Die italienische Gesundheitsbehörde (Ats) hat nach einer Kontrolle am 18.-19. Februar 2026 17 von 27 Gastronomiebetrieben im beliebten Mercato Centrale in Mailand geschlossen. Der Grund waren schwerwiegende Verstöße, darunter Kakerlakenbefall, mangelnde Hygiene und infrastrukturelle Vernachlässigung. Nur vier Lokale erfüllten alle Anforderungen. Die Betreiber des Standorts entschuldigten sich bei den Kunden und arbeiten mit den Inspektoren zusammen.
Massenweise Betriebsuntersagungen
Die Behörde Ats hat sofort den Betrieb von 17 von 27 kontrollierten Gastronomiebetrieben aufgrund einer schwerwiegenden Gesundheitsgefährdung ausgesetzt.
Hauptverstöße gegen Hygienevorschriften
Die Inspektoren entdeckten Kakerlakenbefall an Lebensmittelzubereitungsorten, mangelnde Grundreinigung und einen schlechten technischen Zustand der Räumlichkeiten.
Reaktion der Behörden und des Betreibers
Der Regionalrat Guido Bertolaso betonte die Priorität der öffentlichen Gesundheit, und der Betreiber Mercato Centrale S.r.l. entschuldigte sich bei den Kunden und verpflichtete sich zur Zusammenarbeit.
Imageschaden für ikonischen Ort
Der Vorfall untergräbt das Vertrauen in den renommierten Standort am Bahnhof, der als Aushängeschild für hochwertige italienische Gastronomie galt.
Ein skandalöser hygienischer Zustand erschütterte den Mailänder Mercato Centrale, einen der beliebtesten gastronomischen Treffpunkte der Stadt, der sich in der historischen Halle des Hauptbahnhofs befindet. Die Inspektoren der Gesundheitsbehörde (Ats) Mailand-Metropole führten am 18.-19. Februar 2026 eine geplante Kontrolle aller 27 Lokale in der Einrichtung durch. Die Ergebnisse waren verheerend: Nur vier Betriebe waren vollständig konform mit den Vorschriften. In den übrigen 23 wurden eklatante Verstöße festgestellt, die eine direkte Gefahr für die Lebensmittelsicherheit darstellten. Das schwerwiegendste Problem war das Vorhandensein eines Kakerlakenbefalls, sowohl lebender als auch toter Tiere, in unmittelbarer Nähe zu Orten der Lebensmittelzubereitung und -lagerung. Zudem wurden chronische Vernachlässigungen bei der Grundreinigung, Schmutzansammlungen und ein unzureichender Zustand der Infrastruktur festgestellt. Als Reaktion auf diese Feststellungen erließ die Ats sofortige Betriebsuntersagungen für 17 Unternehmen. Das bedeutet, dass über 60% der kontrollierten Betriebe vorübergehend geschlossen wurden. Die Anordnungen gelten bis zur vollständigen Beseitigung der Mängel und einer positiven Überprüfung durch die Inspektoren. Das Ausmaß des Eingriffs ist für einen so bekannten und frequentierten Ort außergewöhnlich. Der Mercato Centrale in Mailand wurde 2014 in der renovierten Halle des Bahnhofs Stazione Centrale eröffnet, der in den 1930er Jahren gebaut wurde. Das Konzept, das an historischen Markthallen orientiert ist, warb mit hochwertigen italienischen Regionalprodukten und Schnellgastronomie und wurde zu einer Ikone für Tausende von Reisenden und Touristen. Das italienische Lebensmittelrecht, das von lokalen Ats-Behörden durchgesetzt wird, gehört zu den strengsten in Europa und gibt Inspektoren weitreichende Befugnisse, einschließlich der sofortigen Betriebseinstellung. Die Reaktion der Regionalbehörden war unmittelbar. „La tutela della salute dei cittadini viene prima di tutto.” (Der Schutz der Gesundheit der Bürger hat oberste Priorität.) — Regionalrat für Soziales der Region Lombardei, ehemaliger Leiter des italienischen Zivilschutzes – erklärte Guido Bertolaso, Regionalrat für Soziales der Region Lombardei und ehemaliger Leiter des italienischen Zivilschutzes. Seine Worte betonten die Priorität der öffentlichen Gesundheit gegenüber wirtschaftlichen Interessen. Auch der Betreiber der Einrichtung, die Firma Mercato Centrale S.r.l., gab eine offizielle Erklärung ab, in der sie sich bei den Kunden für die Situation entschuldigte. Das Unternehmen verpflichtete sich zur vollen Zusammenarbeit mit den Kontrollbehörden und versicherte, alle notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung höchster Hygienestandards zu ergreifen. Der Vorfall stellt einen schweren Imageschaden für das Konzept dar, das seine Marke auf Qualität und Authentizität aufgebaut hatte. Er untergräbt auch das Vertrauen der Verbraucher in solche integrierten gastronomischen Plattformen und stellt die Wirksamkeit ihrer internen Qualitätskontrollsysteme in Frage. Der Fall löste ein breites Medienecho und öffentliche Reaktionen aus. Kunden äußerten Besorgnis und Enttäuschung und wiesen auf das Missverhältnis zwischen den hohen Preisen und den Bedingungen hinter den Kulissen hin. Experten weisen darauf hin, dass der Vorfall potenzielle Schwächen im Management großer gastronomischer Einrichtungen mit vielen Betreibern aufzeigt, wo die Verantwortung verteilt ist. Die Zukunft der geschlossenen Lokale hängt nun von der Geschwindigkeit und Wirksamkeit der durchgeführten Reparaturen sowie vom Ergebnis der Nachkontrollen durch die Ats ab. Das Ereignis könnte auch die Debatte über die Häufigkeit und Intensität staatlicher Gesundheitskontrollen im HoReCa-Sektor beschleunigen, insbesondere in Einrichtungen mit hohem Umsatz. Ergebnisse der Gesundheitskontrolle im Mercato Centrale: Konform mit Vorschriften: 4, Mit Verstößen: 23, Geschlossen: 17
Mentioned People
- Guido Bertolaso — Regionalrat für Soziales der Region Lombardei, ehemaliger Leiter des italienischen Zivilschutzes, der den Fall kommentierte.