In Bayreuth wurde feierlich ein neues jüdisches Kulturzentrum im historischen Gebäude der Alten Münze eröffnet. Der Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nutzte die Zeremonie, um erneut den Kampf gegen Antisemitismus in Bayern zu bekräftigen und die Bedeutung der Sichtbarkeit jüdischen Lebens hervorzuheben. Das Zentrum, in der Nachbarschaft der ältesten noch aktiven Synagoge Deutschlands gelegen, soll als Treffpunkt und Ort kultureller Aktivitäten der Israelitischen Kultusgemeinde dienen.
Eröffnung im historischen Gebäude
Das neue jüdische Kulturzentrum wurde im historischen Gebäude der Alten Münze in Bayreuth eingeweiht. Die Einrichtung soll als Treffpunkt und Ort kultureller Aktivitäten für die lokale jüdische Gemeinschaft dienen.
Deutliche Rede von Söder
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nutzte die Zeremonie für eine klare Verurteilung des Antisemitismus, den er als reales Problem bezeichnete, das von der extremen Rechten, islamistischen Kreisen und teilweise aus dem links-intellektuellen Bereich ausgehe.
Nachbarschaft zur ältesten Synagoge
Das Zentrum entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Synagoge in Bayreuth, der ältesten noch aktiven Synagoge Deutschlands. Das 1760 von der Gemeinde übernommene Sakralgebäude befindet sich direkt neben dem zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Markgräflichen Opernhaus.
Sichtbarkeit als Gegenmittel
Söder betonte, dass die physische Sichtbarkeit und Präsenz jüdischen Lebens im öffentlichen Raum eine wesentliche Form der Bekämpfung von Vorurteilen und Antisemitismus darstellt. Die neue Institution soll genau diesem Zweck dienen.
In Bayreuth fand die feierliche Einweihung eines neuen jüdischen Kulturzentrums statt, das im historischen Gebäude der Alten Münze untergebracht ist. An der Veranstaltung nahm Ministerpräsident Markus Söder von der Christlich-Sozialen Union (CSU) teil, der in seiner Rede Antisemitismus klar verurteilte und den Schutz jüdischen Lebens in Bayern zusicherte. „Wir tolerieren keinen Antisemitismus in Bayern” – erklärte der Politiker, wie alle berichtenden deutschen Medien zitierten. Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass sich heutige judenfeindliche Äußerungen in Deutschland aus drei Hauptquellen speisen: der extremen Rechten, islamistischen Kreisen sowie „teilweise aus dem links-intellektuellen Bereich”. Söder betonte die strategische Bedeutung der physischen Sichtbarkeit und Präsenz jüdischen Lebens im öffentlichen Raum als Mittel im Kampf gegen Vorurteile. Das neue Kulturzentrum, eine Initiative der Israelitischen Kultusgemeinde (Israelitische Kultusgemeinde), soll genau diese Rolle erfüllen und als Ort der Begegnung, des Dialogs und kultureller Aktivität dienen. Juden siedelten sich bereits im Mittelalter in Bayreuth an, auch wenn die Gemeinschaft mehrfach aus der Stadt vertrieben wurde. Im Jahr 1760 übernahm die jüdische Gemeinde das Gebäude in der heutigen Opernstraße und baute es zur Synagoge um. Die Nachbarschaft zum prächtigen Opernhaus, erbaut von Markgraf Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth, bestimmte ihr Schicksal im 20. Jahrhundert. Die Institution entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Synagoge in Bayreuth, die – wie der Gemeindevorsitzende Felix Gothart erinnerte – die älteste noch aktive Synagoge Deutschlands ist. Das 1760 von der jüdischen Gemeinschaft übernommene Gebäude befindet sich direkt neben dem Markgräflichen Opernhaus, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Historiker weisen darauf hin, dass wohl gerade die Nähe zu diesem wertvollen Denkmal die Synagoge während der Zeit des Nationalsozialismus vor der Brandstiftung bewahrte. In den letzten Jahren wurde das Sakralgebäude umfassend renoviert. Die Eröffnung des Zentrums in der Alten Münze fügt sich in den weiteren Kontext der Erinnerungspolitik und Antisemitismusbekämpfung der bayerischen Landesregierung ein. Das Ereignis wurde von führenden deutschen Zeitungen breit aufgegriffen, die einhellig über die Rede von Ministerpräsident Söder berichteten und die historische Bedeutung des Standorts hervorhoben. Die Zeremonie, obwohl lokal geprägt, trug eine Botschaft an die gesamte deutsche Gesellschaft, indem sie auf die anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit Antisemitismus aufmerksam machte. <bias left=
Mentioned People
- Markus Söder — Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Politiker der Christlich-Sozialen Union (CSU), der bei der Eröffnung des Zentrums eine Rede hielt.
- Felix Gothart — Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayreuth, der während der Zeremonie das Wort ergriff.