Die italienische Biathletin Rebecca Passler ist während der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 zu offiziellen Trainingseinheiten zurückgekehrt. Die Athletin war zuvor wegen des Verdachts auf Doping gesperrt worden, hat jedoch erfolgreich gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Obwohl Passler ihre Vorbereitungen in Antholz-Anterselva wieder aufgenommen hat und auf einen Einsatz in der Staffel am Mittwoch hofft, deuten jüngste Berichte des Trainerstabs auf Unsicherheiten bezüglich ihrer körperlichen Verfassung hin.

Erfolgreiche Berufung der Athletin

Die Biathletin Rebecca Passler gewann den Fall vor einem Sportgericht, nachdem sie wegen Dopings durch verunreinigte Nutella angeklagt worden war.

Rückkehr zum offiziellen Training

Am Montag, dem 16. Februar, nahm die Italienerin das Training in der technischen Basis Antholz-Anterselva wieder auf und bereitete sich auf den Start in der Frauenstaffel vor.

Ungewisser Start in der Staffel

Jüngste Berichte vom 17. Februar deuten auf das Risiko einer Nichtnominierung der Athletin für den Kader hin, aufgrund von Konditionsdefiziten nach der Pause.

Die italienische Skilangläuferin und Biathletin Rebecca Passler ist nach einer turbulenten Phase im Zusammenhang mit Vorwürfen der Verletzung von Anti-Doping-Bestimmungen zum olympischen Trainingslager zurückgekehrt. Die 24-jährige Athletin konnte vor einem prestigeträchtigen Sportgericht ihre Unschuld beweisen, indem sie argumentierte, dass das positive Testergebnis auf den Verzehr von verunreinigtem Nutella-Aufstrich zurückzuführen sei. Laut den Erklärungen der Sportlerin soll das Produkt durch ein Krebsmedikament kontaminiert worden sein, das von einer Person in ihrem Umfeld verwendet wurde. Nach erfolgreicher Behandlung ihres Einspruchs schloss sich Passler ihren Teamkolleginnen im Stadion in Antholz an, wo sie am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit absolvierte und sich auf das Schießen konzentrierte. Die Geschichte des Biathlons kennt bereits Fälle von verunreinigten Lebensmitteln, die zu ungerechtfertigten Sperren führten. Im Jahr 2017 brachten Sportler aus verschiedenen Disziplinen ähnliche Argumente vor, was zu einer Verschärfung der Überprüfungsverfahren durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) führte. Trotz des grünen Lichts von den Rechtsorganen bleibt die sportliche Situation der Biathletin kompliziert. Trainer Klaus Hoellrigl äußerte öffentlich Zweifel an ihrer aktuellen Form und wies darauf hin, dass die erzwungene Pause Passler die Durchführung eines vollständigen Trainingsplans unmöglich gemacht habe. Obwohl ursprünglich spekuliert wurde, dass die Athletin ein Schlüsselelement der für Mittwoch, den 18. Februar, geplanten Frauenstaffel sein würde, deuten jüngste Berichte vom 17. Februar darauf hin, dass sie möglicherweise letztendlich nicht für den Startkader nominiert wird. Diese Entscheidung wird nach einer Überprüfung ihrer körperlichen Fitness in den letzten Einheiten vor dem Wettkampf getroffen. Für die junge Italienerin wäre ein Startausfall ein schwerer Schlag, da die Staffel der einzige verbleibende Wettbewerb ist, an dem sie bei diesen Spielen teilnehmen könnte. „Rebecca konnte nicht trainieren, daher muss ihr Zustand überprüft werden, bevor eine endgültige Entscheidung über ihren Start getroffen wird.” — Klaus Hoellrigl Der Fall Passler hat in Italien eine breite Diskussion über den Schutz des Images von Sportlern angesichts ungerechtfertigter Vorwürfe ausgelöst. Der Präsident des italienischen Wintersportverbands (FISI), Flavio Roda, unterstützte die Athletin von Anfang an und betonte ihre Integrität. Obwohl der moralische Sieg vor Gericht eine Tatsache ist, geht der Kampf um die Rückkehr an die Spitze des olympischen Wettbewerbs weiter. Die Fans erwarten mit Unruhe die endgültige Startliste, die entscheiden wird, ob die Biathletin vor heimischem Publikum in Anterselva die Chance auf Medaillen erhält.

Mentioned People

  • Rebecca Passler — Italienische Biathletin, die kurz vor dem Start bei den Spielen von Dopingvorwürfen freigesprochen wurde.
  • Klaus Hoellrigl — Kapitän und Trainer der italienischen Biathlon-Nationalmannschaft, der Entscheidungen über die Staffelbesetzung trifft.
  • Flavio Roda — Präsident des Italienischen Wintersportverbands (FISI).