Während das Kratzen einer juckenden Stelle Erleichterung bringt, ist die Entscheidung, diese Handlung zu beenden, nicht zufällig. Wissenschaftler haben einen entscheidenden molekularen und neuronalen Mechanismus entdeckt, der als eingebauter Bremsmechanismus fungiert. Juckreiz, auch Pruritus genannt, ist eine unangenehme sensorische Empfindung, die den Kratzreflex auslöst. Er kann durch viele Faktoren verursacht werden, von Insektenstichen bis hin zu Hauterkrankungen oder inneren Krankheiten. Die Entdeckung, die während des Kongresses der Biophysical Society in San Francisco präsentiert wurde, könnte Bedeutung für die Behandlung von Menschen haben, die unter chronischem Juckreiz leiden.
Detektor in Nervenzellen
Ein spezifischer Sensor in den Nervenzellen der Haut wurde identifiziert, der sowohl für die Erzeugung des Juckgefühls als auch für das Senden des Signals über dessen Ende entscheidend ist.
Bremse im Kratzzyklus
Der Mechanismus fungiert als eingebautes Stoppsystem, das dem Gehirn mitteilt, wann das Kratzen beendet werden soll, und so den sogenannten Juckreiz-Kratz-Zyklus beendet.
Potenzial für Therapien bei chronischem Juckreiz
Die Entdeckung könnte zu neuen Behandlungsstrategien für Menschen mit hartnäckigem Juckreiz im Zusammenhang mit atopischer Dermatitis, Ekzem oder Psoriasis führen.
Präsentation auf wissenschaftlichem Kongress
Die Forschungsergebnisse wurden auf dem 70. Jahrestreffen der Biophysical Society vorgestellt, das in San Francisco in den Vereinigten Staaten stattfand.
Wissenschaftler haben einen spezifischen molekularen Mechanismus in den Nervenzellen der Haut identifiziert, der für das Beenden des Kratzens als Reaktion auf Juckreiz verantwortlich ist. Diese Entdeckung wirft Licht auf den lange bekannten, aber wenig verstandenen Juckreiz-Kratz-Zyklus, bei dem ein Reizfaktor sensorische Neuronen aktiviert, das Bedürfnis zu kratzen auslöst, was wiederum Erleichterung bringt. Die Forschung deutet auf die Existenz eines eingebauten hemmenden Systems hin, das dem Gehirn signalisiert, dass der Juckreiz aufgehört hat und weiteres Kratzen nicht mehr nötig ist. Dieser Sensor befindet sich in den Nervenzellen der Haut selbst und ist entscheidend für beide Seiten des Prozesses: sowohl für die Erzeugung des Juckgefühls als auch für dessen Beruhigung. Wie in den Veröffentlichungen erklärt wird, sagt etwas dem Gehirn, aufzuhören, wenn wir kratzen. Diese Entdeckung könnte erhebliche klinische Konsequenzen haben. Wichtiges wissenschaftliches Ereignis: 21. Februar 2026 — Präsentation der Forschungsergebnisse auf dem Kongress der Biophysical Society Die Wissenschaftler hoffen, dass ein besseres Verständnis dieses Mechanismus den Weg für neue Therapien für Millionen von Menschen ebnet, die unter chronischen Hauterkrankungen mit hartnäckigem Juckreiz leiden, wie atopische Dermatitis, Ekzem oder Psoriasis. Aktuelle Behandlungsmethoden bringen oft nur teilweise Linderung. Das Gefühl von Juckreiz und der Kratzreflex sind evolutionär alte und grundlegende Abwehrreaktionen des Körpers, die darauf abzielen, Parasiten oder reizende Substanzen von der Haut zu entfernen. Chronischer Juckreiz, der nicht mit einer direkten Bedrohung verbunden ist, stellt jedoch ein ernsthaftes medizinisches Problem dar und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Studie, die unter der Leitung von Wissenschaftlern, darunter Roberta, durchgeführt wurde, wurde während des prestigeträchtigen, jährlichen Treffens der Biophysical Society vorgestellt. Dieser Kongress, eine der weltweit führenden Konferenzen im Bereich der Biophysik, dient als Plattform für die Präsentation neuester Entdeckungen an der Schnittstelle von Biologie und Physik. Weitere Arbeiten werden sich auf die detaillierte Kartierung der an diesem Hemmprozess beteiligten neuronalen und molekularen Signalwege konzentrieren.
Mentioned People
- Roberta — Wissenschaftlerin, die die Forschung zum Juckreizmechanismus leitet