Die US-Heimatschutzministerin Kristi Noem stand vor dem Kongress, um ihre Politik und Führung angesichts wachsender Kontroversen zu verteidigen. Die Anhörungen wurden dominiert von Berichten über systematische Behinderung von Aufsichtsbehörden, kontroversen Operationen der ICE-Agentur und einer Werbekampagne im Wert von 220 Millionen Dollar. Die Situation verschärfte sich durch Fragen zum Privatleben der Ministerin und ihre Weigerung, sich dafür zu entschuldigen, erschossene US-Bürger als "heimische Terroristen" bezeichnet zu haben.
Vorwürfe der Behinderung von Kontrollen
Der Generalinspekteur warf dem von Noem geführten Ministerium vor, Aufsichtsarbeiten absichtlich zu blockieren und operative Dokumentation zu verheimlichen.
Kontroverse um Opfer der ICE
Noem hielt an den Terrorismusvorwürfen gegen erschossene US-Bürger fest, was parteiübergreifende Kritik im Kongress auslöste.
Streit um Werbeausgaben
Das Ministerium gab 220 Mio. USD für eine Imagekampagne aus, während Mittel für Katastrophenhilfe eingefroren bleiben.
Die Anhörungen von Kristi Noem vor Kongressausschüssen legten tiefe politische Gräben und ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Transparenz des Heimatschutzministeriums offen. DHS geriet ins Kreuzfeuer der Kritik, nachdem der Generalinspekteur dem Ministerium systematische Behinderung der internen Aufsichtsarbeit vorgeworfen hatte. Laut der Aussage des Kontrolleurs blockierte die Verwaltung Noem absichtlich den Zugang zu Dokumenten, die für die Bewertung der Rechtmäßigkeit der dem Ministerium unterstellten Behörden entscheidend sind. Ein schwerwiegender Zankapfel erwies sich als die Einwanderungspolitik und die jüngsten Operationen der Agentur ICE in Minneapolis, bei denen zwei US-Bürger ums Leben kamen: Renee Good und Alex Pretti. Noem löste Empörung bei Politikern beider Parteien aus, indem sie sich weigerte, ihre Worte zurückzunehmen, die die Getöteten als "heimische Terroristen" bezeichneten. Während Demokraten ihre Führung als "Katastrophe" bezeichneten, äußerten auch einige Republikaner, darunter Senator Thom Tillis, Frustration über die mangelnde Reaktionsfähigkeit des Ministeriums und drohten mit einer vollständigen Blockade der Senatsarbeit, bis Erklärungen vorlägen. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001, als das DHS gegründet wurde, ist dieses Ministerium eines der größten und schwierigsten zu verwaltenden Organe der Bundesregierung, das aufgrund seines enormen Budgets und der Befugnisse der Grenzschutzbehörden regelmäßig strenger Kontrolle unterliegt.Das letzte Element der eskalierenden Spannungen wurden Fragen zu den Ausgaben für eine Medienkampagne zur Förderung des Ministeriums und Gerüchte über eine Affäre Noems mit ihrem engen Berater Corey Lewandowski. Noem wies diese Andeutungen kategorisch zurück und bezeichnete sie als "Boulevard-Müll" und einen Versuch, von wichtigen nationalen Sicherheitsfragen abzulenken. „What you’re doing here is tabloid garbage that is offensive to me and my staff.” (Was Sie hier tun, ist Boulevard-Müll, der mich und meine Mitarbeiter beleidigt.) — Kristi Noem Die Frage der Finanzierung des Ministeriums bleibt ungelöst, und die Republikaner versuchen, Noem politische Deckung zu verschaffen, während die Opposition darauf abzielt, die DHS-Chefin für angebliche Machtmissbräuche zur Verantwortung zu ziehen. Der Streit um 220 Millionen Dollar für Werbung angesichts eingefrorener Mittel für Rettungszwecke und Hilfe nach Naturkatastrophen vertieft nur die Erzählung von der Misswirtschaft des Ministeriums.
Mentioned People
- Kristi Noem — US-Heimatschutzministerin, im Kongress angehört.
- Corey Lewandowski — Berater von Kristi Noem, im Zusammenhang mit einer angeblichen Affäre erwähnt.
- Thom Tillis — Republikanischer Senator, der das Management des Ministeriums kritisierte.