Eine Serie dramatischer Ereignisse hat den alpinen Skiweltcup erschüttert. Bei einem Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen verunglückte der Finne Elian Lehto schwer und wurde in kritischem Zustand auf die Intensivstation eingeliefert. Auch der deutsche Vertreter Luis Vogt hatte Pech – ein Kreuzbandriss schloss ihn für den Rest der Saison aus. Unterdessen erreichte Sofia Goggia im andorranischen Soldeu das Podest in der Abfahrt.
Unfall von Elian Lehto
Der finnische Skifahrer erlitt bei einem Training auf der Kandahar-Piste einen schweren Unfall und befindet sich auf der Intensivstation.
Saisonende für Luis Vogt
Der deutsche Vertreter erlitt einen Kreuzbandriss kurz vor den Wettkämpfen in Garmisch-Partenkirchen.
Podestplatz für Sofia Goggia
Die Italienerin belegte den dritten Platz in der Abfahrt im andorranischen Soldeu und setzte damit die gute Serie der italienischen Mannschaft fort.
Probleme von Federica Brignone
Die italienische Athletin kämpft mit chronischen Schmerzen und spricht offen über ein mögliches Ende ihrer Sportkarriere.
Die letzten Tage im alpinen Skiweltcup standen im Zeichen tragischer Unfälle und schmerzhafter Kaderentscheidungen. Der schwerste Vorfall ereignete sich auf der legendären Kandahar-Piste in Garmisch-Partenkirchen. Während des offiziellen Abfahrtstrainings verlor der finnische Sportler Elian Lehto die Kontrolle über seine Skier und prallte mit hoher Geschwindigkeit in die Sicherheitsnetze. Der Athlet wurde sofort per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, wo Ärzte entschieden, ihn auf die Intensivstation zu verlegen. Der Zustand des Finnen wird als schwer beschrieben, was eine Debatte über die Sicherheit auf den schwierigsten Pisten der Welt auslöste. Ein weiterer Schlag für die Skiszene ist die Verletzung von Luis Vogt. Der deutsche Abfahrer, der große Hoffnungen in seinen Heimstart gesetzt hatte, erlitt einen Kreuzbandriss im Knie. Diese Diagnose bedeutet für ihn ein sofortiges Ende der Starts im laufenden Zyklus. Der Rückzug aus der weiteren Karriere nach Saisonende wird auch von einem bekannten deutschen Rekordhalter in den Abfahrten nahegelegt, was einen Generationswechsel im Kader unserer westlichen Nachbarn ankündigen könnte. Unterdessen herrscht im Skispringen nach den Spielen Stillstand – deutsche Athletinnen und Athleten konnten in den letzten Wettkämpfen kein Podest erreichen. Die Kandahar-Piste in Garmisch-Partenkirchen gilt als eine der technisch anspruchsvollsten im FIS-Kalender, geprägt von extremem Gefälle und zahlreichen Vereisungen. Ein Lichtblick der letzten Wettkämpfe waren die Auftritte der weiblichen Elite in Soldeu. Die Italienerin Sofia Goggia belegte den dritten Platz in der Abfahrt und bestätigte damit ihre gute Form trotz gesundheitlicher Probleme im Team. Zu einem Start im Super-G entschied sich Federica Brignone zurückzukehren, obwohl ihre Äußerungen durch ihre Offenheit schockieren. Die Meisterin gab zu, dass jeder Tag für sie eine Qual aufgrund der Schmerzen sei und eine vollständige Genesung unmöglich, was sie ebenfalls zum Nachdenken über ein sportliches Karriereende bewegt. „Ogni giorno è una tortura. Non guarirò mai completamente.” (Jeder Tag ist eine Qual. Ich werde nie vollständig genesen.) — Federica Brignone
Mentioned People
- Elian Lehto — Finnischer Alpinskifahrer, der nach einem Unfall in Garmisch auf die Intensivstation kam.
- Luis Vogt — Deutscher Alpinskifahrer, beendete die Saison aufgrund einer Knieverletzung.
- Sofia Goggia — Erfolgreiche italienische Alpinskifahrerin, Gewinnerin des dritten Platzes in Soldeu.
- Federica Brignone — Italienische Alpinskifahrerin, die über einen Rücktritt aufgrund von Schmerzen nachdenkt.