Die iranischen Behörden haben die inhaftierte Nobelpreisträgerin Narges Mohammadi überraschend in ein Gefängnis in Zandschan im Norden des Landes verlegt. Familie und Anwalt der Aktivistin schlagen Alarm über ihren sich verschlechternden Gesundheitszustand nach Berichten über Schläge und einem kürzlichen Hungerstreik. Die Entscheidung über den Wechsel des Haftorts wurde ohne vorherige Benachrichtigung der Angehörigen getroffen, was internationale Besorgnis um die Sicherheit und das Leben der Friedensnobelpreisträgerin ausgelöst hat.
Plötzliche Gefängnisverlegung
Die iranischen Behörden haben Narges Mohammadi ohne Vorwarnung in ein Gefängnis in Zandschan gebracht, ohne die Familie oder ihren Anwalt zu informieren.
Kritischer Gesundheitszustand
Die Nobelpreisträgerin leidet unter Schwindel und Sehstörungen nach Misshandlungen durch Beamte; die Situation wurde durch einen kürzlichen Hungerstreik verschlimmert.
Zusätzliche Haftstrafe
Die Aktivistin wurde kürzlich zu einer weiteren sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, was Teil langfristiger politischer Repressionen ist.
Die Situation von Narges Mohammadi, der iranischen Menschenrechtsverteidigerin, ist kritisch geworden, nachdem sie plötzlich aus dem Gefängnis in Maschhad in eine Einrichtung in Zandschan verlegt wurde. Ihr Ehemann, Taghi Rahmani, bezeichnete diese Maßnahme als „Verbannung” und betonte, dass weder die Familie noch der Anwalt über die Änderung des Haftorts informiert worden seien. Nobelpreisträgerin hatte kürzlich einen Hungerstreik begonnen, um gegen die Haftbedingungen und den fehlenden Zugang zu medizinischer Versorgung zu protestieren. Berichten zufolge wurde sie bei der erneuten Festnahme Opfer körperlicher Gewalt, was zu schweren Beschwerden wie Schwindel und Sehstörungen führte. Menschenrechtsverteidiger weisen darauf hin, dass das iranische Regime Mohammadi als ernsthafte Bedrohung für die Stabilität des Systems betrachtet. Ihr Anwalt, Mostafa Nili, spricht offen von der Illegalität dieser Verlegung und der schlechten Behandlung seiner Mandantin durch die Sicherheitskräfte. Der Gesundheitszustand der Aktivistin wird als lebensbedrohlich eingestuft, insbesondere nach einer Reihe von Festnahmen, die seit fast zwei Jahrzehnten nahezu ununterbrochen andauern. Das Nobelkomitee hat tiefe Besorgnis geäußert und die Behörden in Teheran aufgefordert, der Gefangenen sofortige medizinische Hilfe und humane Haftbedingungen zu gewährleisten. Die Massenproteste im Iran unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit”, die im September 2022 nach dem Tod von Mahsa Amini ausbrachen, führten zu einer beispiellosen Repressionswelle gegen demokratische Aktivisten. Die Verlegung Mohammadis in den Norden des Landes wird als Versuch gewertet, sie von internationaler Unterstützung und anderen inhaftierten Aktivisten zu isolieren. Ihre kürzliche Verurteilung zu einer zusätzlichen sechsjährigen Haftstrafe bestätigt die Entschlossenheit der Regierung, jegliche Formen des Widerstands zu unterdrücken. Diese Maßnahme wurde ohne Wissen ihrer Familie ergriffen; sie verbannen sie einfach. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich Organisationen wie Amnesty International, verfolgt die Entwicklung der Ereignisse aufmerksam und befürchtet, dass ohne äußeren Druck der Gesundheitszustand der Nobelpreisträgerin weiter und irreversibel geschädigt wird. Liberale Medien legen den Schwerpunkt auf Menschenrechtsverletzungen und den Heroismus der Nobelpreisträgerin im Kampf gegen das unterdrückerische, theokratische System des Iran. | Konservative Medien konzentrieren sich auf den destabilisierenden Einfluss der Aktivistin auf die staatliche Ordnung und ihre Verbindungen zu westlichen Institutionen.
Mentioned People
- Narges Mohammadi — Iranische Menschenrechtsaktivistin, Friedensnobelpreisträgerin, derzeit vom Regime inhaftiert.
- Taghi Rahmani — Ehemann von Narges Mohammadi, lebt im Exil in Paris, informiert über den Zustand seiner Frau.
- Mostafa Nili — Anwalt, der Narges Mohammadi vertritt, warnt vor rechtswidrigen Handlungen der Behörden.