Die Position von Kristi Noem, US-Heimatschutzministerin, schwächt sich nach einer katastrophalen Anhörung im Kongress rapide ab. Donald Trump soll mit ihrer Haltung "unzufrieden" sein und laut inoffiziellen Berichten bereits eine Liste potenzieller Nachfolger prüfen. Über der Ressortchefin lasten Vorwürfe der Behinderung der Bundesaufsicht, ungerechtfertigter Werbeausgaben sowie kontroverser Äußerungen über Opfer von Einwanderungsoperationen, die sie als "Terroristen" bezeichnete.

Vertrauensverlust bei Donald Trump

Der Präsident soll mit der Haltung von Kristi Noem unzufrieden sein und sucht laut Quellen aktiv nach ihrem Nachfolger auf dem Posten der DHS-Chefin.

Vorwürfe der Korruption und Misswirtschaft

Verträge über 143 Mio. USD, die ohne Ausschreibung vergeben wurden, sowie eine Werbekampagne für 220 Mio. USD, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde, wurden aufgedeckt.

Konflikt mit der Bundesaufsicht

Der Generalinspekteur wirft Noem vor, systematisch Kontrollen zu blockieren und Dokumente über die Handlungen des Ministeriums zu verheimlichen.

Kontroversen um ICE-Opfer

Die Ministerin hielt an der Bezeichnung der erschossenen US-Bürger als 'Terroristen' fest, was parteiübergreifende Kritik im Senat auslöste.

Die Anhörung von Kristi Noem vor gemeinsamen Kongressausschüssen entwickelte sich zu einem mehrstündigen politischen Spektakel, das eine tiefe Vertrauenskrise in der Führung des Heimatschutzministeriums offenlegte. Zum zentralen Streitpunkt wurde der Auftritt des Generalinspekteurs des DHS, der Noems Verwaltung vorwarf, die Arbeit der Aufsicht absichtlich und systematisch zu behindern. Dem Kontrolleur zufolge blockiert das Ministerium den Zugang zu Schlüsseldokumenten, was die Bewertung der Rechtmäßigkeit der Behördenhandlungen lähmt. Noem bestritt diese Berichte kategorisch und geriet in einen scharfen rhetorischen Streit mit dem Aufsichtsbeamten. Die Atmosphäre eskalierte, als die Kongressabgeordneten zur Analyse von Operationen der ICE in Minneapolis übergingen. Bei diesen Aktionen kamen zwei US-Bürger ums Leben: Renee Good und Alex Pretti. Die Ressortchefin löste Empörung aus, indem sie ihre frühere Einschätzung aufrechterhielt, in der sie die Opfer als "inländische Terroristen" bezeichnet hatte, und sich weigerte, sich bei den Familien der Verstorbenen zu entschuldigen. Die Gründung des DHS im Jahr 2002 war die größte Reorganisation der US-Regierung seit dem Zweiten Weltkrieg und zielte darauf ab, 22 verschiedene Behörden zu einem kohärenten System zum Schutz des Staates vor externen und internen Bedrohungen zu konsolidieren.Ebenso kontrovers erwies sich der finanzielle Aspekt. Ein Bericht der Demokraten warf Noem vor, Millionen von Dollar aus Fonds für Hilfe nach Naturkatastrophen eingefroren zu haben, während gleichzeitig 220 Millionen Dollar für eine breit angelegte Werbekampagne zur Förderung ihres Images ausgegeben wurden. Zudem wurde die Vergabe von Verträgen im Wert von 143 Millionen Dollar an ein mit ihrem Mitarbeiter verbundenes Unternehmen ohne Ausschreibung offengelegt. Die Republikaner, die zunächst versuchten, der Ministerin politischen Schutz zu gewähren, begannen selbst, Verärgerung zu äußern. Senator Thom Tillis drohte damit, die Arbeit des Senats zu blockieren, und beklagte sich über den chronischen Mangel an Antworten des Ministeriums auf Anfragen der Gesetzgeber. „Rumors of my affair are tabloid garbage.” (Gerüchte über meine Affäre sind Boulevardmüll.) — Kristi Noem Die neuesten Berichte deuten darauf hin, dass die politische Zukunft Noems nicht nur aufgrund von Angriffen der Opposition, sondern vor allem wegen des Vertrauensverlusts innerhalb des eigenen Lagers in Frage steht. Donald Trump soll vom Verteidigungsstil der Ministerin und der Tatsache genervt sein, dass ihre Anhörung die Medienberichterstattung in negativem Kontext dominierte. Obwohl Noem ihre Entscheidungen als notwendig für die "Sicherung der Grenzen" verteidigte, könnte die Kombination aus Korruptionsvorwürfen ohne Ausschreibung und der Behinderung staatlicher Kontrollen zu ihrer baldigen Entlassung führen. Fragen über die Beziehung zu ihrem Berater Corey Lewandowski bezeichnete die Ministerin als "beleidigend", doch in Washington wird zunehmend lauter über die Notwendigkeit gesprochen, einen neuen Führer für das DHS zu finden, der die operative Effizienz dieser Schlüsselinstitution wiederherstellt. 143 mln USD — Wert der Verträge ohne Ausschreibung für verbundenes Unternehmen

Mentioned People

  • Kristi Noem — US-Heimatschutzministerin, deren Position nach einer Anhörung im Kongress gefährdet ist.
  • Donald Trump — US-Präsident, der laut Berichten die Entlassung von Kristi Noem erwägt.
  • Corey Lewandowski — Enge Beraterin von Noem, mit der die Ministerin angeblich in einer privaten Beziehung steht.
  • Thom Tillis — Republikanischer Senator, der das Management des Heimatschutzministeriums kritisiert.