In den letzten Stunden führten polnische Dienste eine Reihe spektakulärer Aktionen gegen organisierte Kriminalität und gewöhnliche Straftäter durch. Beamte des Zentralen Kriminalamts der Polizei beschlagnahmten einen Transport von 50 kg Marihuana nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn, während das Zentrale Antikorruptionsbüro ein Korruptionssystem im Rahmen der sogenannten 'Müllmafia' zerschlug. Besorgnis erregen auch Vorfälle mit Minderjährigen, darunter ein 16-Jähriger, der von Attentätern fasziniert war und Gleichaltrigen in Warschau mit dem Tod drohte.

Zerschlagung der Müllmafia

Das Zentrale Antikorruptionsbüro nahm einen Beamten und Mitglieder einer kriminellen Gruppe fest, die sich unter dem Schutz korrupter Praktiken mit illegalen Abfällen beschäftigte.

Großer Drogenschmuggel

Insgesamt wurden 150 kg Marihuana in zwei unabhängigen Aktionen in Bielsko-Biała und auf der Autobahn beschlagnahmt.

Bedrohung durch einen Jugendlichen

In Warschau wurde ein 16-Jähriger festgenommen, der Gleichaltrigen drohte und von der Ideologie terroristischer Attentäter fasziniert war.

Innovativer Zigarettenschmuggel

Der Grenzschutz warnt vor einem zunehmenden Trend, Ballons zum Schmuggeln von Schmuggelware zu nutzen.

Die letzten 24 Stunden brachten eine Intensivierung der Strafverfolgungsbehörden im ganzen Land mit sich, die sowohl den Kampf gegen Drogenschmuggel als auch gegen Beamtenkorruption umfasst. Das Zentrale Kriminalamt der Polizei führte eine dynamische Aktion auf der Autobahn durch, die nach einer Verfolgungsjagd durch mehrere Woiwodschaften mit der Beschlagnahmung von 50 kg Marihuana endete. Ein weiterer Schlag gegen den Drogenmarkt erfolgte in Bielsko-Biała, wo in der Garage eines 29-Jährigen bis zu 100 kg verbotener Substanzen gefunden wurden. Diese koordinierten Aktionen zeigen die Entschlossenheit der Dienste, den Einfluss großflächig operierender Drogengruppen einzudämmen. Parallel erzielte das Zentrale Antikorruptionsbüro einen Erfolg im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität. Die Struktur der 'Müllmafia' wurde zerschlagen, in die ein Staatsbeamter verwickelt war. Nach Ermittlungserkenntnissen nahm er für die Gewährung eines Schutzschirms über illegale Machenschaften Vermögensvorteile an. Der Fall ist weiterhin im Fluss und betrifft viele Regionen Polens, darunter die Woiwodschaft Podlachien. Systematische Festnahmen von Mitgliedern organisierter Gruppen belegen, dass Ermittler zunehmend erfolgreich in Kreise eindringen, die sich mit illegaler Lagerung und Entsorgung von Abfällen beschäftigen. Die Institution des Zentralen Antikorruptionsbüros wurde 2006 zur Bekämpfung von Korruption im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben eingerichtet, und ihre Befugnisse verbinden operative-aufklärende mit prozessualen Aufgaben.Besondere Aufmerksamkeit verdient der Anstieg von Vorfällen mit Beteiligung Minderjähriger. In Warschau wurde ein 16-Jähriger festgenommen, der offen Gleichaltrigen mit dem Tod drohte und eine krankhafte Faszination für die Figuren von Attentätern zeigte. Ein anderer Fall betrifft einen 15-Jährigen aus Grudziądz, der einen Raubüberfall auf eine 40-jährige Frau beging. Die Grenzschutzbehörden berichten ihrerseits von einem neuen Trend im Schmuggel – zunehmend werden Ballons zum Einschmuggeln von Zigaretten über die Ostgrenze genutzt. Auch Fälle illegaler Schleusung von Migranten aus Äthiopien und Somalia über die Grenze zu Litauen werden verzeichnet. Ballonschmuggel ist eine relativ neue Methode, die hauptsächlich dazu dient, die Entdeckung durch bodengebundene Überwachungssysteme und Patrouillen des Grenzschutzes in bewaldeten Gebieten zu vermeiden.„Zachowanie 16-latka przeraziło rówieśników. Wezwano policję” (Das Verhalten des 16-Jährigen erschreckte seine Altersgenossen. Die Polizei wurde gerufen) — PolizeimeldungIn den Regionen wurden auch zahlreiche Erfolge bei der Festnahme von Personen verzeichnet, die per Fahndungsliste gesucht wurden. In Schlesien nahmen 'Kopfgeldjäger' einen 47-Jährigen fest, der sich jahrelang erfolgreich vor der Justiz versteckt hatte. Zu einem ungewöhnlichen Vorfall kam es auch auf der Autobahn A4, wo ein zufälliger LKW-Fahrer bei der Festnahme eines flüchtenden Straftäters half, indem er ihm den Weg versperrte. Die Summe dieser Ereignisse zeigt das breite Spektrum von Bedrohungen, mit denen sich polnische Uniformierte täglich auseinandersetzen müssen.