Der amerikanische Technologiegigant Meta Platforms hat eine bahnbrechende, fünfjährige Vereinbarung mit dem Unternehmen AMD über die Lieferung von Chips für künstliche Intelligenz getroffen. Der Vertrag hat einen Wert von etwa 60 Milliarden Dollar und umfasst eine Infrastruktur mit einer Gesamtleistung von 6 Gigawatt. Der Vertrag sieht zudem einen Mechanismus vor, durch den Meta bis zu 10 Prozent der AMD-Aktien übernehmen kann, was einen mächtigen Schlag gegen die Marktdominanz des bisherigen Branchenführers Nvidia darstellt.
Milliardenschwerer Vertragswert
Meta wird in den nächsten fünf Jahren etwa 60 Milliarden Dollar für AMD-Chips ausgeben, was dies zu einem der größten Aufträge in der Geschichte der Branche macht.
Meta als Aktionär von AMD
Der Vertrag ermöglicht es Meta, durch Optionsscheine bis zu 10 Prozent der AMD-Aktien zu übernehmen, wodurch die Interessen der beiden Technologiegiganten miteinander verknüpft werden.
Energieleistung von 6 GW
Die gelieferte Infrastruktur wird bis zu 6 Gigawatt Leistung benötigen, was dem Energiebedarf mehrerer Millionen Haushalte entspricht.
Herausforderung für Nvidia
Die Partnerschaft stärkt die Position von AMD als ernsthafter Konkurrent für Nvidia im entscheidenden Segment der KI-Beschleuniger.
Das Unternehmen Meta Platforms, Eigentümer der Dienste Facebook und Instagram, hat den Abschluss einer strategischen Partnerschaft mit Advanced Micro Devices (AMD) bekannt gegeben, die darauf abzielt, die für KI-Modelle vorgesehene Rechenleistung radikal zu erhöhen. Im Rahmen des fünfjährigen Vertrags, der in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beginnt, wird AMD Grafikprozessoren der Instinct-Serie sowie zentrale Recheneinheiten (CPUs) mit einer Gesamtenergieleistung von bis zu 6 Gigawatt liefern. Lisa Su, CEO von AMD, bezeichnete den Umfang der Bestellung als einen völlig neuen Level der Beziehungen zu Meta. Es ist erwähnenswert, dass die Gesamtleistung der Infrastruktur von 6 Gigawatt eine enorme Größenordnung darstellt, wenn man bedenkt, dass ein Gigawatt normalerweise ausreicht, um etwa 700.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Diese Investition soll es Meta ermöglichen, eine Infrastruktur aufzubauen, die in der Lage ist, die von Mark Zuckerberg erwähnte "persönliche Superintelligenz" zu unterstützen. Die Transaktionsstruktur ist ungewöhnlich und basiert auf einer sogenannten zyklischen Finanzierung. Meta erhält Optionsscheine für den Kauf von bis zu 160 Millionen AMD-Aktien zu einem symbolischen Preis von einem Cent pro Stück. Die Ausübung dieser Rechte ist an das Erreichen von Meilensteinen bei der Hardwarelieferung sowie an einen Anstieg des AMD-Aktienkurses auf 600 Dollar geknüpft. Wenn diese strengen Markt- und Betriebsbedingungen erfüllt werden, könnte Meta Eigentümer von etwa 10 Prozent des Grundkapitals von AMD werden. Analysten weisen darauf hin, dass dies nach dem Vertrag mit OpenAI im vergangenen Jahr die zweite so große Vereinbarung für AMD ist, was die Ambitionen des Unternehmens als Hauptalternative zu Nvidia-Chips bestätigt, die derzeit den Großteil des KI-Beschleuniger-Marktes kontrolliert. Der Markt für Grafikprozessoren (GPU) hat sich in den letzten Jahren von einem Unterhaltungssektor zu einem Fundament der modernen digitalen Wirtschaft gewandelt. Seit der Einführung von ChatGPT im Jahr 2022 ist der Bedarf an Rechenleistung exponentiell gestiegen und hat die Bewertungen von Halbleiterherstellern auf historische Höchststände getrieben. Trotz der Optimismus an der Börse, wo die AMD-Aktien im außerbörslichen Handel um über 14 Prozent zulegten, warnen einige Experten vor einer zunehmenden Spekulationsblase im Technologiesektor. Die Ausgaben der Big-Tech-Unternehmen für KI-Infrastruktur belaufen sich bereits auf Hunderte von Milliarden Dollar, während die Monetarisierung dieser Lösungen nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Investoren erwarten auch besorgt den bevorstehenden Quartalsbericht von Nvidia, der der ultimative Test für die Nachhaltigkeit des derzeitigen Booms sein soll. „It is a win-win from our shareholders' standpoint.” (Es ist eine Win-Win-Situation aus Sicht unserer Aktionäre.) — Lisa Su Aus marktlicher Sicht definiert dieser Vertrag die Beziehungen zwischen Technologieanbietern und -empfängern neu. Meta wird nicht nur ein Kunde, sondern ein strategischer Kapitalpartner seines Lieferanten. Diese engere Zusammenarbeit soll die Stabilität der Lieferkette angesichts des globalen Siliziummangels und des zunehmenden Wettbewerbs um die für das Training immer komplexerer Algorithmen notwendigen Rechenressourcen gewährleisten.
Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Vision von Zuckerberg und die Demokratisierung des Chipmarktes durch die Stärkung von AMD auf Kosten des dominierenden Nvidia. Konservative Kommentare konzentrieren sich auf das Risiko übermäßiger Kapitalausgaben und der potenziellen Aufblähung einer KI-Blase ohne klare Gewinne.
Mentioned People
- Lisa Su — CEO von AMD, Architektin des Erfolgs des Unternehmens und der strategischen Hinwendung zu KI-Chips.
- Mark Zuckerberg — Gründer und Chef von Meta Platforms, der eine aggressive Investitionsstrategie in KI-Infrastruktur vorantreibt.