Der Fußballverein CA Osasuna Pamplona möchte die für die Aufrechterhaltung der Ordnung in seinem Stadion El Sadar zuständige Formation ändern. Nach Informationen spanischer Medien bereitet sich der Verein darauf vor, an einem Gerichtsverfahren zu Vorfällen beim letzten Spiel teilzunehmen und führt parallel Gespräche mit der Regionalregierung Navarras. Ziel ist es, die spanische Policía Nacional durch Einheiten der regionalen Policía Foral zu ersetzen, die besser in die lokale Gemeinschaft integriert sind. Die Regionalregierung selbst räumte ein, einen solchen Schritt zu erwägen.
Verein zieht vor Gericht
CA Osasuna gab bekannt, dass er als geschädigte Partei dem Strafverfahren im Zusammenhang mit den Vorfällen beitreten wird, die am 15. Februar im Stadion El Sadar während des Spiels gegen Real Sociedad stattfanden. Fans waren damals auf das Spielfeld gelaufen, was zu einer Unterbrechung der Partie führte.
Streben nach Wechsel der Formation
Der Verein strebt offen danach, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung im Stadion an die regionale Policía Foral de Navarra zu übertragen. Derzeit übernimmt diese Rolle die spanische Policía Nacional. Nach Angaben von Vereinsquellen soll die Policía Foral größere Sicherheit und ein besseres Verständnis des lokalen Kontexts gewährleisten.
Bereitschaft der Regionalregierung
Die Regionalregierung Navarras, die von einer linken und nationalistischen Koalition dominiert wird, räumte ein, offen für die Prüfung eines solchen Wechsels zu sein. Sie betonte jedoch, dass die Entscheidung eine Analyse und die Festlegung von Details erfordern würde, einschließlich der Frage, wer die zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Dienstes tragen würde.
Der Fußballverein CA Osasuna ergreift eine doppelte Initiative als Reaktion auf jüngste Vorfälle im Stadion El Sadar. Einerseits kündigte der Verein an, formell dem Gerichtsverfahren zu den Vorkommnissen vom 15. Februar beizutreten, als Fans während des Derbys gegen Real Sociedad den Platz stürmten und das Spiel unterbrachen. Andererseits, wie spanische Medien berichten, bemüht sich Osasuna darum, die für die Sicherheit bei Heimspielen zuständige Formation dauerhaft zu ändern. Der Verein möchte, dass die regionale Policía Foral de Navarra die Rolle der Ordnungspolizei übernimmt und die spanische Policía Nacional ersetzt. Als Argument wird angeblich die größere Integration der lokalen Dienste in die Fangemeinschaft angeführt, was zu einer effektiveren und weniger konfrontativen Menschenführung führen soll. „Die Policía Foral kennt das Umfeld besser, ist stärker in das Gemeinschaftsleben eingebunden und könnte vielleicht gewisse Spannungen vermeiden”, erklären dem Verein nahestehende Quellen. Diese Initiative wird von der Regionalregierung Navarras wohlwollend, wenn auch mit Vorbehalten, betrachtet. Die regionale Regierung Navarras bestätigte, dass sie offen für die Prüfung einer solchen Lösung sei. „Das ist nichts, was man von heute auf morgen regeln kann. Es erfordert eine rechtliche und operative Analyse sowie eine Bewertung der finanziellen Konsequenzen”, erklärte ein Regierungssprecher und fügte hinzu, dass alle zusätzlichen Kosten klar definiert und vereinbart werden müssten. Diese Gesprächsbereitschaft fügt sich in einen breiteren politischen Kontext ein. Die Regionalbehörden mit links-nationalistischer Herkunft streben seit langem danach, die Kompetenzen regionaler Institutionen auf Kosten staatlicher Strukturen zu erweitern, was in diesem Fall auch die Ordnungsdienste betrifft. Autonome Gemeinschaften in Spanien wie Navarra oder das Baskenland verfügen über weitreichende Befugnisse, darunter eigene Polizeikräfte. Die Policía Foral in Navarra und die Ertzaintza im Baskenland koexistieren mit der landesweiten Policía Nacional und der Guardia Civil, was manchmal zu Kompetenzspannungen führt, insbesondere bei symbolträchtigen Angelegenheiten wie der Sicherheit in Fußballstadien. Eine Entscheidung zur Änderung der Formation im El Sadar könnte als Präzedenzfall angesehen werden, der die Position der autonomen Polizeien stärkt. Der Verein selbst betont jedoch, dass die Motivation in erster Linie die Verbesserung der Sicherheit und Atmosphäre bei Sportveranstaltungen sei und nicht Politik. Noch ist nicht bekannt, wie die spanischen Zentralbehörden, denen die Policía Nacional untersteht, auf eine solche Idee reagieren würden oder wie die formalen Umsetzungsschritte aussehen würden.
Perspektywy mediów: Linke und regionale Medien (wie eldiario.es) stellen die Initiative als rationalen Vorschlag zur Verbesserung der Sicherheit dar, der aus der besseren Integration der lokalen Polizei mit den Fans resultiert. Konservative Medien (wie La Razón) deuten an, dass die Aktionen des Vereins politisch motiviert sein könnten und zu einem Kompetenzkonflikt mit dem spanischen Staat führen könnten.