Eine 35-jährige Staatsbürgerin der Elfenbeinküste hat den Zugchef eines Intercity-Express angegriffen, nachdem sich ihr Fahrschein als für diese Strecke ungültig erwies. Während der Fahrt schlug die Frau den Mitarbeiter mit der Faust in den Bauch, wodurch er seinen Dienst unterbrechen musste. Der Vorfall ereignete sich zwischen Wolfsburg und Stendal. Die Bundespolizei nahm die Täterin fest, und etwa 100 Passagiere mussten den Zug verlassen, der anschließend abgestellt wurde. Die Staatsanwaltschaft erhob gegen die Frau Anklage wegen Körperverletzung, Erschleichens von Leistungen, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Das Ereignis unterstreicht das wachsende Problem der Gewalt gegen Personal der Deutschen Bahn.
Angriff wegen ungültigem Fahrschein
Während einer routinemäßigen Fahrkartenkontrolle im ICE auf der Strecke Dortmund-Berlin stellte sich heraus, dass eine 35-jährige Passagierin einen Fahrschein besaß, der nur für Regionalverkehr gültig war und in Fernzügen nicht anerkannt wird. Die Frau ignorierte die Aufforderung, den Zug am Bahnhof in Wolfsburg zu verlassen, und nach der Wiederaufnahme der Fahrt griff sie den Zugchef gezielt an, indem sie ihm einen starken Faustschlag in den Bauch versetzte.
Evakuierung der Passagiere und Abstellung des Zuges
Aufgrund der Verletzungen des Mitarbeiters, der seine Pflichten nicht weiter erfüllen konnte, wurde der Zug in Stendal angehalten. Vor Ort griff die Bundespolizei ein und nahm die Angreiferin fest. Etwa 100 Reisende mussten die Waggons verlassen, und der Zug wurde aus dem Verkehr gezogen und abgestellt. Die Reisenden kamen verspätet in Berlin an, nachdem sie andere Verkehrsmittel genutzt hatten.
Staatsanwaltschaftliche Anklagen und Sicherheitskontext
Die Staatsanwaltschaft in Stendal erhob gegen die Frau Anklage wegen Körperverletzung, Erschleichens von Leistungen, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Dieser Vorfall fügt sich in einen besorgniserregenden Trend der steigenden Anzahl von Angriffen auf Personal der Deutschen Bahn ein. Im Jahr 2023 wurden über 3000 Fälle körperlicher Gewalt gegen Bahnbeschäftigte registriert, was Gewerkschaften veranlasst, eine Stärkung des Schutzes zu fordern.
Reaktionen und öffentliche Diskussion
Der Fall löste ein breites Medien- und Politikecho aus und befeuerte die Debatte über Sicherheit im öffentlichen Verkehr. Die Eisenbahnergewerkschaften drängen auf die Einführung zusätzlicher Maßnahmen wie eine Erhöhung der Anzahl von Schutzbeamten und die Ausstattung von Schaffnern mit Bodycams. Die Führung der Deutschen Bahn kündigte eine Überprüfung der Verfahren an, doch der Umfang der Operationen erschwert eine umfassende Überwachung.
Zu einem schwerwiegenden Vorfall kam es im Intercity-Express auf der Strecke Dortmund–Berlin, wo eine 35-jährige Passagierin, Staatsbürgerin der Elfenbeinküste, ein Mitglied des Bordpersonals körperlich angriff. Bei einer Fahrkartenkontrolle wurde festgestellt, dass die Frau lediglich einen Fahrschein für Regionalverkehr besaß, der für eine Fernreise mit dem ICE nicht gültig war. Trotz der Aufforderung, den Zug am Bahnhof in Wolfsburg zu verlassen, blieb die Frau an Bord. Als der Zug weiterfuhr, eskalierte der Konflikt. Zeugenaussagen und Polizeiberichten zufolge schlug die Passagierin den Zugchef absichtlich mit der Faust in den Bauch und verursachte ihm erhebliche Verletzungen, die ihn an der weiteren Ausübung seiner Dienstpflichten hinderten. In der Folge wurde der Zug in Stendal angehalten, und Beamte der Bundespolizei wurden zum Ort gerufen. Die Polizisten nahmen die Angreiferin fest, und etwa hundert Reisende mussten aus den Waggons evakuiert werden. Der Zug selbst wurde anschließend abgestellt und aus dem weiteren Verkehr gezogen, was zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Passagiere führte, die verspätet mit anderen Verkehrsmitteln in Berlin ankamen. Die Staatsanwaltschaft Stendal erhob gegen die Frau Anklage wegen Körperverletzung, Erschleichens von Leistungen, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Diese Taten werden von Amts wegen verfolgt, und die Täterin muss mit einer strengen Strafe rechnen. Das Problem der Aggression gegen Bahnpersonal in Deutschland verschärft sich seit Jahren. Bereits im vorherigen Jahrzehnt wurden jährlich Hunderte von Vorfällen registriert, aber nach 2020 ist ihre Zahl sprunghaft angestiegen. Begünstigende Faktoren für dieses Phänomen sind unter anderem erhöhte gesellschaftliche Frustration nach der Pandemie, mentale Probleme bei einigen Reisenden und allgemeine Spannungen im öffentlichen Raum. Gewerkschaften warnen seit langem vor unzureichenden Schutzmaßnahmen für Schaffner und Zugchefs. Das Ereignis im Zug bei Stendal ist kein Einzelfall, sondern Teil eines alarmierenden Trends. Laut Statistiken der Deutschen Bahn wurden allein im Jahr 2023 über dreitausend Fälle körperlicher Gewalt gegen Bahnbeschäftigte registriert. Diese Zahl umfasst sowohl kleinere Belästigungen als auch schwere Körperverletzungen, von denen einige tragische Folgen hatten. In den letzten Jahren berichteten Medien unter anderem über eine tödliche Prügelei eines Fahrscheinkontrolleurs in Rheinland-Pfalz, was eine bundesweite Debatte über Sicherheit auslöste. Gewerkschaften wie EVG und GDL fordern zunehmend lautstark radikale Veränderungen. Die Forderungen der Gewerkschafter umfassen unter anderem eine Erhöhung der Anzahl von Schutzstreifen auf Bahnhöfen und in Zügen, die Ausstattung des Bordpersonals mit Bodycams sowie eine Verschärfung der Strafen für Angreifer. Vertreter der Deutsche Bahn räumen ein, dass das Problem ernst ist und kündigen eine Überprüfung der Sicherheitsverfahren an. Experten weisen jedoch auf praktische Schwierigkeiten beim Schutz Tausender täglicher Verbindungen hin, die sowohl Fern- als auch Regionalzüge bedienen. Der Umfang der Operationen der Deutschen Bahn macht eine vollständige Sicherung jedes Zuges zu einer logistischen und finanziellen Herausforderung. Die öffentliche Diskussion nach dem Vorfall konzentriert sich nicht nur auf Sicherheitsfragen, sondern auch auf die gesellschaftlichen Ursachen von Aggression. In Kommentaren werden Stimmen laut, die eine verstärkte Aufklärung über Reisebestimmungen sowie eine bessere Identifizierung und Unterstützung für Personen mit Verhaltensstörungen fordern. Das Ereignis im ICE erinnert auch an die grundlegende Verantwortung jedes Passagiers, ein gültiges Reisedokument zu besitzen. Der Angriff auf den Zugchef, ausgeführt aus einem trivialen Grund, wurde zu einem symbolischen Beispiel für die Eskalation eines Konflikts, der unter normalen Umständen mit der Entfernung der Person ohne Fahrschein aus dem Zug und der Verhängung eines Bußgeldes hätte enden sollen. „Eine 35-Jährige hatte Polizeiangaben zufolge den Zugchef mit der Faust angegriffen, weil sie wegen eines ungültigen Fahrscheins den Zug verlassen sollte.” — Sprecher der Bundespolizei Der Vorfall offenbarte auch gewisse Schwächen im Reaktionssystem. Obwohl der Zug in Stendal angehalten und die Täterin sofort festgenommen wurde, zeigten die Evakuierung von hundert Personen und die Notwendigkeit, für sie alternativen Transport zu organisieren, wie ein einzelner Akt der Aggression die Arbeit eines gesamten Verkehrsknotenpunkts destabilisieren kann. Langfristig könnte die Lösung des Problems nicht nur Repression, sondern auch präventive Maßnahmen erfordern, wie eine bessere Kennzeichnung der Regeln, eine erhöhte Sichtbarkeit des Schutzes und Sozialkampagnen, die Respekt gegenüber Servicepersonal fördern.
Mentioned People
- 35-letnia obywatelka Wybrzeża Kości Słoniowej — Passagierin des ICE-Zuges, die den Zugchef wegen eines ungültigen Regionalfahrscheins angriff.