Deutschland erlebt ein außergewöhnliches Ende des meteorologischen Winters, mit Temperaturen von bis zu 23 Grad Celsius im Südwesten des Landes. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verweist auf einen Februar voller Extreme – von frostigen Anfängen bis zu rekordverdächtigen Wärmewellen. Obwohl in einigen Regionen die höchsten Schneefälle seit 2012 verzeichnet wurden, zeigt die Gesamtstatistik des Winters wärmere, trockenere und sonnigere Bedingungen als der langjährige Messdurchschnitt.
Rekordwärme im Süden
In Südwestdeutschland zeigten die Thermometer 23 Grad an, eine Anomalie für Ende Februar.
Unterschiedliche Schneefälle
Der Norden des Landes verzeichnete die höchsten Schneemengen seit 14 Jahren, während der Rest der Bundesländer trocken blieb.
Ende der Skisaison
Skigebiete in Hessen stellen ihren Betrieb aufgrund der raschen Erwärmung und des Schneemangels ein.
Der diesjährige Februar in Deutschland wird als Monat extremer Wetterphänomene in die Meteorologiegeschichte eingehen. Ende des Monats verzeichneten die südwestlichen Regionen des Landes Temperaturen von etwa 23 Grad Celsius, was höchstwahrscheinlich die bisherigen Rekorde für diesen Zeitraum übertrifft. In Thüringen zeigten die Thermometer über 20 Grad an, was die Betreiber von Skigebieten, unter anderem in Hessen, zwang, die Wintersaison zu beenden und sich auf das Eintreffen eines verfrühten Frühlings vorzubereiten. Diese Phänomene sind Teil eines breiteren Trends milder Winter, der sich in Nordrhein-Westfalen und dem Saarland auch durch rekordverdächtige Regenfälle bei gleichzeitigem Sonnenmangel äußerte. Die systematischen Temperaturmessungen in Deutschland, die vom DWD durchgeführt werden, ermöglichen den Vergleich aktueller Daten mit dem Referenzzeitraum 1961–1990, was die fortschreitende Erwärmung des Klimas in Mitteleuropa sichtbar macht.Eine vom Deutscher Wetterdienst erstellte Analyse zeigt große regionale Unterschiede auf. Während der Süden und Westen mit feuchter Witterung zu kämpfen hatten, erlebten die östlichen Bundesländer wie Sachsen und Thüringen einen außergewöhnlich trockenen und sonnigen Winter. Brandenburg wiederum wurde als die kälteste Region des vergangenen Winters eingestuft, obwohl auch dort die Parameter von den traditionell strengen Frösten früherer Jahrzehnte abwichen. Eine interessante Ausnahme bilden Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, wo dieser Winter der schneereichste seit 2012 war – ein seltener Fall angesichts der vorherrschenden Tendenz zum Verschwinden der Schneedecke in niedrigen Lagen des Landes. „Der Februar war ein Monat der Extreme, vom frostigen Start bis zum frühlingshaften Finale mit neuen Rekordwerten.” — Mitteilung des DWDExperten betonen, dass, obwohl lokale Schneefälle den Eindruck eines traditionellen Winters erwecken konnten, die allgemeine Wasserbilanz in der Landwirtschaft Besorgnis erregt. An vielen Orten war der Winter zu trocken, was sich bei fehlendem Frost, der den Boden strukturiert, negativ auf das Pflanzenwachstum in der kommenden Saison auswirken könnte. Die Statistiken zeigen, dass Januar und Februar deutlich wärmer waren als der Durchschnitt der Vorjahre, was langfristig in den Zyklus der klimatischen Veränderungen passt, die im gesamten Nord- und Ostseebecken beobachtet werden.