Die US-Raumfahrtbehörde hat die erste bemannte Mission der Boeing-Starliner-Kapsel aus dem Jahr 2024 offiziell als „Typ-A-Vorfall“ klassifiziert. Dies ist die höchste Gefahrenkategorie in der Hierarchie der NASA, die für Ereignisse reserviert ist, die zum Tod der Besatzung, zum Verlust des Raumfahrzeugs oder zu finanziellen Verlusten von mehr als 2,5 Millionen Dollar führen. Der Bericht enthüllt, dass die Mission, die zwei Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS festsetzte, einer Katastrophe vom Ausmaß der Challenger- oder Columbia-Tragödie nahekam.
Höchste Gefahrenkategorie
Die Starliner-Mission als Typ A eingestuft, was sie in Bezug auf Schwere mit den größten Katastrophen in der NASA-Geschichte gleichsetzt.
Erhebliche Verluste für Boeing
Die Kapsel konnte den Testplan nicht erfüllen, was zu millionenschweren finanziellen Verlusten führte und den Ruf des Konzerns beschädigte.
Empfehlungen der Untersuchungskommission
Der Bericht verpflichtet Boeing zu einem vollständigen Umbau der Sicherheitsprotokolle, bevor eine Genehmigung für weitere Flüge erteilt wird.
Eine von NASA eingesetzte unabhängige Kommission veröffentlichte einen Bericht, der neues Licht auf den Verlauf des Testflugs der Kapsel Starliner wirft. Das Dokument weist auf eine Reihe kritischer technischer Fehler hin, darunter einen Antriebssystemausfall und Heliumlecks, die eine sichere Rückkehr der Besatzung zur Erde mit diesem Raumfahrzeug verhinderten. Obwohl die Astronauten Butch Wilmore und Suni Williams schließlich auf der ISS blieben, räumte die Behörde ein, dass die Mission an der Grenze zu einem folgenschweren Unfall balancierte. Experten betonen, dass die Einstufung des Ereignisses als „Mishap Type A“ eine vernichtende Bewertung für Boeing darstellt, das seit Jahren mit Image- und technischen Problemen kämpft. Diese Entscheidung stellt die Zukunft des Vertrags im Rahmen des Commercial Crew-Programms in Frage, das der NASA neben den SpaceX-Kapseln zwei unabhängige bemannte Transportsysteme bieten sollte. Die Behörde errechnete, dass die finanziellen und operativen Verluste aus der Notwendigkeit, andere Einheiten für die Rückholung der Astronauten einzusetzen, sowie die Schäden an der Kapsel selbst die Schwellenwerte für niedrigere Vorfallkategorien um ein Vielfaches überschritten. In den Jahren 1986 und 2003 ereigneten sich die Katastrophen der Space Shuttles Challenger und Columbia, die zum Tod von insgesamt vierzehn Astronauten führten und einen mehrjährigen Stopp der US-bemannten Raumflüge erzwangen. Die Klassifizierung der Starliner-Mission in dieselbe Kategorie wie diese Tragödien zeugt vom Ausmaß der Nachlässigkeiten, die bei der Untersuchung aufgedeckt wurden. Trotz dieser strengen Bewertung schließt die NASA eine weitere Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtriesen nicht vollständig aus, doch der Bericht stellt harte Bedingungen für die Zertifizierung künftiger Flüge. Boeing muss nun einen umfassenden Korrekturplan umsetzen, der nicht nur technische Nachbesserungen am Raumfahrzeug selbst, sondern auch eine tiefgreifende Reform der Qualitätskontroll- und Risikomanagementprozesse umfassen soll, die sich im Fall der Mission von 2024 als völlig unzureichend erwiesen. Vorfallkategorien der NASA (Wert des Eigentums): Typ C (min.): 0.05, Typ B (min.): 0.5, Typ A (min.): 2.59 miesięcy — so viel zusätzliche Zeit verbrachten die Astronauten durch den Ausfall im Orbit
Mentioned People
- Butch Wilmore — NASA-Astronaut, Teilnehmer der Starliner-Mission, der zu einem längeren Aufenthalt auf der ISS gezwungen war.
- Suni Williams — NASA-Astronautin, die während der verhängnisvollen Mission der Boeing-Kapsel als Pilotin fungierte.