Neueste statistische Daten aus Südkorea bestätigen eine Umkehr des negativen demografischen Trends. Im Jahr 2025 wurden 254.500 Geburten verzeichnet, was den stärksten Anstieg seit 15 Jahren darstellt. Die Fertilitätsrate, obwohl immer noch die niedrigste der Welt, stieg zum zweiten Jahr in Folge auf 0,80. Experten führen diesen Erfolg auf das Eintreten der sogenannten 'Echo-Boomer'-Generation ins gebärfähige Alter sowie auf staatliche Förderprogramme für junge Ehepaare zurück.

Durchbrechen des Abwärtstrends

Die Zahl der Geburten steigt zum zweiten Jahr in Folge, was den stärksten positiven Trend seit 15 Jahren in der Geschichte der koreanischen Bevölkerungsstatistik darstellt.

Gebärfähiges Alter des Babybooms

Die Hauptursache für den Anstieg ist das Eintreten von etwa 3,6 Millionen Menschen, die zwischen 1991 und 1995 geboren wurden, in die Phase der höchsten Fruchtbarkeit.

Anstieg der Fertilitätsrate

Der TFR-Koeffizient stieg auf 0,80 im Vergleich zu 0,72, der zwei Jahre zuvor verzeichnet wurde, was als deutliches Signal der Stabilisierung gewertet wird.

Die Daten des südkoreanischen Statistikamtes für das Jahr 2025 haben eine Welle des Optimismus unter Demografen und Entscheidungsträgern ausgelöst. Die Zahl der Geburten stieg um 6,8 Prozent im Jahresvergleich und erreichte 254.500 Kinder. Dies ist das zweite Jahr in Folge mit einem Anstieg nach einem historischen Tief, das vor einigen Jahren verzeichnet wurde. Der Fertilitätskoeffizient verschob sich von 0,75 im Vorjahr auf nun 0,80. Obwohl dieser Wert immer noch drastisch niedrig und weit von einem Niveau entfernt ist, das eine Generationenersatz garantiert, ist die Verbesserungsrate die dynamischste seit anderthalb Jahrzehnten. Südkorea kämpft seit Ende der 90er Jahre mit einem starken Rückgang der Geburten. Seit 2018 verzeichnet das Land als einziges OECD-Mitglied eine Fertilitätsrate unter 1,0, was Sorgen um die Zukunft des dortigen Arbeitsmarktes und des Sozialversicherungssystems aufkommen lässt. Eine Analyse der demografischen Struktur deutet darauf hin, dass der Hauptmotor der aktuellen Erholung die zahlreiche Generation der sogenannten Echo-Boomer ist, die in der ersten Hälfte der 1990er Jahre geboren wurden. Über 3,6 Millionen Menschen im Alter von etwa 30 Jahren begannen massenhaft Familien zu gründen und holten Verspätungen auf, die unter anderem durch die Pandemie verursacht wurden. Die Maßnahmen der Regierung in Seoul, darunter erhöhte Zuschüsse und bevorzugte Hypothekendarlehen für Frischvermählte, sollen ebenfalls zur Stimulierung der Entscheidung für Elternschaft beigetragen haben. Dennoch bleiben Experten vorsichtig und betonen grundlegende Hindernisse wie den Unternehmensdruck und die Kosten der Kindererziehung. „South Korea's baby bump extends into second year, offering hope that the world's worst demographic crisis may be starting to ease.” (Der Babyboom in Südkorea setzt sich im zweiten Jahr fort und gibt Hoffnung, dass sich die schlimmste demografische Krise der Welt möglicherweise zu entspannen beginnt.) — Bloomberg Business 254 500 — Kinder wurden 2025 in Südkorea geboren. Trend der Fertilitätsrate in Südkorea: 2023: 0.72, 2024: 0.75, 2025: 0.80