Interessenten für den Erwerb dieser außergewöhnlichen Immobilie gemeldet. Der Komplex besteht aus drei Hauptgebäuden unterschiedlicher architektonischer Herkunft, was sowohl seinen historischen Wert als auch die Anpassungshürde darstellt.
1577 — Baujahr des ältesten Teils des Komplexes Das Verkaufsangebot umfasst das gesamte historische Ensemble. Dazu gehört die erwähnte Renaissance-Reitschule, in der während des Gefängnisbetriebs eine Werkstatt eingerichtet war. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks stellten Insassen dort unter anderem Spielzeugautos her. Auf dem Gelände befindet sich außerdem eine Kapelle. Den Gefängnischarakter unterstreichen noch erhaltene Elemente wie vergitterte Fenster, Gittertüren und Stacheldrahtzäune. Die Verkaufsentscheidung geht direkt auf eine Bewertung durch das bayerische Justizministerium zurück. In der offiziellen Begründung erklärte das Ministerium, dass „„der Weiterbetrieb der JVA Neuburg a.d. Donau im Rahmen eines zeitgemäßen Gesamtkonzepts für den bayerischen Justizvollzug sowie einer sparsamen Haushaltsführung nicht sinnvoll ist”” — Bayerisches Justizministerium. Das bedeutet, dass der Betrieb einer kleinen, historischen Anlage sowohl funktional als auch finanziell nicht mehr gerechtfertigt war.
Der Verkaufsprozess für derartige Objekte ist aufgrund des spezifischen Charakters der Immobilie und ihrer Lage im historischen Stadtzentrum komplex.
Perspektywy mediów: Die lokale Perspektive könnte sich auf die Chance der Revitalisierung eines verlassenen, historischen Objekts und seine neue, nützliche soziale oder kommerzielle Funktion konzentrieren. Eine konservative Sichtweise könnte die staatliche Verantwortung für den Erhalt des historischen Erbes betonen und die Entscheidung zum Verkauf eines Vermögenswerts mit solchem Symbolwert in Frage stellen.