Heftige Regenfälle, die seit Montag den Südosten Brasiliens heimsuchen, haben zu mindestens 55 Todesopfern geführt. Am stärksten betroffen sind die Städte Juiz de Fora und Ubá im bergigen Bundesstaat Minas Gerais, wo es zu zahlreichen Erdrutschen und Überschwemmungen kam. Über 5.000 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, und Rettungskräfte suchen weiterhin nach mehreren Vermissten unter Schlammmassen und den Trümmern eingestürzter Gebäude.
Rekordzahl an Opfern und Vermissten
Der Tod von mindestens 55 Personen wurde bestätigt, und mehrere werden als vermisst gemeldet. Die meisten Opfer kamen in Juiz de Fora unter Schlammlawinen ums Leben.
Historische Niederschläge in Minas Gerais
Der Februar 2026 erwies sich als der regenreichste Monat in der Geschichte von Juiz de Fora; die Niederschlagssumme übertraf den Durchschnitt um das Vierfache.
Kontroversen um die Finanzierung des Schutzes
Es wurde aufgedeckt, dass das Budget zur Bekämpfung der Folgen von Starkregen in der betroffenen Region innerhalb der letzten zwei Jahre um 95 % gekürzt wurde.
Der Südosten Brasiliens kämpft mit einer der tragischsten Naturkatastrophen der letzten Jahre. Seit der Nacht von Montag auf Dienstag wird der Bundesstaat Minas Gerais von extremen Regenfällen heimgesucht, die zu über die Ufer tretenden Flüssen und zerstörerischen Schlammlawinen führten. Das Epizentrum der Tragödie wurde die Stadt Juiz de Fora, wo Rekordniederschläge von 733 Millimetern innerhalb eines Monats verzeichnet wurden, was dem Vierfachen der historischen Norm für Februar entspricht. Die Situation ist dramatisch, da die dichte Bebauung an steilen Hängen dem Druck des wassergesättigten Bodens nicht standhielt und Dutzende Menschen in ihren eigenen Häusern begrub. Die Rettungsaktion, die von Feuerwehr und Militär durchgeführt wird, findet unter extrem schwierigen Bedingungen statt. Rettungskräfte, unterstützt von Spürhunden, durchsuchen die Schlammlawinen, obwohl die Hoffnung, Überlebende unter den Trümmern zu finden, systematisch schwindet. Bis Donnerstagabend konnten etwa 238 Menschen gerettet werden, doch das Schicksal von mindestens 14 Bewohnern bleibt unbekannt. Die Tragik der Situation wird durch Berichte über ganze Familien, die von der Katastrophe betroffen sind, einschließlich Kindern, die durch den Einsturz von Gebäuden ums Leben kamen, vertieft. Die lokalen Behörden in Juiz de Fora und Ubá haben den Naturkatastrophenzustand ausgerufen, Schulen geschlossen und sie in temporäre Unterkünfte für Tausende Menschen, die ihr Dach über dem Kopf verloren haben, umgewandelt. Brasilien erlebt regelmäßig die Auswirkungen extremer Wetterphänomene. Im Jahr 2024 forderten Überschwemmungen im Süden des Landes über 200 Opfer, und 2022 starben in Petropolis 241 Menschen. Experten weisen auf den Zusammenhang dieser Ereignisse mit dem Klimawandel und strukturellen Problemen wie dem Mangel an sicherer Wohninfrastruktur für die ärmsten Bevölkerungsschichten hin.Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erklärte die volle Mobilisierung der Bundesregierung, um humanitäre Hilfe zu leisten und die zerstörte Infrastruktur wiederaufzubauen. Inzwischen enthüllen Medien alarmierende Daten zur Finanzierung der Sicherheit. Laut Berichten der Zeitung „O Globo” wurden die Mittel zur Bekämpfung der Folgen von Starkregen im Bundesstaat Minas Gerais in den letzten zwei Jahren um fast 95 Prozent gekürzt. Diese Information wirft ein neues Licht auf das Ausmaß der Unvorbereitetheit der Region im Umgang mit Naturgefahren. Meteorologen warnen, dass die Regenfront bis zum Wochenende anhalten wird, was bei extremer Bodensättigung weitere Erdrutsche und weitere materielle Verluste in den betroffenen Regionen droht. „Nossa prioridade é garantir assistência humanitária, restabelecer serviços essenciais e apoiar as pessoas desalojadas.” (Unsere Priorität ist es, humanitäre Hilfe zu gewährleisten, grundlegende Dienstleistungen wiederherzustellen und die obdachlosen Menschen zu unterstützen.) — Bürgermeisterin von Juiz de Fora
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen drastische Budgetkürzungen für Hochwasserschutzinfrastruktur und fehlende Raumplanung in Armutsregionen. Konservative Medien konzentrieren sich auf den Heldenmut der Rettungskräfte und die Notwendigkeit sofortiger Bundeshilfe für den zerstörten Bundesstaat.
Mentioned People
- Luiz Inácio Lula da Silva — Präsident Brasiliens, der staatliche Unterstützung für die betroffenen Regionen zugesagt hat.
- Margarida Salomão — Bürgermeisterin von Juiz de Fora, die den Naturkatastrophenzustand ausrief.