Ein Team von Paläontologen unter der Leitung von Professor Paul Sereno hat in Niger die Überreste einer bisher unbekannten Dinosaurierart aus der Familie der Spinosauridae entdeckt. Dieser Raubsaurier, benannt Spinosaurus mirabilis, maß dreizehn Meter Länge und besaß einen einzigartigen, säbelartigen Kamm. Der Fund ist besonders bedeutsam, da es der erste Fall seit über einem Jahrhundert ist, dass so gut erhaltenes Schädelmaterial dieses amphibischen Giganten geborgen wurde.

Entdeckung einer neuen Art

Wissenschaftler identifizierten Spinosaurus mirabilis, einen gigantischen Räuber mit einer Länge von 13 Metern und einem Gewicht von 7 Tonnen, ausgestattet mit einem einzigartigen, halbmeterlangen Kamm.

Historischer Schädelfund

Es ist der erste erfolgreiche Versuch seit über 100 Jahren, Schädelfragmente eines Spinosaurus zu bergen, die aufgrund ihrer empfindlichen Struktur äußerst selten sind.

Expedition von Paul Sereno

Das Team unter der Leitung des Professors aus Chicago fand die Fossilien im zentralen Niger, basierend auf geologischen Aufzeichnungen aus den 1950er Jahren.

Ein internationales Team zwanzig Wissenschaftler hat eine sensationelle Entdeckung in einer abgelegenen Ecke der zentralen Sahara auf dem Gebiet von Niger gemacht. Die Forscher stießen auf Fossilien einer neuen Art von Spinosaurus, der sich durch eine ungewöhnliche Anatomie auszeichnet. Das markanteste Merkmal des neu beschriebenen Spinosaurus mirabilis ist ein Kopfkamm, der in seiner Form einem Bułat (einer gekrümmten Säbel) ähnelt. Paläontologen vermuten, dass dieser etwa einen halben Meter lange Fortsatz auffällig gefärbt gewesen sein und der innerartlichen Kommunikation oder der Abschreckung von Rivalen gedient haben könnte. Die ersten Spinosaurus-Überreste wurden 1912 von Ernst Stromer in Ägypten entdeckt, doch die originalen Fossilien wurden 1944 während der Bombardierung Münchens im Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich zerstört. Die Expedition, geleitet von Paul Sereno von der University of Chicago, wurde durch einen Hinweis in einer Monografie eines französischen Geologen aus den 1950er Jahren inspiriert. Nach Jahren der Suche gelang es, Knochenmaterial eines Individuums zu finden, das zu Lebzeiten über sieben Tonnen wog und eine Länge von 13 Metern erreichte. Dies ist ein Durchbruch für die Wissenschaft, da seit über hundert Jahren keine so vollständigen Schädelfragmente eines Spinosaurus gefunden wurden. Der kreidezeitliche Räuber war ein spezialisierter Fischjäger, was seine kräftigen Zähne und seine Anpassung an das Leben in der Nähe damaliger Gewässer belegen, die vor Millionen von Jahren an der Stelle der heutigen Wüste existierten. „Es ist das erste Mal seit über einem Jahrhundert, dass Schädelmaterial eines Spinosaurus gefunden wurde. Es ist das zerbrechlichste und am schwersten zu findende Element. Das ist der wahre Hauptgewinn in der Lotterie.” — Paul Sereno Die Wissenschaftler betonen, dass der Fund in Niger, fernab alter Küstenlinien der Ozeane, die außergewöhnlich weite Verbreitung dieser Reptilien belegt. Das entdeckte Exemplar, umgangssprachlich „Höllenreiher” genannt, wirft neues Licht auf die Evolution der Theropoden in Afrika. Analysen deuten darauf hin, dass das Tier vor etwa 100 Millionen Jahren lebte. Derzeit laufen Arbeiten zur Rekonstruktion des vollständigen Skeletts, was ein noch genaueres Verständnis der Biologie dieser „wunderbaren” Echse ermöglichen wird. Vergleich der Größen der größten Theropoden: Spinosaurus mirabilis: 13, Tyrannosaurus rex: 12, Giganotosaurus: 13, Carcharodontosaurus: 12

Mentioned People

  • Paul Sereno — Paläontologe an der University of Chicago, Leiter der Forschungsexpedition in der Sahara.
  • Daniel Vidal — Spanischer Paläontologe, der an der Entdeckung der Fossilien beteiligt war.