Die Ereignisse im Nahen Osten haben zu einer scharfen Spaltung auf der internationalen Bühne geführt. Die USA und Israel verteidigen ihre Luftoffensive gegen den Iran als präventive Maßnahmen, während Russland, China und einige europäische Verbündete tiefe Skepsis oder Verurteilung äußern. Der Iran, der die Angreifer der Kriegsverbrechen bezichtigt, fordert ein Eingreifen des UN-Sicherheitsrates und warnt gleichzeitig vor seiner Bereitschaft zur Vergeltung mit Langstreckenraketen. Die Lage bleibt äußerst angespannt.

Gefecht im Sicherheitsrat

Die USA und Israel verteidigen die Luftangriffe als notwendige präventive Verteidigung, während der Iran sie vor der UNO der Kriegsverbrechen bezichtigt.

Spaltung unter Verbündeten

EU-Länder, darunter Spanien und Frankreich, distanzieren sich von dem Angriff und verweisen auf dessen Illegalität und das Eskalationsrisiko.

Drohung mit iranischer Vergeltung

Teheran warnt vor dem Einsatz von Langstreckenraketen, was Besorgnis über die Sicherheit Südeuropas weckt.

Der von den Streitkräften der Vereinigten Staaten und Israels auf Ziele im Iran durchgeführte Angriff löste eine heftige diplomatische Reaktion aus und verlagerte das Gewicht des Konflikts nach New York. Während einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates argumentierten die Botschafter der USA und Israels, dass die Schläge notwendig gewesen seien, um das iranische Atomprogramm und die destabilisierenden Aktivitäten Teherans in der Region einzudämmen. Die iranische Seite bezeichnete diese Aktionen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit” und rief die internationale Gemeinschaft auf, die Aggression zu stoppen, wobei sie sich auf das Recht zur legitimen Verteidigung berief. Russland und China verurteilten die Operation eindeutig und warfen Washington vor, Scheinverhandlungen als Deckmantel für Militäraktionen zu nutzen. Moskau nannte den Angriff „unprovozierte Aggression”, was den bereits bestehenden Riss im globalen Kräftegefüge vertieft. Die Europäische Union zeigt sich derweil sehr vorsichtig. Josep Borrell, der Chef der EU-Diplomatie, räumte ein, dass zwar niemand um das Schicksal des iranischen Regimes trauern werde, der Angriff selbst aber illegal sei und eine schwerwiegende Verletzung internationaler Normen darstelle. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verwendete noch schärfere Worte und bezeichnete den Schlag als „atropello” (Rechtsverletzung), die weder der Region noch der Welt etwas Gutes bringen werde. Die Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen sind seit der Islamischen Revolution 1979 angespannt, und die Frage des iranischen Atomprogramms ist seit über zwei Jahrzehnten Gegenstand von Streitigkeiten im UN-Sicherheitsrat. In Europa bemühen sich die Führer von Ländern wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien um ein schwieriges diplomatisches Spiel. Einerseits bekunden sie Solidarität mit den strategischen Zielen der USA, andererseits distanzieren sie sich kategorisch von einer Beteiligung an der Operation selbst, aus Angst vor einem vollständigen Ausbruch des Konflikts. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni führte intensive Konsultationen mit den Führern der Golfstaaten durch und drückte Solidarität mit den Ländern aus, die in eine Gewaltspirale hineingezogen werden könnten. Die Situation hat auch eine gesellschaftliche Dimension, wie zahlreiche Demonstrationen vor dem Weißen Haus und in New York zeigten, wo Protestierende ein Ende der weiteren Eskalation forderten. „Ningún demócrata va a llorar sobre la muerte del régimen iraní, pero eso no justifica este ataque ilegal.” (Kein Demokrat wird über den Tod des iranischen Regimes weinen, aber das rechtfertigt diesen illegalen Angriff nicht.) — Josep Borrell Fragen der inneren Sicherheit sind in den europäischen Hauptstädten zur Priorität geworden. In Rom wurde die Alarmbereitschaft der Sicherheitskräfte erhöht. Militärexperten warnen, dass eine mögliche Vergeltung Teherans auch europäisches Territorium erreichen könnte. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Soumar-Raketen, deren Reichweite von schätzungsweise 3000 Kilometern theoretisch Ziele im Süden des Kontinents treffen kann. Obwohl Japan und die G7-Gruppe eine enge Zusammenarbeit zur Eindämmung der iranischen Atomambitionen bekräftigten, stellt das Fehlen einer einheitlichen Haltung bezüglich der Methoden zu ihrer Eindämmung die Welt vor die Gefahr eines neuen großen Krieges im Nahen Osten.

Perspektywy mediów: Spanische und einige französische Medien konzentrieren sich auf die Verletzung des Völkerrechts und die Kritik am Unilateralismus der USA. Amerikanische sowie einige italienische Medien betonen die Notwendigkeit der Deeskalation und die Verteidigung von Verbündeten vor der iranischen Bedrohung.

Mentioned People

  • Josep Borrell — Der Chef der EU-Diplomatie, der die Angriffe trotz einer kritischen Haltung gegenüber dem Regime im Iran verurteilte.
  • Pedro Sánchez — Der spanische Ministerpräsident, scharfer Kritiker des unilateralen Angriffs Israels und der USA.
  • Giorgia Meloni — Die italienische Ministerpräsidentin, die Gespräche über Deeskalation mit europäischen und arabischen Führern führt.