Die John Lewis Partnership (JLP), ein britisches, im Mitarbeitereigentum stehendes Unternehmen, hat ihren Rückzug aus dem vor fünf Jahren initiierten Vorhaben zum Bau von Mietwohnungen bekannt gegeben. Das Unternehmen, das die Warenhauskette John Lewis und die Supermarktkette Waitrose führt, verweist auf einen „grundlegenden Wandel” der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zu den Faktoren, die zu dieser Entscheidung führten, zählen der rasante Anstieg der Zinssätze, der Inflationsdruck und die Vorsicht am Immobilienmarkt, die das Geschäft nicht mehr den Investitionskriterien der Gruppe entsprechen ließen. Dies bedeutet die Aufgabe der Pläne zum Bau von rund 10.000 preisgünstigen Wohnungen, darunter 7.000 auf bereits im Besitz der JLP befindlichen Grundstücken. Die strategische Kehrtwende zielt darauf ab, den Fokus wieder auf das Kerngeschäft im Einzelhandel zu legen.

Ende des Wohnungsbauprojekts

Die John Lewis Partnership gibt das 2020 initiierte Build to Rent-Vorhaben auf und verzichtet damit auf die Ambition, etwa 10.000 Mietwohnungen zu bauen. Die kleine Gruppe der am Projekt beteiligten Mitarbeiter soll Vorschläge für eine Versetzung innerhalb des Unternehmens erhalten.

Wirtschaftliche Gründe

Die Entscheidung wird durch einen „grundlegenden Wandel” des Wirtschaftsklimas motiviert. Das Unternehmen verweist auf hohe Zinssätze, Inflation sowie Vorsicht am Immobilienmarkt, die dazu führten, dass das Geschäftsmodell nicht mehr rentabel war und die Investitionskriterien nicht mehr erfüllte.

Rückkehr zum Kerngeschäft

Der Ausstieg aus dem Immobilienmarkt ist Teil einer umfassenderen strategischen Entscheidung, deren Ziel es ist, den Fokus wieder auf die Kernmarken im Einzelhandel, also die Warenhauskette John Lewis und die Supermarktkette Waitrose, zu konzentrieren.

Die britische Handelsgruppe John Lewis Partnership (JLP) hat ihr fünfjähriges Engagement im Wohnungsbausektor endgültig beendet. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen seinen Rückzug aus dem Build to Rent-Vorhaben an, das eine Antwort auf die Schwierigkeiten im traditionellen Einzelhandel sein sollte. Der ehrgeizige Plan, der unter der Führung der damaligen Vorsitzenden Dame Sharon White angekündigt wurde, sah die Schaffung von etwa 10.000 preisgünstigen Mietwohnungen vor, von denen 7.000 auf bereits im Besitz des Unternehmens befindlichen Grundstücken entstehen sollten. Wie ein JLP-Sprecher erläuterte, basierte das Projekt auf einer völlig anderen finanziellen Umgebung, die durch stabile Investitionsrenditen, niedrige Kreditkosten und erschwingliche Baukosten gekennzeichnet war. „Our rental property ambition was based on a very different financial environment: one with more stable investment returns, lower borrowing costs and more affordable costs to build homes. Unfortunately, the current climate - higher interest rates, inflationary pressures and a more cautious property market - has meant the model no longer meets the Partnership's investment criteria.” (Unsere Ambitionen im Mietimmobilienbereich basierten auf einer völlig anderen finanziellen Umgebung: einer mit stabileren Investitionsrenditen, niedrigeren Kreditkosten und erschwinglicheren Kosten für den Wohnungsbau. Leider hat das derzeitige Klima – höhere Zinssätze, Inflationsdruck und ein vorsichtigerer Immobilienmarkt – dazu geführt, dass das Modell nicht mehr den Investitionskriterien der Partnership entspricht.) — Sprecher der John Lewis Partnership Die Entscheidung steht somit in direktem Zusammenhang mit globalen wirtschaftlichen Phänomenen, die in den letzten Jahren auch viele andere Bau- und Investitionsvorhaben getroffen haben. Die John Lewis Partnership ist das größte im Mitarbeitereigentum stehende Unternehmen im Vereinigten Königreich, das strukturell einer Genossenschaft ähnelt. Dieses Modell, bekannt als Partnership, bildet seit Jahrzehnten die Grundlage ihrer Unternehmenskultur und -strategie. Angesichts des wachsenden Wettbewerbs durch Online-Händler sucht das Unternehmen seit Jahren nach neuen Einnahmequellen außerhalb des traditionellen Einzelhandels. Der aktuelle Schritt ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung auf das Kerngeschäft, also die Marken John Lewis und Waitrose. Wie Reuters berichtet, ist die Entscheidung zum Ausstieg aus dem Immobilienbereich Teil einer „umfassenderen strategischen Entscheidung, den Fokus wieder auf ihre Kernmarken im Einzelhandel zu legen”. Dies bedeutet, dass das Unternehmen zu dem zurückkehrt, was es am besten kann, und die Diversifizierung aufgibt, die sich unter den veränderten makroökonomischen Bedingungen als zu riskant erwiesen hat. Im Zusammenhang mit der Einstellung des Projekts soll das kleine, damit betraute Mitarbeiterteam in andere Abteilungen innerhalb der Gruppe versetzt werden.

Mentioned People

  • Dame Sharon White — Ehemalige Vorsitzende der John Lewis Partnership, die das Build to Rent-Projekt im Jahr 2020 initiierte.