Autofahrer in Polen müssen sich ab dem 23. Februar auf deutliche Preiserhöhungen an Tankstellen einstellen. Prognosen von Analysten zufolge werden besonders schmerzhafte Erhöhungen Dieselkraftstoff betreffen, der um 15 Groschen pro Liter teurer werden könnte. Die Situation hängt mit der Sackgasse in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zusammen, die die geopolitische Risikoprämie in die Höhe getrieben und die Ölnotierungen in die Nähe der höchsten Niveaus seit Juli des letzten Jahres gezogen hat.

Scheitern der USA-Iran-Verhandlungen

Das Fehlen einer diplomatischen Einigung hat zu einem starken Anstieg der Ölpreise auf den Weltmärkten geführt.

Starker Anstieg der Dieselpreise

Analysten prognostizieren eine Preiserhöhung für Dieselkraftstoff um 15 Groschen, was Transport und Logistik treffen wird.

Italienisches Energiepaket

Die Regierung von Giorgia Meloni wird 3 Mrd. Euro zur Senkung der Energierechnungen für Verbraucher bereitstellen.

Gefahr durch das ETS2-System

Neue EU-Gebühren für Emissionen aus Verkehr und Gebäuden könnten die Lebenshaltungskosten in Polen drastisch erhöhen.

Die für Ende Februar angekündigten Preiserhöhungen an polnischen Tankstellen sind ein direktes Ergebnis der angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten. Das Fehlen einer diplomatischen Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, verbunden mit der Ankündigung eines amerikanischen Ultimatums und seinem bevorstehenden Ablaufdatum, hat die Märkte in eine Phase erhöhten Risikos gebracht. Die Ölpreise auf den Weltmärkten haben Niveaus erreicht, die seit über einem halben Jahr nicht mehr verzeichnet wurden. Experten der Portale Reflex und e-petrol.pl weisen darauf hin, dass der polnische Großhandelsmarkt bereits auf diese Meldungen reagiert hat, was sich unweigerlich auf die Einzelhandelspreise auswirken wird. Ein zusätzlicher Faktor, der die Geldbörsen der Polen belastet, ist die Schwäche der Landeswährung gegenüber dem US-Dollar, in dem Energierohstoffe abgerechnet werden. Die Straße von Hormus, durch die etwa 20 % des weltweiten Ölhandels fließt, ist historisch gesehen ein Brennpunkt in den Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen. Drohungen mit ihrer Blockade in Zeiten politischer Spannungen lösen regelmäßig Preisschocks an den globalen Kraftstoffbörsen aus. Die prognostizierten Durchschnittspreise für die kommende Woche gehen davon aus, dass 95-Oktan-Benzin zwischen 5,63 und 5,76 Złoty pro Liter kosten wird. Bei Dieselkraftstoff könnte die Obergrenze die 6-Złoty-Marke überschreiten. Die Situation wird auch durch logistische Probleme in der Region verschärft, darunter eine Panne an der Pipeline „Druschba” (Freundschaft) und die Neuorganisation der Lieferungen für Raffinerien in Mitteleuropa. Trotz des allgemeinen Aufwärtstrends gibt es lokale Ausnahmen, wie etwa die zeitlich begrenzten Werbeaktionen des AMIC-Energy-Netzwerks in Łódź, die Kraftstoff zeitweise unter 5 Złoty pro Liter anbieten, was jedoch lediglich einen vereinzelten Marketingfall angesichts der allgemeinen Teuerung darstellt. 15 gr — kann der Preisanstieg für Diesel pro Liter betragen Gleichzeitig nimmt in Europa die Debatte über die Kosten der Klimatransformation zu. Die Regierungen Italiens und Deutschlands unternehmen Schritte, um ihre Bürger und ihre Industrie vor hohen Energiepreisen zu schützen. Das Kabinett von Giorgia Meloni hat ein Dekret im Wert von 3 Mrd. Euro verabschiedet, das darauf abzielt, die Kosten für Treibhausgas-Emissionszertifikate auf Stromrechnungen zu kompensieren. Der Druck auf eine Reform des EU-ETS wird immer stärker, da rekordhohe Energiepreise die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft beeinträchtigen. „Queste misure sono molto significative, abbiamo mantenuto la promessa fatta ai cittadini e alle imprese.” (Diese Maßnahmen sind sehr bedeutsam, wir haben das Versprechen gegenüber den Bürgern und Unternehmen gehalten.) — Italienische Ministerpräsidentin, die ein Entlastungspaket für Energieverbraucher genehmigte. Eine Gefahr für das künftige verfügbare Einkommen der Haushalte ist auch die bevorstehende Einführung des ETS2. Experten warnen, dass die neuen Vorschriften wie eine „versteckte Steuer” wirken werden, die Heiz- und Transportrechnungen drastisch in die Höhe treibt, was den inflationären Druck in Polen zusätzlich anheizen könnte.

Mentioned People

  • Giorgia Meloni — Italienische Ministerpräsidentin, die ein Entlastungspaket für Energieverbraucher genehmigte.
  • Gilberto Pichetto Fratin — Italienischer Energieminister, der über die Details des Energiedekrets informierte.
  • Friedrich Merz — Deutscher Bundeskanzler, der im Zusammenhang mit der Unterstützung für die Industrie erwähnt wurde.