Spanien kämpft mit einem wachsenden fiskalischen Druck, der aus Rekordausgaben für Renten resultiert, die im Februar 14,272 Milliarden Euro erreichten. Gleichzeitig verzeichnet das Land einen in der letzten Dekade beispiellosen Füllstand der Wasserreservoirs von fast 83%. Trotz der optimistischen Daten zu den Wasserressourcen zeigt die Wirtschaft Anzeichen eines Ungleichgewichts, die sich in einer höheren Inflation als in den anderen großen Ländern der Eurozone äußern.

Rekordkosten für Renten

Die Ausgaben für Rentenleistungen erreichten im Februar 2026 einen historischen Wert von 14,272 Milliarden Euro bei einem rasanten Anstieg der Zahl der Rentner.

Hoher Füllstand der Wasserreservoirs

Die landesweiten Wasserressourcen erreichten 82,9% der Kapazität, den höchsten Stand seit 2014, obwohl Katalonien immer noch ein Defizit aufweist.

Expansion chinesischer Autos

Chinesische Automobilhersteller kontrollieren bereits über 10% des spanischen Marktes und machen Spanien zu ihrem zweiten Brückenkopf in Europa.

Inflation über dem Durchschnitt

Trotz des Rückgangs der Inflation in der Eurozone auf 1,7% hält Spanien eine höhere Preisdynamik als Deutschland oder Frankreich aufrecht.

Das spanische Sozialsystem steht vor einer enormen finanziellen Herausforderung. Neuesten Daten zufolge sind die monatlichen Ausgaben für Rentenleistungen auf einen Rekordwert von 14,272 Milliarden Euro gestiegen, was mit dem Zuzug von fast 400.000 neuen Leistungsempfängern innerhalb eines einzigen Jahres zusammenhängt. Die Durchschnittsrente zeigt starke regionale Unterschiede und erreicht in Kastilien und León 1368 Euro, während sie in anderen Regionen wie Kastilien-La Mancha fast 100 Euro niedriger liegt. Eine besonders schwierige Situation betrifft Personen, die im System RETA versichert sind und deren Leistungen im Durchschnitt um 670 Euro niedriger sind als im allgemeinen System. Im Bereich der natürlichen Ressourcen verzeichnet Spanien eine seltene Fülle. Eine Reihe von Wetterfronten hat dazu geführt, dass die nationalen Wasserreservoirs zu 82,9% gefüllt sind – der höchste Stand seit fast 12 Jahren. Dennoch ist die Lage nicht einheitlich: Während sich der größte Teil des Landes über einen Wasserüberschuss freut, zeigen die Ressourcen in den inneren Einzugsgebieten Kataloniens einen rückläufigen Trend, was die Aufrechterhaltung teilweiser Beschränkungen erzwingt. Experten weisen auch auf den technischen Zustand der Infrastruktur hin und stellen fest, dass es im Land über 1.200 große Staudämme gibt, von denen ein erheblicher Teil aufgrund ihres Alters und des zunehmenden Risikos extremer Wetterereignisse modernisiert werden muss. Spanien kämpft historisch mit zyklischen Perioden schwerer Dürre, was den Staat bereits Mitte des 20. Jahrhunderts zum Bau eines der am weitesten entwickelten Staudammnetze Europas veranlasste, um Landwirtschaft und Tourismus zu sichern.Interessante Veränderungen finden auf dem Automobilmarkt statt, wo der Marktanteil chinesischer Marken bereits 10% überschritten hat. Dieses Phänomen geht einher mit der Alterung der Fahrzeugflotte – aufgrund steigender Neuwagenpreise nutzen Spanier ihre Autos durchschnittlich 13 Jahre länger. Im Hintergrund dieser Ereignisse bleibt die makroökonomische Lage: Obwohl die HVPI-Inflation in der Eurozone auf 1,7% gesunken ist, verzeichnet die spanische Wirtschaft immer noch eine höhere Preisdynamik als ihre wichtigsten Handelspartner, was die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Industrie schwächt.

Mentioned People

  • Maurici Lucena — Vorsitzender des Flughafenbetreibers Aena, der die Investitionspolitik des Unternehmens öffentlich gegen Kritik von Fluggesellschaften verteidigte.
  • Carlos Cuerpo — Spanischer Wirtschaftsminister, der sich zur Integration der Finanzmärkte äußerte.