Einer der größten bekannten Sterne im Universum, WOH G64, durchläuft eine heftige Verwandlung. Laut neuen Forschungen, die in „Nature Astronomy“ veröffentlicht wurden, hat das Objekt in der Großen Magellanschen Wolke die Phase vom Roten Überriesen zum seltenen Gelben Hyperriesen durchlaufen und dabei intensiv seine äußere Materie abgestoßen. Dieser Prozess, der in einem Zeitraum von nur wenigen Jahren beobachtet wurde, wird von Astronomen als Vorbereitung auf die finale Supernova-Explosion interpretiert. Ein internationales Wissenschaftsteam, mit Beteiligung von Polen aus dem Astronomischen Observatorium der Universität Warschau, überwacht diese Veränderungen, die beispiellose Daten über die Endstadien der massereichsten Sterne liefern.

Heftige Veränderung des Sterntyps

Forschungen haben gezeigt, dass WOH G64 innerhalb von nur wenigen Jahren die Evolution vom Roten Überriesen zum Gelben Hyperriesen durchlaufen hat. Diese Verwandlung, deren Wendepunkt um das Jahr 2014 beobachtet wurde, ist mit einer signifikanten Erwärmung des Objekts und einem intensiven Abstoßen äußerer Materieschichten in den Weltraum verbunden.

Vorbereitungen auf das Lebensende

Die beobachteten Phänomene – heftiger Massenverlust und Zustandsänderung – werden von Wissenschaftlern als Countdown zum unvermeidlichen Lebensende des Sterns interpretiert. Das Endstadium für ein so massereiches Objekt wird wahrscheinlich eine spektakuläre Supernova-Explosion sein, obwohl auch ein Kollaps ohne sichtbare Explosion möglich ist.

Riesige Ausmaße und junges Alter

WOH G64 ist ein kosmischer Koloss, dessen Radius mehr als 1500-mal größer ist als der Radius der Sonne. Trotz der gigantischen Ausmaße ist es ein relativ junges Objekt, das weniger als 5 Millionen Jahre alt ist, während die Sonne seit über 4,6 Milliarden Jahren existiert.

Internationale Forschungen mit polnischer Beteiligung

Die entscheidende Entdeckung ist das Ergebnis der Arbeit eines internationalen Teams unter der Leitung von Gonzalo Muñoz-Sanchez vom Nationalen Observatorium in Athen. An den Forschungen beteiligten sich auch polnische Astronomen von der Universität Warschau, Mitglieder des Teams des OGLE-Projekts.

Astronomen beobachten in Echtzeit den dramatischen Countdown zu einer potenziellen kosmischen Katastrophe. Der riesige Stern WOH G64, der sich in der benachbarten Galaxie Großen Magellanschen Wolke befindet, durchläuft eine heftige und schnelle Verwandlung, die nach Ansicht der Wissenschaftler ihr baldiges Ende ankündigt. Die neuesten Forschungen, veröffentlicht in der renommierten Zeitschrift „Nature Astronomy“, zeigen, dass das Objekt innerhalb von nur wenigen Jahren einen evolutionären Sprung von der Phase des Roten Überriesen zum seltenen Gelben Hyperriesen vollzogen hat. Dieser Übergang, der besonders deutlich um das Jahr 2014 beobachtet wurde, deutet auf eine Erwärmung des Sterns und ein intensives Abstoßen seiner äußeren Materieschichten in den Weltraum hin. Laut den von Gonzalo Muñoz-Sanchez vom Nationalen Observatorium in Athen geleiteten Wissenschaftlern ist dieser Prozess ein klares Signal, dass sich der massereiche Stern auf den finalen Akt seines kurzen Lebens vorbereitet. Für ein Objekt mit der Masse von WOH G64 bedeutet dies höchstwahrscheinlich die Explosion einer Supernova von unvorstellbarem Ausmaß, obwohl auch das Szenario eines stillen Kollapses zu einem Schwarzen Loch im Raum steht. Das Phänomen ist für die Wissenschaft umso wertvoller, als es einen Stern mit nahezu Rekordparametern betrifft. Sein Radius, der 1500 Sonnenradien übersteigt, macht ihn zu einem der größten bekannten Himmelskörper. Paradoxerweise ist dieser kosmische Koloss aus evolutionärer Perspektive ein Säugling – man schätzt, dass er erst vor fünf Millionen Jahren gezündet hat. Die Erforschung der Endstadien massereicher Sterne stellt eine zentrale Herausforderung der modernen Astrophysik dar. Die Theorie sagt voraus, dass Sterne, die deutlich massereicher als die Sonne sind, ihr Leben in spektakulären Supernova-Explosionen beenden, die schwere Elemente, die für die Entstehung von Planeten und Leben notwendig sind, im Kosmos verteilen. Direkte Beobachtungen dieser Prozesse sind jedoch aufgrund ihrer kurzen – in kosmischen Maßstäben – Dauer äußerst selten. An den bahnbrechenden Beobachtungen beteiligten sich polnische Astronomen vom Astronomischen Observatorium der Universität Warschau, die Teil des Teams des OGLE-Projekts sind. Ihr Beitrag unterstreicht die Rolle der polnischen Wissenschaft in der globalen Weltraumforschung. Wichtig ist, dass WOH G64 der erste Stern außerhalb der Milchstraße war, der bereits 2024 dank des Instruments Very Large Telescope Interferometer detailliert fotografiert werden konnte. Die weitere Überwachung von WOH G64 wird wertvolle Daten liefern, die es ermöglichen, theoretische Modelle zu überprüfen und die letzten Momente im Leben der größten Sterne im Universum besser zu verstehen. Diese Beobachtungen finden aus einer für die Erde sicheren Entfernung von etwa 160.000 Lichtjahren statt.

Mentioned People

  • Gonzalo Muñoz-Sanchez — Wissenschaftler vom Nationalen Observatorium in Athen, der die Forschungen zu WOH G64 leitet