Der diesjährige Februar bringt Wetteranomalien mit sich, die Allergiker direkt treffen. In Berlin und vielen Regionen Deutschlands nähern sich die Temperaturen 20 Grad Celsius, was einen rekordfrühzeitigen Start der Baumpollen-Saison verursacht hat. Experten warnen vor einer verstärkten Aggressivität der Pollen, die durch Pflanzenstress ausgelöst wird, sowie vor dem Problem der Frühjahrsmüdigkeit, das eine immer breitere Bevölkerungsgruppe in Mitteleuropa betrifft.

Rekordfrühzeitiger Start der Saison

Hohe Temperaturen im Februar haben dazu geführt, dass die Pollensaison in Deutschland und Berlin viel früher als in den Vorjahren begann.

Aggressivität der Pollen nimmt zu

Pflanzenstress im Zusammenhang mit Klimaveränderungen führt dazu, dass Pollen toxischer werden und bei Allergikern stärkere Reaktionen auslösen.

Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit

Ärzte bestätigen die Existenz der Frühjahrsmüdigkeit und empfehlen Spaziergänge als Methode zur Beschleunigung der Anpassung des Körpers.

Deutschland kämpft mit einem plötzlichen und verfrühten Pollenflug, der eine direkte Folge von Temperaturanomalien Ende Februar ist. In der deutschen Hauptstadt und Brandenburg erreichten die Temperaturen fast 20 Grad Celsius, was die Winterruhe der Vegetation unterbrochen hat. Medizinische Experten stellen fest, dass die pollenfreie Zeit immer kürzer wird und die Winterpause in einigen Regionen fast verschwunden ist. Dieses Phänomen wird durch den sogenannten Klimastress verstärkt, der dazu führt, dass Pflanzen als Reaktion auf schwierige Umweltbedingungen Pollen mit einem deutlich stärkeren allergenen Potenzial produzieren. Allergologen betonen, dass Patienten die ersten Symptome des Heuschnupfens oft mit einer gewöhnlichen Erkältung verwechseln, was die Einleitung der richtigen Behandlung verzögert. Aerobiologische Studien zeigen, dass sich die Pollensaison in Europa in den letzten drei Jahrzehnten durchschnittlich um 10 Tage verlängert hat, was Wissenschaftler mit der globalen Erwärmung und dem Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre in Verbindung bringen. Gleichzeitig warnen Ärzte neben Atemwegsproblemen vor dem zunehmenden Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit. Fachleute aus der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde weisen darauf hin, dass die plötzliche Veränderung des Licht- und Temperaturzyklus den Körper zu einer schnellen hormonellen Umstellung zwingt, was für viele Menschen in chronischer Müdigkeit endet. Es wird empfohlen, trotz Schwäche körperliche Aktivität nicht zu vermeiden, da Spaziergänge bei hohen Temperaturen helfen können, den Biorhythmus schneller zu regulieren. Man sollte jedoch bedenken, dass hohe Temperaturen im Februar trügerisch sind – für die Natur bedeuten sie eine verfrühte Vegetation, die durch eventuelle Fröste im März zerstört werden kann. Diese Situation betrifft derzeit Millionen von Einwohnern Deutschlands, wo Allergien als Zivilisationskrankheit von enormem Ausmaß gelten. „Wer frühjahrsmüde ist, sollte jetzt spazieren” — Dr. Harald Brünn In Städten wie Berlin, wo die Luftverschmutzung höher ist, wird das Problem noch gravierender. Feinstaubpartikel binden sich an Pollenproteine und erleichtern ihnen das tiefere Eindringen in die Lunge. Ärzte empfehlen, den Pollenflugkalender zu überwachen und die Behandlung mit Antihistaminika im Voraus zu beginnen, bevor die Konzentration Spitzenwerte erreicht.