Die Regionalstaatsanwaltschaft in Białystok hat einem ehemaligen Beamten des Regierungsschutzdienstes (BOR) vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Unfall einer Regierungskolonne in Oświęcim im Jahr 2017 falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies ist der erste Verdächtige in einer umfassenden Untersuchung, die Unregelmäßigkeiten bei den Strafverfolgungsbehörden prüft. Die Staatsanwaltschaft plant, bis März acht weiteren Personen, darunter sieben Beamten des Staatsschutzdienstes (SOP) und einer Zivilperson, Anklage vorzulegen.
Falschaussage eines Beamten
Ein ehemaliger BOR-Agent erhielt den ersten einer Reihe von Vorwürfen wegen der Abgabe falscher Informationen in den Ermittlungen zum Unfall in Oświęcim.
Erweiterung der Verdächtigenliste
Die Staatsanwaltschaft plant, bis Ende März acht weiteren Personen, darunter sieben SOP-Beamten, Anklage vorzulegen.
Untersuchung von Amtsmissbrauch
Die Ermittlungen umfassen den Aspekt der Befugnisüberschreitung durch Beamte und Bedienstete, die den Fall in den Jahren 2017–2023 bearbeiteten.
Die Regionalstaatsanwaltschaft in Białystok hat eine neue Phase der Ermittlungen zum Verkehrsunfall mit der damaligen Ministerpräsidentin Beata Szydło eingeleitet. Am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, erhielt der erste Verdächtige – ein ehemaliger Beamter des BOR – den Vorwurf der Falschaussage. Die Vernehmung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, und die Ermittler haben die prozessuale Haltung des Mannes bisher nicht offengelegt. Diese Maßnahmen sind Teil eines vielschichtigen Verfahrens, das im April 2025 eingeleitet wurde. Die Untersuchung konzentriert sich auf zwei Schlüsselbereiche: die direkten Ursachen des Unfalls in Oświęcim und die späteren Handlungen der für den Fall in Krakau zuständigen öffentlichen Bediensteten. Die Staatsanwälte prüfen, ob in den Jahren 2017–2023 Polizisten, Staatsanwälte und vernommene Zeugen ihre Befugnisse überschritten und ihre Pflichten verletzt haben. Nach Ermittlungserkenntnissen werden bald acht weitere Personen, darunter sieben ehemalige und aktive Angehörige des SOP, angeklagt. Der Unfall vom 10. Februar 2017 wurde zu einem der medienwirksamsten Ereignisse mit Regierungskolonnen in Polen, als die Limousine der Ministerpräsidentin nach einer Kollision mit einem von einem jungen Fahrer gesteuerten Fiat Seicento gegen einen Baum prallte. Die aktuellen Maßnahmen der Staatsanwaltschaft in Białystok stellen einen Versuch dar, frühere Feststellungen zu überprüfen, die in der Öffentlichkeit jahrelang Kontroversen auslösten. Staatsanwalt Marek Bogacewicz kündigte an, dass detaillierte Informationen erst nach Abschluss der für März geplanten Vernehmungsserie veröffentlicht werden. Die Ermittlungen zielen darauf ab, zu klären, ob Druck auf Zeugen ausgeübt wurde und ob die Beweise in dieser Sache ordnungsgemäß gesammelt wurden. „Na tym etapie postępowania prokuratura nie informuje o postawie procesowej podejrzanego z uwagi na to, iż przesłuchanie nastąpiło w trybie niejawnym.” (In diesem Stadium des Verfahrens informiert die Staatsanwaltschaft aufgrund der nichtöffentlichen Vernehmung nicht über die prozessuale Haltung des Verdächtigen.) — Marek Bogacewicz
Mentioned People
- Beata Szydło — Ehemalige Ministerpräsidentin, die bei dem Unfall einer Regierungskolonne im Jahr 2017 verletzt wurde.
- Marek Bogacewicz — Staatsanwalt der Regionalstaatsanwaltschaft in Białystok, der über die Fortschritte der Ermittlungen informierte.