In Spanien hat ein intensiver Wahlkampf vor den Regionalwahlen in Kastilien und León begonnen, wo PP-Chef Alberto Núñez Feijóo zur Einheit des Mitte-rechts-Elektorats aufruft. Gleichzeitig sieht sich die spanische Linke auf nationaler Ebene mit einer Führungskrise konfrontiert, nachdem Yolanda Díaz ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt hat. Schlüsselminister der Koalition Sumar distanzieren sich von einer Übernahme der Führung in der Gruppierung.
Kampagnenstart in Kastilien
Die Volkspartei und die PSOE haben den Wettbewerb um Stimmen in der Region begonnen und konzentrieren sich auf Wirtschaft und Unterstützung für ländliche Gebiete.
Vakanz an der Spitze der Linken
Minister der Koalition Sumar lehnen eine Übernahme der Führung nach der Entscheidung von Yolanda Díaz ab, in Zukunft nicht mehr zu kandidieren.
Versprechen für Unternehmer
Die PSOE schlägt eine Abschaffung der Sozialbeiträge für neue Selbstständige vor, während die PP große Investitionen in neue Technologien ankündigt.
Die politische Bühne Spaniens konzentriert sich derzeit auf zwei Prozesse: den Start des Wahlkampfs in der Region Kastilien und León und den tiefgreifenden Umbau der Führungsspitze der Linken. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez und der Oppositionsführer der Volkspartei (PP), Alberto Núñez Feijóo, haben sich in regionale Kundgebungen eingebracht und präsentieren dabei extrem unterschiedliche Visionen für die Entwicklung des Landes. Kastilien und León ist zum Testgelände für neue soziale und wirtschaftliche Versprechen geworden. Der sozialistische Kandidat (PSOE), Luis Tudanca (in Artikeln vertreten durch den aktiven Wahlkämpfer Carlos Martínez), schlägt mutige Schritte vor, wie etwa eine Nullquote für Selbstständige in den ersten zwei Betriebsjahren, um die lokale Unternehmerschaft zu stimulieren. Der amtierende Regionalpräsident der PP, Alfonso Fernández Mañueco, konzentriert sich hingegen auf Innovationen und verspricht die Schaffung von 8.000 Arbeitsplätzen im Technologiesektor. Feijóo, der die lokalen Strukturen unterstützt, warnt deutlich vor einer Zersplitterung der Stimmen zwischen PP und der rechtspopulistischen Partei Vox und weist darauf hin, dass nur eine Konsolidierung um die traditionelle Rechte stabile Regierungen garantiere. Das politische System Spaniens durchläuft seit Jahren einen Wandel vom Zweiparteienmodell hin zu einem Mehrparteiensystem, was die Hauptkräfte zwingt, schwierige Koalitionen mit kleineren regionalen und ideologischen Gruppierungen einzugehen. Die Lage der Linken wurde kompliziert, nachdem Sumar seine bisherige Führungsfigur als Gesicht der zukünftigen Kampagne verloren hat. Yolanda Díaz hatte nämlich erklärt, nicht erneut als Hauptkandidatin der Formation antreten zu wollen. Infolge dieser Entscheidung begann innerhalb der linken Koalition ein Tauziehen um Namen, doch potenzielle Nachfolger wie Ernest Urtasun oder Pablo Bustinduy lehnen öffentlich Vorschläge ab, das Erbe der Vizepremierministerin anzutreten. Urtasun betonte, dass derzeit der Aufbau von Begeisterung für das Programm Priorität habe und nicht persönliche Streitigkeiten um die Führung. „Lo importante ahora es ilusionar, el debate de los liderazgos vendrá después” (Wichtig ist jetzt, Begeisterung zu wecken, die Debatte über die Führungsposten kommt später.) — Ernest Urtasun Diese Situation ruft bei der progressiven Wählerschaft Besorgnis hervor, die eine Zersplitterung und den Verlust von Einfluss auf die Zentralregierung in Madrid befürchtet.
Perspektywy mediów: Linke Medien heben die ambitionierten Sozialprogramme von PSOE und Sumar hervor und betonen die Notwendigkeit einer ideellen Erneuerung ohne Fokussierung auf konkrete Führungspersonen. Konservative Presse wirft der Linken personelles Chaos und die Flucht der Minister vor Verantwortung vor und fördert gleichzeitig die PP als einzige stabile Kraft.
Mentioned People
- Yolanda Díaz — Vizepräsidentin der spanischen Regierung und Führerin von Sumar, die ihren Verzicht auf die Rolle als Gesicht der zukünftigen Wahlliste ankündigte.
- Alberto Núñez Feijóo — Vorsitzender der Volkspartei (PP), Oppositionsführer in Spanien.
- Ernest Urtasun — Kulturminister Spaniens, Politiker von Sumar, der eine Übernahme der Führung nach Díaz ausschloss.
- Alfonso Fernández Mañueco — Präsident der Autonomen Gemeinschaft Kastilien und León, der sich um eine Wiederwahl bemüht.