Der Internationale Skiverband hat eine endgültige Entscheidung zum Protest der finnischen Mannschaft getroffen. Die Finnen hatten die Ergebnisse der Sprint-Langlaufwettbewerbe bei den Olympischen Spielen angefochten und beschuldigten das norwegische Team, Vorschriften zur Ski-Präparierung verletzt zu haben. Der Verband wies den Einspruch jedoch als verspätet zurück, was eine Änderung der offiziellen Medaillenwertung in dieser Disziplin ausschließt.
Verfahrensfehler Finnlands
Der Protest wurde vom FIS zurückgewiesen, da die 15-minütige Frist für die Meldung von Einwänden nach Rennende nicht eingehalten wurde.
Streit um Wachstechnologie
Die Norweger verwendeten eine spezielle Maschine zum Erwärmen von Kleber, was nach Ansicht der Finnen und Schweden einen unfairen technologischen Vorteil darstellte.
Dominanz Norwegens hält an
Trotz der Vorwürfe behielt Johannes Klaebo die Goldmedaille, und die norwegische Frauen-Staffel erweiterte die Medaillenbilanz um ein weiteres Gold.
Die Kontroversen um die Langlaufwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Tesero fanden ihren Abschluss in einer Entscheidung des Internationalen Skiverbands. Der Streit entbrannte nach dem Männer-Sprint, den Johannes Klaebo gewann. Die finnische Mannschaft und das dortige Olympische Komitee legten offiziellen Einspruch ein und warfen den Norwegern die Anwendung unerlaubter Wachsmethoden vor. Stein des Anstoßes war eine moderne Maschine zum Auftragen einer Klebeschicht, die die Norweger angeblich in die Service-Zone eingeführt hatten. Die Finnen argumentierten, dies verletze das Prinzip des Fair Play und schaffe ungleiche Wettkampfbedingungen. Jedoch teilte der FIS mit, der Protest sei aus Verfahrensgründen abgewiesen worden. Gemäß den Regularien müssen alle Einwände bezüglich der Ausrüstung von Athleten oder des Wettkampfverlaufs innerhalb von 15 Minuten nach Bekanntgabe der inoffiziellen Ergebnisse vorgebracht werden. Die Finnen versaumten die Einhaltung dieser Formalitäten, wodurch ihr Antrag im Lichte des Sportrechts gegenstandslos wurde. Der Verband betonte, dass zwar die Norweger die Erlaubnis zur Nutzung der Maschine erhalten hätten, diese Information jedoch allen Teams hätte mitgeteilt werden müssen, was auf gewisse Kommunikationsmängel seitens des Verbands hindeutet, jedoch keine Änderung der sportlichen Ergebnisse zur Folge hat. Die Geschichte von Ausrüstungsstreitigkeiten im Wintersport reicht bis in die 1980er Jahre zurück, als die Einführung der Skating-Technik im Langlauf eine radikale Änderung der Regularien und Methoden der Ski-Präparation erzwang. Parallel zum norwegischen Technik-Skandal geriet auch das Team der USA ins Visier. Die Finnen wiesen auf die Anwesenheit einer unerlaubten Flasche in der Service-Zone während des Rennens von Ben Ogden um die Silbermedaille hin. Trotz dieser zahlreichen Kontroversen blieb die Medaillenwertung unverändert. Norwegen festigte seine Führungsposition, indem es am Samstag zusätzliches Gold in der Frauen-Staffel über 4 x 7,5 km gewann, wobei es die Schwedinnen und Finninnen hinter sich ließ. Diese Situation wirft einen Schatten auf die Beziehungen zwischen den nordischen Verbänden, die seit Jahren um die Vorherrschaft im Langlauf konkurrieren. „Die Fristen für die Einlegung eines Einspruchs sind abgelaufen, weshalb der Protest nicht mehr zulässig ist.” — FIS-Vertreter
Mentioned People
- Johannes Klaebo — Norwegischer Langläufer, mehrfacher Olympiamedaillengewinner, dessen Sieg im Sprint Gegenstand des Protests war.
- Ben Ogden — Amerikanischer Langläufer, der die Silbermedaille im Sprint gewann; auch in seinem Umfeld wurden Verstöße vermutet.