Die spanische Börse erlebte eine historische Handelssitzung nach der Veröffentlichung der Jahresergebnisse durch Schlüsselakteure des Verteidigungs- und Medizinsektors. Das Technologie- und Verteidigungsunternehmen Indra verzeichnete einen Kursanstieg von über 21% und erreichte nach der Bekanntgabe eines 57-prozentigen Gewinnwachstums historische Höchststände. Ein ebenso spektakuläres Ergebnis legte Grifols vor, das trotz früherer Marktkontroversen sein Nettoergebnis mehr als verdoppelte, was Anleger beruhigte und eine Schuldenreduzierung des Unternehmens ermöglichte.
Explosion des Indra-Aktienkurses
Anstieg um 21% nach Bekanntgabe eines Nettogewinns von 436 Mio. Euro und eines Rekordauftragsportfolios für Rüstungsgüter.
Rückkehr von Grifols zur alten Form
Der Nettogewinn stieg um 156% auf 402 Mio. Euro, was eine erhebliche Schuldenreduzierung und Stabilisierung des Unternehmens ermöglichte.
Dia kommt wieder auf die Beine
Die Supermarktkette schloss das Jahr mit einem Gewinn von 129 Mio. Euro ab und plant die Eröffnung von 100 neuen Geschäften im Jahr 2026.
Rekorde im Immobiliensektor
Die Insur-Gruppe verzeichnete die besten Ergebnisse in ihrer 80-jährigen Geschichte und erzielte einen Nettogewinn von 39,3 Mio. Euro.
Die Handelssitzung an der Madrider Wertpapierbörse endete mit historischen Rekorden des Hauptindex Ibex 35, angetrieben von Euphorie um den Verteidigungssektor und positiven Finanzberichten der größten Konzerne. Unbestrittener Spitzenreiter der Gewinne war das Unternehmen Indra Sistemas, dessen Aktien um 21,26% auf 62,75 Euro stiegen. Das Unternehmen unter der Führung von Ángel Escribano gab einen Nettogewinn von 436 Mio. Euro für das Jahr 2025 bekannt, was einem Anstieg von 57% im Jahresvergleich entspricht. Anleger reagierten begeistert nicht nur auf die Ergebnisse, sondern auch auf das Rekordauftragsportfolio, das 16 Mrd. Euro überstieg, hauptsächlich dank Rüstungsaufträgen im Zusammenhang mit der Modernisierung der spanischen Armee und der Anpassung der Ausgaben an NATO-Standards. Der Pharmasektor lieferte ebenfalls starke Wachstumsimpulse. Der auf plasmaprodukte spezialisierte Multinationale Grifols verzeichnete einen Nettogewinn von 402 Mio. Euro, was einem Anstieg von über 156% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist ein Zeichen einer deutlichen Erholung nach einer schwierigen Phase, in der das Unternehmen Ziel von Angriffen spekulativer Fonds war, die seine finanzielle Transparenz in Frage stellten. Das Unternehmen senkte erfolgreich seine Schuldenquote auf das 4,2-fache des EBITDA, was von Analysten der JP Morgan und anderen führenden Bankinstituten anerkannt wurde, die die Stabilisierung der Cashflows betonten. Die spanische Wirtschaft legt in den letzten Jahren einen starken Schwerpunkt auf die Entwicklung strategischer Verteidigungstechnologien, was in den breiteren europäischen Trend nach der Veränderung der geopolitischen Lage im Jahr 2022 passt.Auf dem Handelssektor signalisierte die Supermarktkette Dia nach einer Phase tiefer Restrukturierung eine Rückkehr zur Profitabilität und wies 129 Mio. Euro im Plus aus. Das Unternehmen kündigte einen Plan für eine aggressive Expansion auf dem heimischen Markt an, der die Eröffnung von 100 neuen Filialen im Jahr 2026 vorsieht. Gleichzeitig informierte das Unternehmen Veolia über die Stärkung seiner Position in Spanien, wo seine Einnahmen sich der 3-Milliarden-Euro-Grenze näherten. Es ist erwähnenswert, dass der Aufschwung fast alle Schlüsselsektoren erfasste – von der Energie (Rückkehr von Siemens Energy zur Dividende) bis hin zu Bauträgern, wo beispielsweise das Unternehmen Insur historische Rekorde bei den operativen Ergebnissen verzeichnete. „Se sigue trabajando en la integración de EM&E, lo que nos permitirá fortalecer aún más nuestra posición en el sector de la Defensa.” (Es wird weiter an der Integration von EM&E gearbeitet, was es uns ermöglichen wird, unsere Position im Verteidigungssektor weiter zu stärken.) — Vorsitzender des Unternehmens Indra Sistemas
Perspektywy mediów: Medien betonen die Markterfolge und die effektive Modernisierung der Armee als Beweis für die Stärke der nationalen Industrie. Analysten weisen auf die Risiken hin, die mit der hohen Exposition der Unternehmen gegenüber Regierungsaufträgen und ihrer Anfälligkeit für variable politische Zyklen verbunden sind.
Mentioned People
- Ángel Escribano — Vorsitzender des Unternehmens Indra Sistemas
- Ricardo Pumar — Geschäftsführer des Unternehmens Insur
- Martín Tolcachir — Generaldirektor der Dia-Gruppe
- Daniel Tugues — Direktor von Veolia in Spanien
- Estelle Brachlianoff — Chefin des Konzerns Veolia