Das Bezirksgericht Katowice-Ost lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft gegen den Präsidenten von Częstochowa, Krzysztof M., ab. Der Kommunalpolitiker, der am Mittwoch vom CBA festgenommen wurde, erhielt zwei Korruptionsvorwürfe wegen Annahme von Vermögensvorteilen in Höhe von insgesamt mindestens 169.000 Złoty. Die Ermittler argumentierten mit der Notwendigkeit der Isolierung aufgrund der Befürchtung von Manipulationen, doch das Gericht entschied nach einer mehrstündigen Sitzung, den Politiker auf freien Fuß zu setzen. Krzysztof M. wurde in seinen Rechten als Mitglied der Neuen Linken suspendiert.

Keine Zustimmung zur Haft

Das Gericht lehnte den Antrag der Staatsanwaltschaft auf dreimonatige Haft für Krzysztof M. ab und erachtete freiheitsbeschränkende Maßnahmen als möglicherweise ausreichend.

Schwere Vorwürfe bezüglich bezahlter Protektion

Die Ermittler werfen dem Präsidenten vor, insgesamt 169.000 Złoty als Gegenleistung für Manipulationen im Stadthaushalt zugunsten bestimmter Aufträge angenommen zu haben.

Umfang der Ermittlungen

In dem vielschichtigen Verfahren bezüglich Korruption in Częstochowa gibt es bereits 18 Verdächtige, darunter ehemalige Beamte des Rathauses.

Parteipolitische Konsequenzen für das Stadtoberhaupt

Die Neue Linke suspendierte Krzysztof M. umgehend in seinen Rechten als Parteimitglied nach den Informationen über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Das Bezirksgericht Katowice-Ost hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Anwendung der vorbeugenden Maßnahme der Untersuchungshaft gegen Krzysztof M., den Präsidenten von Częstochowa, nicht stattgegeben. Die Entscheidung fiel spät am Donnerstagabend nach einer mehrstündigen Sitzung, in der die Rechtmäßigkeit des Antrags der Ermittler geprüft wurde. Die Staatsanwaltschaft forderte eine dreimonatige Isolierung des Kommunalpolitikers und verwies auf die Befürchtung von Manipulationen sowie die Gefahr einer hohen Strafe von bis zu acht Jahren Freiheitsentzug. Krzysztof M. verließ das Gerichtsgebäude gegen 20:30 Uhr in Begleitung seines Verteidigers, erklärte seine Freude über die Rückkehr nach Hause, lehnte jedoch eine sachliche Stellungnahme zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen ab. Die Untersuchungshaft in Polen ist eine vorbeugende Maßnahme, die angewendet wird, um den ordnungsgemäßen Ablauf des Strafverfahrens zu sichern, und ihre Anordnung fällt in die ausschließliche Zuständigkeit der Gerichte. Die dem Stadtoberhaupt von Częstochowa vorgeworfenen Vorwürfe sind korruptiver Natur und umfassen einen mehrjährigen Zeitraum seiner Amtsführung. Der erste betrifft die Jahre 2018–2022 und die Annahme von mindestens 40.000 Złoty als Gegenleistung für günstige Änderungen im Stadthaushalt, die die Durchführung einer öffentlichen Ausschreibung für einen bestimmten Unternehmer erleichtern sollten. Der zweite Vorwurf ist umfassender und umfasst den Zeitraum von September 2020 bis Oktober 2025, betrifft die systematische Annahme von Vorteilen von mehreren Personen in einer Gesamtsumme von 129.000 Złoty. Die Festnahme des Kommunalpolitikers war Teil einer umfassenderen Ermittlung, in der bereits achtzehn Personen, darunter der ehemalige Vizepräsident der Stadt Bartłomiej S., den Status eines Verdächtigen haben. „Nasze stanowisko jest takie, że po zapoznaniu się z pisemnym uzasadnieniem zostanie podjęta decyzja co do zażalenia” (Unsere Position ist, dass nach der Prüfung der schriftlichen Begründung eine Entscheidung über die Beschwerde getroffen wird) — Katarzyna Calów-Jaszewska Die Festnahme von Krzysztof M. löste eine unmittelbare politische Reaktion auf nationaler Ebene aus. Der Vorsitzende der Neuen Linken, Włodzimierz Czarzasty, entschied, den Präsidenten in seinen Rechten als Parteimitglied bis zur vollständigen Aufklärung des Falls zu suspendieren. Obwohl das Rathaus die Kontinuität der Arbeit der Behörde sicherstellt, wirft der Fall einen Schatten auf die mehrjährige Amtsführung des Kommunalpolitikers, der dieses Amt seit 2010 ununterbrochen ausübt. Parallel zum Fall des Präsidenten informierten die Behörden über Festnahmen im Zusammenhang mit der sogenannten Müllmafia, was eine Intensivierung der Antikorruptionsmaßnahmen in der Region Schlesien zeigt.

Mentioned People

  • Krzysztof M. — Präsident von Częstochowa, verdächtigt der Annahme von Vermögensvorteilen.
  • Katarzyna Calów-Jaszewska — Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft, die über Fortschritte in den Ermittlungen informiert.
  • Włodzimierz Czarzasty — Vorsitzender der Neuen Linken, der Krzysztof M. in der Partei suspendierte.
  • Bartłomiej S. — Ehemaliger Vizepräsident von Częstochowa, zuvor in derselben Angelegenheit verdächtigt.
  • Jacek Dobrzyński — Sprecher des Ministers für die Koordination der Spezialdienste.