Marcin Gołek, Vizepräsident von Posen für Klima und Umwelt, hat bestätigt, dass er ein MBA-Diplom besaß, das er am Collegium Humanum erworben hatte. Diese Warschauer Universität, die Online-Aufbaustudiengänge anbot, wurde zum Ausgangspunkt eines landesweiten Skandals im Zusammenhang mit dem Verdacht der Ausstellung von Diplomen ohne die erforderliche Wissensvermittlung. Die Stadtverwaltung von Posen versichert, dass das Diplom keine Auswirkungen auf die Einstellung Gołeks hatte, obwohl der Betroffene selbst angibt, es habe ihm zu einem Sitz im Aufsichtsrat eines städtischen Unternehmens verholfen. Nach Ausbruch des Skandals soll Gołek das Dokument in einem Aktenvernichter zerstört haben. Bürgermeister Jacek Jaśkowiak bewertet die Entscheidung, an dieser Hochschule zu studieren, als Fehler.

Diplom von umstrittener Hochschule

Der Vizepräsident von Posen, Marcin Gołek, erwarb ein MBA-Diplom am Collegium Humanum, einer privaten Hochschule mit Online-Studiengängen, die ins Zentrum eines landesweiten Skandals geriet. Die Institution wurde für Praktiken im Zusammenhang mit der Ausstellung von Diplomen kritisiert, was Zweifel an deren Glaubwürdigkeit aufkommen ließ.

Auswirkungen auf die Kommunalpolitik-Karriere

Der Kommunalpolitiker räumte ein, dass der Besitz des MBA-Diploms ihm bei der Erlangung einer Nominierung in den Aufsichtsrat des Posener Stadtunternehmens Energetyka Poznańska geholfen habe. Gleichzeitig versichern die Stadtbehörden, dass dieses Dokument bei dem Einstellungsverfahren für das Vizepräsidentenamt nicht berücksichtigt worden sei.

Zerstörung des Dokuments nach dem Skandal

Nach Ausbruch des landesweiten Skandals um das Collegium Humanum entschied sich Marcin Gołek, sein Diplom physisch mit einem Aktenvernichter zu zerstören. Er begründete dies damit, dass er sich so von dem negativen Image distanzieren wollte, das mit dieser Hochschule verbunden wurde.

Bewertung durch Vorgesetzte und Konsequenzen

Der Bürgermeister von Posen, Jacek Jaśkowiak, kommentierte den Fall mit der Aussage, die Entscheidung, am Collegium Humanum zu studieren, sei ein Fehler gewesen. Die Stadtbehörden betonen, dass Gołeks Kompetenzen auf der Grundlage seiner Erfahrung und nicht des umstrittenen Diploms bewertet wurden und keine Änderungen an seiner Position geplant sind.

Marcin Gołek, der das Amt des Vizepräsidenten von Posen für Klima und Umwelt bekleidet, hat den Besitz eines Master-of-Business-Administration-Diploms gestanden, das er am Collegium Humanum erworben hat. Diese Warschauer Hochschule, die Online-Aufbaustudiengänge anbietet, wurde zum Epizentrum eines landesweiten Skandals, als Vorwürfe über die Ausstellung von Diplomen ohne angemessenes Bildungsniveau aufkamen. Der Betroffene selbst erklärte, er habe sich für ein Studium an dieser Einrichtung aufgrund der bequemen, fernlehrebasierten Form entschieden, die es ermöglichte, das Lernen mit beruflichen Verpflichtungen zu vereinbaren. In einem Gespräch mit der „Głos Wielkopolski” räumte er jedoch ein, dass er diese Entscheidung im Nachhinein als Fehler bewerte. Nach Ausbruch des Skandals, der viele Kommunalpolitiker und öffentliche Personen im Land betraf, ging Gołek einen radikalen Schritt und zerstörte sein Diplom mit einem Aktenvernichter. Wie er in einem Bericht für das Portal epoznan.pl sagte, wollte er sich damit symbolisch von den Kontroversen distanzieren, die sich um die Hochschule rankten. Das Collegium Humanum ist eine 2018 gegründete private Hochschule, die hauptsächlich Aufbaustudiengänge, MBA- und Promotionsprogramme im Online-Format anbietet. Ihre Tätigkeit erlangte 2025 Bekanntheit, als Medien über Verdachtsmomente bezüglich der Bildungsstandards und des Wertes der ausgestellten Diplome berichteten, was zu einer breiten Diskussion über die Qualität der privaten Hochschulbildung in Polen führte. Der Fall des Diploms des Posener Vizepräsidenten hat auch eine praktische Dimension. Gołek gab zu, dass ihm dieses Dokument bei der Erlangung eines Sitzes im Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens Energetyka Poznańska geholfen habe. Diese Position, so erklärte er, habe entsprechende Qualifikationen erfordert, und das MBA-Diplom sollte diese bestätigen. Gleichzeitig bestritten die Stadtbehörden von Posen, vertreten durch die Pressesprecherin des Rathauses, entschieden, dass das Diplom vom Collegium Humanum irgendeinen Einfluss auf die Einstellung Gołeks zum Vizepräsidentenamt gehabt habe. Es wurde betont, dass seine Kompetenzen auf der Grundlage seiner bisherigen Berufserfahrung und Leistungen bewertet worden seien. Der Bürgermeister der Stadt, Jacek Jaśkowiak, äußerte sich in einer kurzen Stellungnahme für die „Głos Wielkopolski” zu der gesamten Angelegenheit und bezeichnete die Entscheidung seines Stellvertreters, an der umstrittenen Hochschule zu studieren, als Fehler. Er wies jedoch auf keine dienstlichen oder personalen Konsequenzen hin. Informationen von Onet.pl zufolge bleibt Gołek im Amt, und seine weitere Tätigkeit im Magistrat ist nicht gefährdet. Der Fall offenbart ein breiteres Problem des Vertrauens in Qualifikationen, die an privaten Bildungseinrichtungen erworben werden, und zeigt, wie lokale Amtsträger mit den Konsequenzen landesweiter Skandale umgehen müssen.

Mentioned People

  • Marcin Gołek — Vizepräsident von Posen für Klima und Umwelt, gestand den Besitz eines MBA-Diploms vom Collegium Humanum.
  • Jacek Jaśkowiak — Bürgermeister von Posen, der den Fall des Diploms seines Stellvertreters kommentierte und ihn als Fehler bezeichnete.