Die Lage an der pakistanisch-afghanischen Grenze verschlechtert sich rapide nach dem angeblichen Abschuss eines pakistanischen Militärflugzeugs über DŰalalabad. Kabul gab die Gefangennahme des Piloten bekannt, was Islamabad kategorisch bestreitet. Im Hintergrund laufen intensive diplomatische Bemühungen Chinas und der USA, um einen umfassenden Krieg in einer ohnehin durch Terrorismus und Streitigkeiten über die Durand-Linie stark destabilisierten Region zu verhindern.

Abschuss eines pakistanischen Flugzeugs

Afghanistan behauptet, einen pakistanischen Jet über DŰalalabad abgeschossen und den Piloten gefangen genommen zu haben, was Pakistan entschieden bestreitet.

Unterstützung der Vereinigten Staaten

Washington hat offiziell seine Unterstützung für Pakistan bei seinen Maßnahmen zur Verteidigung seines Territoriums gegen Terrorismus bestätigt.

Chinesische Vermittlung in der Region

Peking hat sich aktiv in diplomatische Gespräche eingeschaltet, um die Spannungen zwischen der Regierung in Islamabad und den Taliban zu entschärfen.

Die Beziehungen zwischen Pakistan und der in Afghanistan regierenden Taliban-Bewegung haben nach einer Reihe bewaffneter Vorfälle in der Nähe von DŰalalabad einen kritischen Punkt erreicht. Die afghanischen Behörden informierten über den Abschuss eines pakistanischen Kampfjets und die Festnahme seines Piloten, was zum Auslöser einer neuen Welle von Spannungen wurde. Die pakistanische Seite bestreitet offiziell den Verlust der Maschine und bezeichnet die Berichte aus Kabul als "völlig falsch". Die Grenzkämpfe nehmen an Intensität zu, und Islamabad berichtet über die Ausschaltung von mehr als 330 Taliban-Kämpfern in jüngsten Vergeltungsoperationen. Die Vereinigten Staaten unterstützten eindeutig das Recht Pakistans auf Selbstverteidigung gegen terroristische Angriffe, was einige Analysten als Versuch sehen, den Verbündeten in der Region zu stabilisieren. Gleichzeitig übernahm die Volksrepublik China die Rolle eines Vermittlers und strebt durch direkte Treffen des Botschafters mit pakistanischen Entscheidungsträgern eine Deeskalation an. Die Situation wird dadurch kompliziert, dass sich beide Staaten seit Jahrzehnten über die Durand-Linie streiten, die die Afghanen nicht als legale Staatsgrenze anerkennen. Die Beziehungen der beiden Nachbarn sind seit der Gründung Pakistans im Jahr 1947 angespannt. Kabul erhebt Anspruch auf von Paschtunen bewohnte Gebiete auf beiden Seiten der Grenze, was diese Region zu einem der gefährlichsten Brennpunkte Zentralasiens macht. Experten warnen, dass ein umfassender Krieg im Interesse keiner der Seiten liegt, doch die Dynamik der Kämpfe am Eingang zu DŰalalabad könnte außer Kontrolle geraten. Die Europäische Union rief ebenfalls zur Zurückhaltung auf, aus Sorge vor einer neuen Migrationswelle und Destabilisierung benachbarter Nuklearstaaten. Explosionen, die am Samstagmorgen in der Stadt zu hören waren, bestätigen, dass trotz diplomatischer Bemühungen die militärischen Aktivitäten fortgesetzt werden. „We support Pakistan’s right to defend itself against terrorism, while urging both sides to avoid escalation and protect civilian lives.” — Sprecher des US-Außenministeriums, der sich zum Recht Pakistans auf Verteidigung äußert. Ein weiterer Zündstoff für die aktuelle Konfliktphase ist die Frage der Unterstützung für die Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP), die laut Islamabad sicheren Unterschlupf auf afghanischem Territorium findet. Die Taliban ihrerseits beschuldigen Pakistan der Verletzung ihrer Luftraumhoheit. Dieses gegenseitige Misstrauen führt dazu, dass jeder Funke, wie der Vorfall mit dem Flugzeug, zu tragischen militärischen Auseinandersetzungen im Herzen Asiens führen könnte.

Perspektywy mediów: Westliche Medien betonen oft das Recht Pakistans auf Verteidigung gegen aus Afghanistan unterstützten Terrorismus. Analysen aus der Region weisen auf die aggressive Haltung Pakistans und die Verletzung der afghanischen Souveränität durch Luftangriffe hin.

Mentioned People

  • Matthew Miller — Sprecher des US-Außenministeriums, der sich zum Recht Pakistans auf Verteidigung äußert.