Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sagt voraus, dass die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD den regulären Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anheben wird. Diese Entscheidung sei durch die Notwendigkeit diktiert, ein riesiges Loch im Bundeshaushalt zu stopfen, das für die Jahre 2027–2029 auf über 130 Milliarden Euro geschätzt wird. Obwohl die Politiker ihre roten Linien gezogen haben, würden sie nach Ansicht des Experten den einfachsten fiskalischen Weg wählen.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, warnt vor einer bevorstehenden Novellierung der Steuerpolitik in Deutschland. Seinen Prognosen zufolge wird die regierende schwarz-rote Koalition beschließen, den regulären Satz der Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte anzuheben. Das würde einen Anstieg von derzeit 19 Prozent auf 21 Prozent bedeuten, was der Staatskasse zusätzliche 30 Milliarden Euro pro Jahr einbringen soll. Fratzscher argumentiert, dass ein solcher Schritt für die Politiker ein „bequemer Ausweg“ angesichts der wachsenden finanziellen Probleme des Staates sei. Im Jahr 2007 erhöhte die Regierung von Angela Merkel die Mehrwertsteuer historisch von 16 auf 19 Prozent, was zu einem der wichtigsten Wendepunkte in der deutschen Fiskalpolitik nach der Wiedervereinigung wurde.Hauptmotiv für die geplanten Änderungen ist eine gewaltige Lücke im Bundeshaushalt, die im Zeitraum von 2027 bis 2029 über 130 Milliarden Euro betragen soll. Der Experte weist darauf hin, dass beide Koalitionsparteien ihre unüberschreitbaren Grenzen abgesteckt haben und in anderen Bereichen keine Kompromissbereitschaft zeigen, was eine allgemeine Steuererhöhung zum wahrscheinlichsten Szenario macht. Wichtig ist, dass das Jahr 2026 mit einer Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomiebranche begann, doch nach Fratzscher war dies nur eine Ausnahme, die den allgemeinen Aufwärtstrend nicht umkehren wird. <kluczowa-liczba wartość=