Der Verband der Regionen Frankreichs reagierte mit Wut auf die Kürzung der staatlichen Mittel für Schulungen von Arbeitssuchenden durch die Zentralregierung. Laut dem Verband plant die Regierung Kürzungen von über 56% gegenüber der Summe von 2025, was zu einem Rückgang von über 950 Millionen Euro auf weniger als 420 Millionen Euro führt. Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der die Arbeitslosigkeit in Frankreich wieder steigt, und die Regionen warnen vor "katastrophalen" Konsequenzen für lokale Programme zur beruflichen Eingliederung und für Unternehmen.

Drastische Budgetkürzungen

Die französische Regierung hat die staatlichen Zuschüsse für die Regionen für Schulungen von Arbeitslosen um über 56% gekürzt. Die Mittel sollen von über 950 Millionen Euro im Jahr 2025 auf unter 420 Millionen Euro sinken.

Wütender Protest der Regionen

Der Verband der Regionen Frankreichs verurteilt diese Entscheidung scharf und bezeichnet ihre Konsequenzen als "sehr schwerwiegend" und "katastrophal". Die Regionen betonen, dass der Betrag angesichts steigender Arbeitslosigkeit unzureichend ist.

Konsequenzen für den Arbeitsmarkt

Die Kürzungen werden die regionalen Schulungsprogramme treffen, die Arbeitslosen helfen, neue Qualifikationen zu erwerben. Nach Ansicht der Regionen droht dies den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu hemmen und die Unterstützung für lokale Unternehmen zu erschweren.

Die französischen Regionen befinden sich in einem scharfen Streit mit der nationalen Regierung nach einer drastischen Kürzung der staatlichen Zuschüsse für Schulungen von Arbeitssuchenden. Laut Informationen des Verbands der Regionen Frankreichs soll das für diesen Zweck vorgesehene Budget um über 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gekürzt werden. In der Praxis bedeutet dies einen Rückgang der Finanzierung von einem Betrag von über 950 Millionen Euro im Jahr 2025 auf ein Niveau unter 420 Millionen Euro. Diese Entscheidung löste eine heftige Reaktion der Vertreter der Regionalregierungen aus, die ihre Auswirkungen als "sehr schwerwiegend" und "katastrophal" bezeichneten. Sie warnen davor, dass solche Kürzungen die regionalen Programme zur beruflichen Eingliederung in einem Moment lähmen werden, in dem die Arbeitslosenquoten in Frankreich wieder einen Aufwärtstrend zeigen. Die Regionalregierungen in Frankreich spielen seit der Dezentralisierungsreform von 2015, die ihnen die Verantwortung für die Schulung von Jugendlichen und erwachsenen Arbeitssuchenden übertrug, eine Schlüsselrolle in der Schulungs- und Berufsbildungspolitik. Diese Aufgabe erfüllen sie unter anderem durch die Regionalen Räte für Beschäftigung, Ausbildung und Berufsorientierung. Die Vorsitzende des Verbands der Regionen Frankreichs, Carole Delga, kritisierte den Schritt der Regierung scharf. Die Aussage, die das Ausmaß des Konflikts am besten wiedergibt, lautet: „C'est une décision gravissime aux conséquences catastrophiques pour nos territoires. On parle d'une baisse de 56% par rapport à 2025, alors que le chômage repart à la hausse.” (Das ist eine äußerst schwerwiegende Entscheidung mit katastrophalen Folgen für unsere Gebiete. Wir sprechen von einem Rückgang um 56% im Vergleich zu 2025, während die Arbeitslosigkeit wieder steigt.) — Vorsitzende des Verbands der Regionen Frankreichs, die die Entscheidung der Regierung über die Budgetkürzungen scharf kritisierte. Die Regionen betonen, dass der vorgeschlagene Betrag völlig unzureichend ist, um eine effektive Schulungspolitik auf lokaler Ebene zu betreiben, die den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und der Unternehmen entspricht. Sie argumentieren, dass die Kürzung der Finanzierung direkt diejenigen treffen wird, die am dringendsten Unterstützung bei der Rückkehr auf den Arbeitsmarkt benötigen, und soziale und wirtschaftliche Probleme in den einzelnen Départements verschärfen wird. Dieser Streit fügt sich in den breiteren Kontext von Spannungen zwischen der Zentralregierung und den Regionen bezüglich der Aufteilung von Kompetenzen und finanziellen Ressourcen ein. Die Entscheidung der Regierung stieß auf sofortige und einhellige Missbilligung seitens aller Regionen, unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung. Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit, die nach einer Phase des Rückgangs erneut eine Herausforderung für die französische Wirtschaft darstellt, erregen Kürzungen in einem so zentralen Bereich der Sozialpolitik besondere Besorgnis. Die Regionen kündigen weitere Maßnahmen an, einschließlich der Möglichkeit, Druck auf Parlamentsabgeordnete auszuüben, um diesen Haushaltsplan zu korrigieren, bevor er endgültig verabschiedet wird.

Mentioned People

  • Carole Delga — Vorsitzende des Verbands der Regionen Frankreichs, die die Entscheidung der Regierung über die Budgetkürzungen scharf kritisierte.