In Deutschland ist ein besorgniserregender Anstieg von Angriffen auf Gedenkstätten für Opfer des Nationalsozialismus verzeichnet worden. Offiziellen Daten zufolge kam es im vergangenen Jahr zu fast 70 solcher Vorfälle, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren bedeutet. Die Täter begehen meist Vandalismusakte wie das Abreißen von Informationstafeln, die Zerstörung von Grablichtern oder das Sprühen beleidigender Parolen. Gedenkstätten stellen ein zentrales Element der deutschen Geschichtspolitik dar. Die Bundesregierung und zivilgesellschaftliche Organisationen verurteilen diese Taten und betonen die Notwendigkeit eines verstärkten Schutzes und von Bildungsarbeit.

Statistiken der Angriffe und ihr Anstieg

Laut Bundesbericht wurden im Jahr 2025 67 Angriffe auf Gedenkstätten verzeichnet, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu 44 Vorfällen im Vorjahr bedeutet. Diese Daten stammen aus der Bundesstatistik, die Informationen über politisch motivierte Straftaten, einschließlich solcher aus Hassmotiven, sammelt. Grafiken zeigen einen klaren Aufwärtstrend der Vorfallszahlen in den letzten Jahren, was bei Behörden und der Zivilgesellschaft tiefe Besorgnis hervorruft.

Charakter und Folgen der Vorfälle

Die Straftaten sind überwiegend Vandalismus. Sie bestehen aus dem Abreißen oder Zerstören von Informationstafeln, der Verwüstung von Ausstellungselementen, der Zerstörung von Grablichtern und Blumen sowie dem Sprühen von Parolen und Symbolen. Auch wenn die physischen Schäden oft relativ leicht zu beseitigen sind, ist ihre symbolische Dimension für die Familien der Opfer und die gesamte Gesellschaft zutiefst verletzend. Diese Angriffe treffen die Idee der Gedenkstätten als Räume der Reflexion und Mahnung und untergraben ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Täterprofil und Motivationen

Offizielle Analysen zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Angriffe einen rechtsextremen Hintergrund hat. Die Motivation ist oft ideologischer Hass sowie der Wunsch, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu leugnen oder zu verharmlosen. Das polnische Wochenmagazin "Do Rzeczy" berichtet hingegen, dass sich unter den Tätern auch Vertreter der extremen Linken befinden, was eine wichtige Ergänzung des Bildes vom Konflikt um den symbolischen Raum darstellt. Dies deutet auf eine Politisierung und Instrumentalisierung des historischen Gedächtnisses von verschiedenen Seiten des politischen Spektrums hin.

Reaktionen der Behörden und Gegenmaßnahmen

Die Bundesregierung, die Länder und die Organisationen, die die Gedenkstätten verwalten, haben die Angriffe entschieden verurteilt. Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Objekte besser zu schützen, darunter eine verstärkte Überwachung und Zusammenarbeit mit der Polizei. Gleichzeitig wird betont, dass die entscheidende Antwort auf die Gewalt die Stärkung der historischen und gesellschaftlichen Bildung sein muss, um den Ursachen von Hass und mangelndem Respekt für die Opfer entgegenzuwirken.

In Deutschland wurde in letzter Zeit ein deutlicher Anstieg von Angriffen auf Gedenkstätten für NS-Opfer verzeichnet, was eine ernste Herausforderung für die dortige Erinnerungskultur darstellt. Offizielle Daten aus der Bundesstatistik für politisch motivierte Kriminalität sind eindeutig: Im Jahr 2025 wurden 67 solcher Vorfälle registriert, während es im Vorjahr 44 waren. Diese steigende Tendenz ruft tiefe Besorgnis unter Politikern, Museumsleitern und der Zivilgesellschaft hervor. Bei den Vorfällen handelt es sich vor allem um Vandalismusakte wie das Abreißen und Zerstören von Informationstafeln, die Verwüstung von Ausstellungselementen, die Zerstörung von Grablichtern sowie das Sprühen beleidigender Symbole und Parolen. Auch wenn die materiellen Schäden oft relativ gering und schnell zu beheben sind, ist ihre symbolische Dimension enorm. Die Angriffe treffen den Kern dieser Orte, die Räume der Stille, Reflexion und Mahnung vor den Verbrechen des Totalitarismus sein sollen. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten Westdeutschland und später das wiedervereinigte Deutschland eine weltweit einzigartige Erinnerungskultur (Erinnerungskultur), die auf dem Eingeständnis der Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus basiert. Ihre Säulen sind zahlreiche Gedenkstätten, Museen, Denkmäler sowie die Einbeziehung der Themen Holocaust und Diktatur in die Lehrpläne. Dieser Prozess, der heute als vorbildlich gilt, stieß jahrzehntelang auf Widerstand in Teilen der Gesellschaft und war Gegenstand heftiger politischer und historischer Debatten. Eine Analyse des Täterprofils durch deutsche Behörden zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Angriffe einen rechtsextremen Hintergrund hat und durch neonazistische Ideologie, Geschichtsrevisionismus oder Verharmlosung der Verbrechen motiviert ist. Das polnische Wochenmagazin „Do Rzeczy“ weist in seinem Artikel jedoch auf eine andere Perspektive hin und berichtet, dass sich unter den Tätern auch Vertreter der extremen Linken befinden. Diese Information, die im Artikelinhalt zwar nicht bestritten wird, findet jedoch keine Bestätigung in den Statistiken und offiziellen Mitteilungen der deutschen Behörden, die von der Deutschen Welle und der Tagesschau zitiert werden. Dies könnte auf Unterschiede in der medialen Rahmung hinweisen: Deutsche Medien konzentrieren sich auf das dominante, von den Behörden bestätigte rechtsextreme Profil, während die polnische Quelle ein breiteres, politisch diversifiziertes Bild des Konflikts um den symbolischen Raum betont. Die Reaktionen der Behörden sind eindeutig verurteilend. Die Bundesregierung, die Landesregierungen und die Vereine, die die Gedenkstätten verwalten, bewerten diese Aktionen einhellig als inakzeptablen Angriff auf die demokratische Erinnerungskultur. Es werden konkrete Gegenmaßnahmen ergriffen, darunter eine verstärkte physische Sicherung der Objekte durch Überwachung und eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei. „Diese Angriffe sind ein Schlag gegen die Fundamente unserer demokratischen Erinnerungskultur. Sie zeigen, wie wichtig die stetige Bildungsarbeit ist.” — Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, der sich zu den Angriffen und der Bedeutung von Bildung äußert. Die Worte des Direktors der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas treffen den Kern der Reflexion – neben physischen Schutzmaßnahmen muss die entscheidende Antwort die Stärkung der historischen und staatsbürgerlichen Bildung sein. Angesichts des Anstiegs von Hasskriminalität stehen Gedenkstätten an vorderster Front im Kampf für demokratische Werte.

Mentioned People

  • Uwe Neumärker — Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, der sich zu den Angriffen und der Bedeutung von Bildung äußert.