Der Schweizer Skirennläufer Loïc Meillard gewann die Goldmedaille im Slalom bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina und zementierte damit die historische Dominanz seiner Mannschaft. Der Wettkampf am Montag in Bormio wurde jedoch vor allem durch das Drama um Atle Lie McGrath geprägt. Der Norweger, der nach dem ersten Lauf führte, schied im Finale aus und flüchtete in einem Anfall von Verzweiflung, nachdem er seine Ausrüstung weggeworfen hatte, in einen nahegelegenen Wald, um allein zu sein.

Historischer Triumph der Schweiz

Die Mannschaft der Schweiz dominierte die Spiele und gewann das vierte Gold in fünf alpinen Herrenwettbewerben, was eine Rekordserie für dieses Land darstellt.

Emotionaler Zusammenbruch McGraths

Der nach dem ersten Lauf führende Atle Lie McGrath schied aus und flüchtete in einem Anfall von Verzweiflung in den Wald, was er mit der Trauer um seinen Großvater erklärte.

Kritik an der Atmosphäre der Spiele

Der deutsche Skifahrer Linus Straßer kritisierte scharf die Organisation der Wettkämpfe in Bormio und nannte die vorherrschende Atmosphäre vor Ort steril und emotionslos.

Der Herren-Slalom auf der Piste Stelvio in Bormio lieferte extreme Emotionen, die den Fans des alpinen Skisports lange in Erinnerung bleiben werden. Loïc Meillard, Vertreter der Schweiz, erkämpfte den Olympiasieg und beendete damit eine lange erfolglose Serie seines Landes in dieser speziellen technischen Disziplin. Meillards Erfolg ist Teil eines umfassenderen Triumphes des Schweizer Teams, das in den alpinen Herrenwettbewerben vier der fünf möglichen Goldmedaillen sowie insgesamt acht Medaillen gewann und damit einen neuen nationalen Rekord aufstellte. Der Olympiasieger, der bald Vater wird, gab zu, dass diese Medaille die Krönung seiner einzigartigen Sammlung von diesen Spielen sei, die Trophäen in allen Farben umfasse. Doch was nach dem Fehler von Atle Lie McGrath geschah, zog die Aufmerksamkeit der Weltmedien ebenso auf sich wie der sportliche Triumph des Siegers. Der Norweger, der nach dem ersten Lauf mit einem Vorsprung von 0,59 Sekunden führte, machte einen Fehler im oberen Teil des zweiten Laufs und beendete den Wettkampf nicht. In einem Anfall großer Frustration warf der 25-jährige Athlet seine Skistöcke weg, kletterte über die Absperrung der Piste und begab sich in einen nahegelegenen Wald, wo er mehrere Minuten im Schnee lag. Erst das Eingreifen von Ordnungskräften und Fotografen veranlasste ihn zur Rückkehr. Wie der Athlet später selbst erklärte, war seine Reaktion nicht nur auf sportlichen Ehrgeiz zurückzuführen, sondern auch ein Ergebnis der Trauer um seinen kürzlich verstorbenen Großvater, dem er den olympischen Triumph widmen wollte. Der letzte Schweizer, der vor Meillards Erfolg eine olympische Goldmedaille im Slalom gewann, war Edy Reinalter, dem dies 1948 bei den Spielen in St. Moritz gelang.Ich musste einfach vor allem flüchten. Ich dachte, ich würde ein wenig Ruhe finden, was nicht gelang, weil mich im Wald Fotografen und die Polizei fanden. Ich brauchte Zeit für mich.Die Situation in Bormio löste auch eine Welle der Kritik an der Organisation der Spiele selbst aus. Der erfahrene deutsche Skirennläufer Linus Straßer, der den neunten Platz belegte, äußerte sich scharf über die Atmosphäre auf den Tribünen. Er kritisierte die übermäßige Regulierung der Veranstaltung und das Fehlen authentischer Emotionen und bezeichnete die Umgebung des Wettkampfs als Henrik Kristoffersen die Sportgeschichte des Tages, indem er dank des Fehlers seines Teamkollegen die Bronzemedaille gewann und damit seine olympische Bilanz erweiterte.

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Mentioned People

  • Loïc Meillard — Schweizer Skirennläufer, Gewinner der olympischen Goldmedaille im Slalom in Bormio.
  • Atle Lie McGrath — Norwegischer Skifahrer, der nach einem Misserfolg im Slalom mit seiner Flucht in den Wald für Aufsehen sorgte.
  • Henrik Kristoffersen — Norwegischer Skirennläufer, Bronzemedaillengewinner des Wettkampfs in Bormio.
  • Linus Straßer — Deutscher Athlet, der den Mangel an Emotionen während der italienischen Olympischen Spiele kritisierte.