Der französische Automobilkonzern Renault hat einen Nettoverlust von 10,931 Milliarden Euro für das Jahr 2025 gemeldet. Dieses Ergebnis stellt eine drastische Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresgewinn von 752 Millionen Euro dar. Hauptursache für die negative Bilanz ist eine Neubewertung der Buchwerte der Beteiligung am japanischen Partner Nissan, die die Bilanz mit 9,3 Milliarden Euro belastete. Dennoch stiegen die operativen Erträge des Konzerns um 3 Prozent.

Milliardenschwerer bilanzieller Verlust

Der Konzern Renault verzeichnete einen Nettoverlust in Höhe von 10,9 Mrd. Euro, was hauptsächlich auf die Neubewertung der Beteiligung an der Firma Nissan zurückzuführen ist.

Wachstum der operativen Umsätze

Trotz des Nettoverlusts stiegen die Umsätze um 3% auf 57,9 Mrd. Euro, und der Absatzvolumen überstieg 2,33 Mio. Autos.

Elektrische Zukunft in Spanien

Das Unternehmen plant die Aufnahme der Produktion von Elektroautos im Werk in Palencia im Jahr 2028 und zielt damit auf das Segment der Kompaktwagen ab.

Der französische Automobilriese Renault schloss das Jahr 2025 mit einem Rekord-Nettoverlust von über 10,9 Milliarden Euro ab. Dieses drastische Finanzergebnis ist eine direkte Folge der geänderten bilanziellen Behandlung der Beteiligung am japanischen strategischen Partner, der Firma Nissan. Wie der veröffentlichte Jahresbericht zeigt, betrug der Abschreibungsposten aufgrund der Wertberichtigung der Kapitalbeteiligungen am japanischen Konzern satte 9,3 Milliarden Euro. Ohne diesen einmaligen, wenn auch gewaltigen bilanziellen Effekt hätte das Unternehmen einen Nettogewinn von etwa 715 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Situation wirft einen Schatten auf die allgemeine finanzielle Gesundheit des Bündnisses, doch die Unternehmensführung beteuert, dass das operative Geschäft stabil bleibt. Das Renault-Nissan-Mitsubishi-Bündnis, das 1999 von Carlos Ghosn initiiert wurde, galt einst als Vorbild globaler industrieller Zusammenarbeit, kämpft in den letzten Jahren jedoch mit internen Reibungen und technologischen Herausforderungen. Trotz des gigantischen Nettoverlusts deuten die operativen Daten von Renault auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld hin. Die Konzernumsätze stiegen um 3 Prozent auf 57,9 Milliarden Euro. Der Absatzvolumen stieg auf über 2,33 Millionen Fahrzeuge, was der Generaldirektor François Provost als erstklassiges Ergebnis in der Automobilbranche bezeichnete. Dennoch verschlechterte sich die operative Marge von 7,6 Prozent im Jahr 2024 auf 6,3 Prozent im vergangenen Jahr. Das Unternehmen hat sich ein konservatives Ziel gesetzt, im Jahr 2026 eine Marge von 5,5 Prozent zu erreichen, was ein vorsichtiges Herangehen an die bevorstehende Konjunkturentwicklung nahelegt. 10,9 mld € — betrug der Nettoverlust von Renault im Jahr 2025 Die strategischen Pläne des Konzerns sehen nun eine intensive Fokussierung auf die Elektromobilität vor. Die Gruppe plant, die Produktion von Elektrofahrzeugen in den spanischen Werken in Palencia bis zum Jahr 2028 aufzunehmen. Dies soll ein Schlüsselelement der Strategie zur Wiedererlangung der Rentabilität in der Kompaktwagen-Klasse (Segment C) sein. Die Situation von Renault wird von Investoren genau beobachtet, insbesondere vor dem Hintergrund der breiteren Probleme der Branche in Europa, wo der Konzern Stellantis nach der Vorlage seiner eigenen Finanzergebnisse einen starken Kursrückgang verzeichnete. „Diese Ergebnisse bestätigen das Engagement unserer Teams für eine kontinuierlich hohe Leistungsfähigkeit in einem komplexen Marktumfeld.” — François Provost Umsätze der Renault-Gruppe in Milliarden Euro: 2024: 56.2, 2025: 57.9 Nettoergebnis in Abhängigkeit von der Darstellung: Operativer Gewinn (bereinigt): 715, Nettoverlust (mit Nissan): -10931 Wichtige Termine für Renault: 19. Februar 2026 — Veröffentlichung des Jahresberichts für 2025; Ende 2026 — Ziel einer operativen Marge von 5,5%; Jahr 2028 — Start der Elektroauto-Produktion in Palencia

Medien mit wirtschaftsliberaler Ausrichtung konzentrieren sich auf das Umsatzwachstum und die operative Effizienz des Managements trotz der bilanziellen Abschreibungen. | Konservative Medien betonen die Krise der europäischen Industrie und Fehler in der langjährigen Strategie des Bündnisses mit Asien.

Mentioned People

  • François Provost — Generaldirektor (CEO) der Renault-Gruppe, verantwortlich für die Präsentation der Finanzergebnisse.