Das ukrainische Kulturministerium hat die formelle Genehmigung für die Durchführung von Sucharbeiten nach den Überresten polnischer Opfer im ehemaligen Dorf Huta Pieniacka erteilt. Diese am 18. Februar 2026 bekanntgegebene Entscheidung stellt die Umsetzung der Vereinbarungen dar, die beim Dezember-Gipfeltreffen der Präsidenten Karol Nawrocki und Wolodymyr Selenskyj getroffen wurden. Die Arbeiten zielen darauf ab, die Grabstätten von Einwohnern zu lokalisieren, die 1944 von ukrainischen Nationalisten und deutschen Kollaborateuren ermordet wurden.

Offizielle Genehmigung des Kulturministeriums

Das ukrainische Kulturministerium hat den Antrag auf Arbeiten in Huta Pieniacka genehmigt, der vom Partner des IPN am 16. Februar 2026 gestellt wurde.

Ergebnis des Präsidentengipfels

Die Entscheidung ergibt sich aus direkten Vereinbarungen zwischen Karol Nawrocki und Wolodymyr Selenskyj während ihres letzten Treffens in Warschau.

Ziel der archäologischen Arbeiten

Die Untersuchungen zielen auf die Identifizierung von Grabstätten der Opfer der Niedermetzelung vom Februar 1944 ab, die von ukrainischen und deutschen Einheiten ermordet wurden.

Die Behörden in Kiew haben beschlossen, eine weitere Genehmigung für Sucharbeiten im Gebiet Lwiw zu erteilen, was als wichtiger Schritt zur Lösung historischer Streitigkeiten zwischen Polen und der Ukraine interpretiert wird. Die Genehmigung betrifft das Gebiet des ehemaligen Dorfes Huta Pieniacka, das sich heute administrativ innerhalb der Grenzen der Ortschaften Scharkiw und Holubytscha befindet. Das ukrainische Kulturministerium teilte mit, dass der Antrag in dieser Sache am 16. Februar 2026 eingegangen sei und auf der Grundlage eines zuvor von der Lwiwer Gebietsstaatsverwaltung gebilligten Programms positiv beschieden wurde. Eine Schlüsselrolle im Prozess spielte das Unternehmen „Wolhynische Altertümer“, das der ukrainische Partner des polnischen Instituts für Nationales Gedenken ist. Das Verbrechen in Huta Pieniacka ereignete sich am 28. Februar 1944. Das Dorf wurde von Soldaten der 14. Waffen-Grenadier-Division der SS und Einheiten ukrainischer Nationalisten niedergemetzelt, was zum Tod von 600 bis 1200 polnischen Einwohnern führte. Diese Entscheidung ist das direkte Ergebnis eines kürzlichen Treffens, an dem der polnische Präsident Karol Nawrocki und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnahmen. Während der Gespräche in Warschau war die Frage der Exhumierung und würdigen Bestattung der Opfer des Wolhynien-Massakers eines der prioritären Themen. Vertreter des polnischen IPN betonen, dass die vorliegende Genehmigung die Lokalisierung und Sondierungssucharbeiten betrifft, was eine notwendige Etappe vor dem Beginn der eigentlichen Exhumierungen darstellt. Die ukrainische Seite weist darauf hin, dass diese Maßnahmen in den Rahmen der Zusammenarbeit der polnisch-ukrainischen Arbeitsgruppe für historisches Gedenken fallen. Die Ausstellung der Dokumente fällt mit dem 82. Jahrestag der Tragödie zusammen, der unter anderem mit der Aufführung „Ballade von Wolhynien“ in Neisse und Gedenkfeiern in Babice gewürdigt wurde. „Das Kulturministerium der Ukraine hat nach Prüfung des Antrags vom 16. Februar 2026 eine weitere Genehmigung für die Durchführung von Sucharbeiten im Gebiet des ehemaligen Dorfes Huta Pieniacka erteilt.” — Kommuniqué des ukrainischen Kulturministeriums 82 lata — seit der Vernichtung des polnischen Dorfes vergangen Zeitplan der Maßnahmen in Huta Pieniacka: 17. Oktober 2025 — Genehmigung des Arbeitsprogramms durch die Lwiwer Verwaltung; 16. Februar 2026 — Einreichung des offiziellen Genehmigungsantrags; 18. Februar 2026 — Erteilung der Genehmigung durch das ukrainische Kulturministerium; 28. Februar 2026 — 82. Jahrestag der Niedermetzelung des Ortes

Betonung der Bedeutung des Dialogs und der europäischen Aspirationen der Ukraine als Motor für Veränderungen im Umgang mit der schwierigen Geschichte. | Akzentuierung des Erfolgs der harten Diplomatie des Präsidenten aus patriotischen Kreisen und der Notwendigkeit einer vollständigen Aufklärung des Verbrechens.

Mentioned People

  • Karol Nawrocki — Präsident der Republik Polen, der während des Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten die Genehmigung für Sucharbeiten aushandelte.
  • Wołodymyr Zełenski — Präsident der Ukraine, der die Zusammenarbeit in der Frage der Exhumierung der Opfer des Wolhynien-Massakers zusagte.