Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo hat der französische Choreograf Benoît Richaud die Aufmerksamkeit der Medien und Fans auf sich gezogen. Der Eiskunstlauf-Experte betreut eine Rekordzahl von sechzehn Athleten, die insgesamt dreizehn verschiedene Länder vertreten. Videos, die seine blitzschnellen Wechsel der Nationaljacken am Rande der Eisfläche dokumentieren, wurden zu einem weltweiten Phänomen und machen den Trainer zu einer fast ebenso bunten Figur wie die Sportler selbst, die um Medaillen kämpfen.

Rekordzahl an Vertretungen

Benoît Richaud trainiert 16 Sportler, die 13 Länder bei den laufenden Olympischen Spielen vertreten.

Blitzschnelle Kleiderwechsel

Aufnahmen zeigen den Trainer, wie er die Nationaljacken in 12 bis 14 Sekunden direkt an der Eisfläche wechselt.

Star der sozialen Medien

Dank seiner Mobilität und zahlreichen Verkleidungen ist Richaud zu einem der beliebtesten Memes der diesjährigen Spiele geworden.

Der Franzose Benoît Richaud ist zum unerwarteten Star der laufenden Olympischen Winterspiele geworden. Als renommierter Choreograf und Trainer des Eiskunstlaufs hat er sich einer beispiellosen logistischen Herausforderung gestellt. Er unterstützt direkt sechzehn Sportler, die in den Farben von dreizehn nationalen Verbänden antreten. Der Umfang seines Engagements erforderte die Entwicklung eines einzigartigen Arbeitsystems direkt an der Bande. Das größte Interesse erregten Videoaufnahmen, die zeigen, wie Richaud in extrem kurzer Zeit die Repräsentationsjacken wechselt. Der Rekord-Kleiderwechsel dauerte nur 12–14 Sekunden. Der Franzose muss es schaffen, die Farben eines Landes abzulegen und das Trikot des nächsten anzuziehen, bevor sein nächster Schützling seinen Auftritt beginnt. Die Medien nennen ihn „Mann mit tausend Gesichtern” oder „olympischen Transformisten”. Der Betroffene selbst begegnet seiner Popularität mit Distanz und scherzt, er fühle sich wie während der Mailänder Modewoche. Der moderne Eiskunstlauf stützt sich zunehmend auf die Dienste unabhängiger Choreografen, die Programme für Sportler aus verschiedenen Ländern vorbereiten, was das alte System mit einem Trainer, der einer bestimmten Nationalmannschaft zugeordnet war, ersetzt. Die Arbeit Richauds ist nicht nur ein Medienspektakel, sondern vor allem technischer Professionalismus. Sein Ansatz stellt sicher, dass trotz der Betreuung vieler Läufer jeder seinen individuellen Stil und den einzigartigen Charakter der präsentierten Choreografie bewahrt. Diese Herausforderung erfordert von ihm nicht nur eine perfekte Kenntnis der Vorschriften vieler Länder, sondern auch unerschöpfliche Energie, da Eiskunstlaufwettbewerbe oft viele Stunden am Tag ohne Pause dauern. „Ich fühle mich, als würde ich an der Milano Fashion Week teilnehmen, weil ich die Nationalfarben innerhalb weniger Sekunden zwischen den Starts meiner Schützlinge wechseln muss.” — Benoît Richaud Dieses Phänomen wirft ein neues Licht auf die Globalisierung im Wintersport, wo ein Experte das Schlüsselelement für den Erfolg vieler konkurrierender Mannschaften sein kann. Der Erfolg Richauds in den sozialen Medien zeigt auch, wie sehr die Fans die Kulissen der Trainingsarbeit schätzen, die selten so anschaulich beschrieben werden.

Mentioned People

  • Benoît Richaud — Französischer Trainer und Choreograf für Eiskunstlauf, der durch die Zusammenarbeit mit dreizehn Nationalmannschaften bekannt wurde.