Łukasiewicz – Poznański Instytut Technologiczny (PIT) hat einen neuen dreiachsigen Eisenbahnwagen entwickelt, der für den Transport von überdimensionalen Gütern bestimmt ist, darunter die schwersten Panzer der NATO, wie der Abrams. Die Lösung vom Typ 37TN ermöglicht eine sichere Verteilung von Gewichten, die die Standardgrenzen überschreiten, und erlaubt eine Fahrtgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h bei voller Beladung. Das Projekt, das bereits einsatzbereit ist, stellt eine Antwort auf die Bedürfnisse der Verteidigungsindustrie sowie des zivilen Sektors dar und fügt sich in die EU-Initiative Military Mobility ein, die darauf abzielt, die militärische Mobilität in Europa zu verbessern.
Innovativer Eisenbahnwagen
Łukasiewicz – Poznański Instytut Technologiczny hat einen Eisenbahnwagen vom Typ 37TN mit drei Achsen entworfen, der in Standard-Güterwagen eingesetzt werden kann. Diese Lösung ermöglicht den sicheren Transport von Gütern mit Gewichten über den Normen dank der Gewichtsverteilung, die bei traditionellen zweiachsigen Laufwerken nicht möglich ist.
Bestimmung für Militär und Industrie
Der Wagen wurde vor allem für den Transport schwerster militärischer Ausrüstung wie Abrams-Panzer sowie für großvolumige Maschinen und Komponenten des zivilen Sektors, z.B. Energiespeicher, entwickelt. Das Projekt ist zur sofortigen Umsetzung bereit, als Antwort auf die seit Jahren geäußerte Marktnachfrage.
Wichtige technische Parameter
Der neue Wagen ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h bei maximaler Beladung und bis zu 120 km/h im leeren Zustand. Seine Konstruktion ermöglicht es, die Grenze der Belastung eines einzelnen Radsatzes zu überwinden, die in Polen maximal 22,5 Tonnen beträgt, und so den Transport von Gütern über 60 Tonnen zu ermöglichen.
Eingliederung in EU-Initiativen
Die Entwicklung dieser Art von Fahrzeugen fügt sich in die EU-Initiative Military Mobility ein, deren Ziel es ist, die Verlegung von Truppen und militärischer Ausrüstung zwischen den Mitgliedstaaten durch Vereinfachung administrativer Verfahren und Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zu erleichtern.
Polnische Ingenieure des Forschungsinstituts Łukasiewicz – Poznański Instytut Technologiczny (PIT) haben eine einsatzbereite Lösung vorgestellt, die die Logistik schwerer Güter auf der Schiene revolutionieren könnte. Es handelt sich um einen innovativen, dreiachsigen Eisenbahnwagen vom Typ 37TN, der für den Einbau in Standard-Güterwagen bestimmt ist. Sein Hauptvorteil ist die Möglichkeit, Güter sicher zu transportieren, die die Gewichtsgrenzen deutlich überschreiten, was bisher eine große infrastrukturelle Herausforderung darstellte. Die Konstruktion mit drei Achsen ermöglicht die Verteilung des Gewichts, das in traditionellen zweiachsigen Drehgestellen die Gleise beschädigen oder die zulässige Belastung überschreiten könnte. Das Projekt ist eine direkte Antwort auf die von der Verteidigungsindustrie und dem zivilen Sektor geäußerten Bedürfnisse. Wie das Institut betont, wird die Lösung den Transport jedes Panzers ermöglichen, der der NATO zur Verfügung steht, einschließlich der amerikanischen Abrams-Panzer, deren Kampfgewicht 60 Tonnen übersteigt. Neben militärischer Ausrüstung soll der Wagen auch für den Transport von großvolumigen Industriemaschinen, Komponenten der Energieinfrastruktur wie Energiespeichern oder anderen überdimensionalen Gütern dienen. Die Arbeiten am Projekt begannen im Jahr 2023, und es ist jetzt zur Kommerzialisierung bereit. Der Transport schwerer und überdimensionaler Güter auf der Schiene hat in Polen eine lange Tradition, die bis in die Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert zurückreicht, doch moderne Militär- und Industriemaschinen mit Gewichten von oft über 50-60 Tonnen stellen eine neue Herausforderung für das vor Jahrzehnten entworfene Schienennetz dar. Die Standardachsenlast auf polnischen Gleisen ist durch technische Vorschriften geregelt und beträgt maximal 22,5 Tonnen pro Radsatz. Aus technischer Sicht ermöglicht der Wagen 37TN eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde bei voller Beladung und 120 km/h im leeren Zustand. Dies ist ein wichtiger logistischer Vorteil im Vergleich zu anderen Methoden des Schwertransports, die oft langsamer sind. Die Entwicklung dieses Fahrzeugs ist kein isoliertes Unterfangen, sondern fügt sich in einen breiteren europäischen Sicherheitskontext ein. Es ist Teil der EU-Initiative Military Mobility, deren Ziel es ist, die militärische Mobilität in Europa erheblich zu verbessern. Diese Initiative ist von entscheidender Bedeutung für Abschreckung und Bündnisverteidigung angesichts des sich wandelnden Sicherheitsumfelds an der östlichen Flanke der NATO. Mateusz Domagała von Łukasiewicz-PIT betonte in einem Gespräch mit der Polnischen Presseagentur, dass die Lösung als Reaktion auf eine konkrete Marktnachfrage entstanden ist. Das Institut sieht ein großes Exportpotenzial für seine Erfindung, die zu einem „Verkaufsschlager“ werden könnte. Die Einführung der neuen Wagen würde nicht nur eine effizientere Verlegung militärischer Ausrüstung im Inland und innerhalb des Bündnisses ermöglichen, sondern auch den wachsenden Bedarf des zivilen Schwerindustrie- und Energiesektors bedienen, für die der Schienentransport oft die einzige kostengünstige Lösung über große Entfernungen ist.
Mentioned People
- Mateusz Domagała — Vertreter von Łukasiewicz – Poznański Instytut Technologiczny, der gegenüber der PAP die Details des neuen Eisenbahnwagenprojekts kommentierte.