Ein kleiner, unabhängiger Verlag in Thüringen wird von einer unerwarteten Nachfragewelle überrollt. Grund ist der Erfolg der queeren Eishockey-Romanze „Heated Rivalry“ von Rachel Reid. Nach der Veröffentlichung einer zweiten Staffel der Serienadaption auf Prime Video stiegen die Verkaufszahlen der zugrundeliegenden Buchreihe in die Höhe. Der Verlag, der die deutschsprachigen Rechte an den Büchern hält, ist auf den plötzlichen Erfolg nicht vorbereitet und kämpft mit den logistischen Folgen. Laut Berichten werden die Bücher derzeit in den USA neu gedruckt, um den deutschen Markt zu versorgen.
Plötzlicher Nachfrageboom
Die Verkaufszahlen der Buchreihe „Heated Rivalry“ von Rachel Reid sind nach der Veröffentlichung der zweiten Staffel der Prime-Video-Serie explodiert. Der Thüringer Verlag, der die deutschsprachigen Rechte besitzt, sieht sich mit einer unerwartet hohen Nachfrage konfrontiert, für die er logistisch nicht gerüstet ist.
Logistische Herausforderung
Der kleine, unabhängige Verlag verfügt nicht über die Kapazitäten, um den plötzlichen Ansturm zu bewältigen. Berichten zufolge müssen die Bücher derzeit in den USA nachgedruckt werden, um den deutschen Markt zu beliefern. Dies unterstreicht die unvorhergesehene Größenordnung des Erfolgs.
Queere Eishockey-Romanze als Treiber
Die Buchreihe „Heated Rivalry“ erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Eishockeyspielern in der NHL. Die Adaption als Serie auf Prime Video hat das Interesse an der ursprünglichen Buchvorlage massiv gesteigert und eine neue, breite Leserschaft erreicht.
Ein kleiner, unabhängiger Verlag in Thüringen steht vor einer ungewöhnlichen Herausforderung: einem plötzlichen, massiven Nachfrageschub, den er kaum bewältigen kann. Auslöser ist der unerwartete Erfolg der queeren Eishockey-Romanze „Heated Rivalry“ von Rachel Reid. Nachdem die zweite Staffel der Serienadaption auf Prime Video erschien, explodierten die Verkaufszahlen der zugrundeliegenden Buchreihe. Der Verlag, der die deutschsprachigen Rechte an den Romanen hält, ist auf diesen Boom nicht vorbereitet. Medienberichte sprechen von einem „Ansturm“ und einer „explodierten Nachfrage“. Die logistischen Konsequenzen sind erheblich. Der Verlag verfügt offenbar nicht über die Kapazitäten, um die plötzlich benötigte Menge an Büchern zu drucken und zu vertreiben. Laut Informationen wird die Lösung derzeit in Übersee gesucht: Die Bücher sollen in den USA nachgedruckt werden, um den deutschen Markt zu versorgen. Dieser Umweg verdeutlicht die Dimension des Erfolgs, der die kleine Verlagsstruktur überfordert. Der Fall zeigt, wie stark eine erfolgreiche Serienadaption den Absatz der Buchvorlage ankurbeln kann – ein Effekt, der für große Verlage kalkulierbar ist, für kleine Independent-Verlage jedoch existenzielle Probleme bereiten kann, wenn sie von der Welle überrollt werden. Die Buchreihe „Heated Rivalry“ ist im Genre der LGBTQ+-Romane angesiedelt und erzählt die Geschichte zweier professioneller Eishockeyspieler. Die positive Resonanz auf die Serie hat dem Nischenthema zu breiterer Aufmerksamkeit verholfen. Während für große Streamingplattformen solche Adaptionen zum Geschäftsmodell gehören, kann der resultierende Erfolg für die Rechteinhaber an der Quelle, insbesondere kleine Verlage, zu einer zweischneidigen Angelegenheit werden: Einerseits bedeuten höhere Verkaufszahlen mehr Umsatz, andererseits können die Kosten für Nachdrucke und der logistische Aufwand die Gewinnmargen schmälern oder sogar zu Engpässen führen, die frustrierte Kunden hinterlassen. Für den Thüringer Verlag ist der aktuelle Ansturm somit sowohl ein großer Glücksfall als auch ein organisatorischer Stresstest.
Mentioned People
- Rachel Reid — Autorin der Buchreihe „Heated Rivalry“.