Polen kämpft mit den heftigen Auswirkungen eines plötzlichen Tauwetters. Der Wasserstand des Flusses Wkra ist nach der Bildung eines Eisstaus in der Ortschaft Błędowo stark angestiegen, was zur Überflutung mehrerer Dutzend Gehöfte führte. Gleichzeitig zieht eine Welle afrikanischer Wärme über das Land, die am Wochenende Temperaturen von über 20 Grad Celsius bringen könnte. Meteorologen warnen jedoch vor gefährlichen hydrologischen Ereignissen und einer schnellen Rückkehr des Frosts Anfang März.

Hochwasserkrise an der Wkra

Ein Eisstau in Błędowo führte zur Überflutung von über 20 Grundstücken, der Innenminister griff ein.

Rekordwärme am Wochenende

Luft aus Afrika strömt nach Polen, die Thermometer können lokal über 20 Grad Celsius anzeigen.

Risiko eines Winterrückfalls

Wettermodelle sagen eine plötzliche Abkühlung und Frost gleich nach Ende des Februars voraus.

Die hydrologische Situation im Einzugsgebiet der Wkra wurde kritisch, nachdem eine plötzliche Erwärmung zum Aufbrechen der Eisdecke führte. In der Ortschaft Błędowo in Masowien bildete sich ein mächtiger Eisstau, der den freien Wasserfluss blockierte. In der Folge trat der Fluss über die Ufer und überflutete mindestens 24 Grundstücke, was zahlreiche Feuerwehreinheiten zum Einsatz zwang. Der Innenminister, Marcin Kierwiński, informierte über die Einberufung eines Krisenstabs und versicherte, dass die Lage überwacht werde und die Maßnahmen der Einsatzkräfte darauf abzielten, das Flussbett freizulegen. Eisstau ist eines der gefährlichsten hydrologischen Phänomene in Polen, besonders bedrohlich an Flachlandflüssen mit geringem Gefälle, wo aufgestautes Wasser innerhalb weniger Stunden zu katastrophalen Stauhochwassern führen kann. Gleichzeitig steht Polen unter dem Einfluss einer außergewöhnlich warmen Luftmasse tropischen Ursprungs. In Posen und Landsberg an der Warthe zeigen die Thermometer bereits über zehn Grad an, und die Prognosen für das kommende Wochenende sagen einen Temperaturanstieg auf bis zu 20 Grad Celsius im Westen des Landes voraus. Die Meteorologen des IMGW haben jedoch zahlreiche Warnungen vor Schneeschmelze und starkem Wind herausgegeben. Die plötzliche Eisschmelze stellt eine besondere Gefahr im Weichseldelta und im Kreis Słupsk dar, wo Feuerwehrleute bereits mehrere Dutzend Einsätze zur Trockenlegung überfluteter Keller und Straßen hatten. 24 — Grundstücke wurden infolge des Eisstaus an der Wkra überflutet Trotz fast sommerlicher Witterung in den nächsten Tagen warnen Meteorologen vor einem radikalen Trendwechsel. Schon nach dem 1. März soll arktische Luft über Mitteleuropa ziehen, die strengen Frost und Schneefall bringt. Diese Wetterunstabilität beeinflusst nicht nur den Komfort der Bewohner, sondern weckt auch die Sorgen der Landwirte um den Zustand der Wintergetreide, die nach einem zu frühen Vegetationsbeginn durch einen Winterrückfall zerstört werden könnten. Medizinische Experten erinnern zusätzlich an die steigende Aktivität von Zecken, für die der milde Winter und die derzeitige Wärme ideale Lebensbedingungen schaffen.

Perspektywy mediów: Liberale Medien legen den Schwerpunkt auf den Zusammenhang von Wetterextremen mit der globalen Erwärmung und die Notwendigkeit der Anpassung an den Klimawandel. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Effizienz der Rettungsdienste und die Soforthilfe für die betroffenen Einwohner von Błędowo.

Mentioned People

  • Marcin Kierwiński — Innenminister, der die Maßnahmen des Krisenstabs in Masowien koordiniert.